12. Februar 2018

Hamburg (idea) – Flüchtlinge aus muslimischen Ländern, die mit dem Islam gebrochen haben, werden auch in Deutschland und Frankreich verfolgt. „Religiöse Fanatiker machen ihnen das Leben zur Hölle – in Flüchtlingsheimen und in sozialen Netzwerken“, heißt es in einem am 11. Februar ausgestrahlten Radiobericht „Auf der Flucht vor Allah“ der Journalisten Daniel Guthmann und Marcus Latton auf NDR

Er sei im Flüchtlingswohnheim von Muslimen immer erniedrigt worden, sagte der 28-jährige Iraner Koorosh Nickrah aus der Nähe von Köln dem Sender: „Als sie herausgefunden haben, dass ich Atheist bin, haben sie mir immer wieder gesagt: Du bist Heide, du bist schmutzig, dreckig.“ Zwar belästigten ihn nur drei Personen, doch die anderen Flüchtlinge hätten sich nicht eingemischt. Er habe die Behörden über die Übergriffe informiert, doch sie hätten nichts unternommen. Die Reportage schließt mit einer Pressemeldung des Zentralrates der Ex-Muslime, in der es heißt, dass Nickrah von drei Islamisten brutal niedergeschlagen und getreten worden sei. Nur mit Mühe habe er weglaufen und die Polizei benachrichtigen können.

Der Kurde Amed Sherwad (18) aus Flensburg erzählt, dass er in einer Zeitschrift, die von Asylsuchenden herausgegeben wird, die Hintergründe seiner Flucht aus dem nordirakischen Erbil geschildert habe. Er sei von seinem eigenen Vater wegen Blasphemie angezeigt worden, als er ihm gebeichtet habe, nicht an Allah zu glauben. Er sei daraufhin verhaftet und im Gefängnis misshandelt worden. Ein Onkel habe ihn aus der Haft geholt und seine Flucht organisiert. Als er sich nun in der Flensburger Flüchtlingshilfe engagieren wollte, hätten andere Muslimen das verhindert. Ein Moslem aus dem Jemen habe ihn bedroht: „Ich schneide dir den Kopf ab.“

Nach den Worten des französischen Soziologen marokkanischer Herkunft, Houssame Bentaleb (Straßburg), müssen Muslime, die ihren Glauben aufgeben wollen, damit rechnen, „zum Tode verurteilt zu werden“: „Die Todesstrafe für die Abkehr wurde durch die gesamte Geschichte des Islams hindurch praktiziert.“ In islamischen Ländern wie Saudi-Arabien, Jemen oder Iran sei das bis heute Gesetz. Doch auch in säkularen Ländern wie in Frankreich lebten ehemalige Muslime in ständiger Angst vor Übergriffen.

Das bestätigte die albanische Menschenrechtlerin und Autorin Zana Ramadani (Berlin). Sie habe Mord- und Vergewaltigungsdrohungen erhalten, nachdem sie ihr Buch „Die verschleierte Gefahr. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen“ veröffentlich habe. Nachdem bekanntgeworden sei, dass sie schwanger ist, hätten Muslime ihr gedroht, „das Kind heraustreten zu wollen“.

Eine Ex-Muslima aus Hamburg, die anonym bleiben will, um ihre Familie zu schützen, kritisiert, dass Frauen im Islam keine Rechte hätten: „Ich bin nur eine Sex-Ware, eine Handelsware für den Mann.“ Sie lebt seit den 1990er Jahren in Deutschland. Doch seit fünf Jahren habe sie Angst vor gewalttätigen Muslimen: „Was mich auf die Palme bringt, ist diese Behauptung, dass der Islam eine Religion des Friedens, der Liebe und Toleranz ist.“ Nach jedem Terroranschlag höre man das von den Islamverbänden und von manchen Politikern.

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