13.01.2018 – 12:21 Uhr
Ludwigshafen – Ein Junge (damals 12) soll 2016 einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen geplant haben. Auf dem Gelände wurde eine Nagelbombe abgelegt, die allerdings nicht explodierte und einige Tage später gefunden wurde.

Wie jetzt herauskommt, soll Yad A., Deutsch-Iraker mit doppelter Staatsbürgerschaft, eigentlich einen Selbstmordanschlag geplant haben – mit einem Bombengürtel! Das berichtet der „Spiegel“.

Yad A. wurde demnach vom Wiener Islamisten Lorenz K. (18) im Internet zum Bau der Bombe angestiftet. Yad A. schickte dem Mann laut „Spiegel“ ein Foto seines Bombengürtels, den er für den Selbstmordanschlag gebaut hatte.

Zuvor hatte der Zwölfjährige geplant, sich in einer evangelischen Kirche in die Luft zu sprengen.

Dezember 2016: Weil Yad A. den Bombengürtel nicht unter seiner Jacke verbergen konnte, packte er ihn in eine Tasche, stellte sie auf dem Weihnachtsmarkt ab. Doch der Sprengsatz zündete nicht.

Yad A. ist noch nicht strafmündig, deshalb konnte die Staatsanwaltschaft kein Verfahren gegen ihn einleiten. Stattdessen kam er für kurze Zeit in eine geschlossene Jugeneinrichtung, lebt inzwischen aber wieder bei seiner Familie. Lorenz K. muss sich demnächst vor dem Wiener Landgericht verantworten.

http://www.bild.de/regional/frankfurt/selbstmordattentate/kind-plante-anschlag-auf-weihnachtsmarkt-54465368.bild.html