2. Juni 2017

SALZGITTER. Ein 22 Jahre alter Syrer muß sich wegen 176 Straftaten vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft dem Mann aus Salzgitter
gewerbsmäßigen Handel mit Rauschgift in 86 Fällen, 87-fache Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige, Körperverletzung, Raub sowie zwei erfolgreiche und eine versuchte räuberische Erpressung vor, berichtet die Braunschweiger Zeitung.

Unter anderem soll er einen geistig und körperlich behinderten Mann als Geisel genommen und versucht haben, Drogen von ihm zu erpressen. Der Syrer habe das Opfer zusammen mit zwei Komplizen über mehrere Stunden bedroht und geschlagen. Laut Anklage habe der Mann immer wieder mit Gewalt gedroht. Als der Syrer bei einem fingierten Drogenverkauf vorgab, eine Waffe zu ziehen, sei ein 29 Jahre alter Salzgitteraner panisch durch die geschlossene Glastür einer Tankstelle gesprungen, um sich im Verkaufsraum zu verstecken.

Die Mindeststrafe im Falle einer Verurteilung betrage fünf Jahre Haft, sagte der Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, Christian Wolters, dem Blatt. In Summe seien für den Syrer jedoch nicht mehr als 15 Jahre Freiheitsstrafe möglich, da es sich bei den meisten Delikten um kleinere Drogenverkäufe handele.

Der Verdächtige war als Kleinkind nach Deutschland gekommen. Ab 2009 sei er regelmäßig durch Diebstahl- und Gewaltdelikte aufgefallen. Bislang war er immer mit Bewährungsstrafen oder Geldauflagen davongekommen.

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/syrer-werden-176-straftaten-zur-last-gelegt/

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