29.05.2017 – 13:58

Mittenwald/Zwickau (ots) – Die Bundespolizei hat am Freitag (26. Mai) einen somalischen Staatsangehörigen im grenzüberschreitenden Zug aus Innsbruck festgenommen. Nach einer Gerichtsverhandlung hatte der 23-Jährige seiner Frau aufgelauert und ihr die gemeinsame Tochter gewaltsam entzogen. Den Mann aus Sachsen erwarten nun gleich drei Strafverfahren.

In den späten Abendstunden kontrollierten Bundespolizisten in der Regionalbahn Richtung München einen jungen Vater mit Kleinkind. Der Somalier hatte lediglich eine deutsche Aufenthaltsgestattung, die nicht zum Grenzübertritt berechtigt, dabei. Für seine einjährige Tochter konnte er keine Dokumente vorweisen. Wie sich herausstellte, war der Mann wenige Tage zuvor nach einem Sorgerechtsstreit vor dem Zwickauer Familiengericht auf seine somalische Ehefrau losgegangen. Nach mehreren Faustschlägen ins Gesicht hatte er der Verletzten die gemeinsame Tochter entrissen und verschwand. Offenbar wollte der aggressive Afrikaner trotz gemeinsamen Sorgerechts keine gütliche Einigung und plante sich mit dem Kind abzusetzen. Die Bundespolizisten nahmen den gewaltbereiten Vater fest, verständigten die besorgte Mutter und übergaben die Einjährige zunächst der Obhut des zuständigen Jugendamtes. Der Festgenommene wird sich nicht nur wegen Kindesentziehung und Körperverletzung sondern auch wegen der unerlaubten Einreise strafrechtlich verantworten müssen. Das kleine Mädchen soll so schnell wie möglich zu ihrer Mutter zurückkehren.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/74166/3647159

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