11.01.2018
OUSSAMA B. (37)
Algerischer Islamist abgeschoben
Oussama B. saß seit März 2017 in Abschiebehaft
Bremen – Die Bremer Behörden haben einen algerischen Islamisten (37) in seine Heimat abgeschoben.
Das bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des Innensenators. Details wollte die Behörde nicht nennen. Oussama B. saß seit März 2017 in Abschiebehaft, war dann im November für fünf Tage frei gekommen, jedoch auf Anordnung des Bremer Landgerichtes wieder in Haft genommen worden. Die Bremer Behörden sehen in ihm einen Unterstützer der Terrormiliz ISIS.

Der „Weser-Kurier“ hatte am Donnerstag zuerst über die am Mittwoch erfolgte Abschiebung berichtet, die eigentlich schon im November hätte erfolgen sollen. Das wurde damals aber vom Bundesverwaltungsgericht mit der Begründung untersagt, dass aus Algerien keine ausreichende Zusicherung für eine menschenwürdige Behandlung des Mannes vorliege. Das hat sich seit sich seitdem offenbar geändert.
Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ geht die Abschiebung auf eine vertrauliche Vereinbarung zwischen Bundespolizei-Präsident Dieter Romann und seinem algerischen Amtskollegen Abdelghani Hamel zurück. Hamel soll danach Romann bereits vor Wochen sein Ehrenwort gegeben haben, dass Oussama B. nach einer Rückkehr weder verhaftet noch gefoltert werde.
Nach Angaben der Bremer Behörden hatten sich in acht Monaten bereits 15 Mal unterschiedlichste Gerichte mit dem Fall Oussama B. beschäftigen müssen.

http://www.bild.de/regional/bremen/abschiebung/nach-sechs-monaten-haft-54442924.bild.html