Regensburg. Ein 19-jähriger Mann aus Dresden, nach Angaben der Polizei ein afghanischer Flüchtling, hat in der Silvesternacht wenig Respekt vor der Bereitschaftspolizei gezeigt.

Am 31. Dezember gegen 22 Uhr belästigte ein 19-Jähriger Afghane aus Dresden, im Bereich der Wöhrdstraße mehrere Einsatzkräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei. Die Polizeibeamten/innen waren anlässlich der Silvesterfeierlichkeiten zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet Regensburg eingesetzt.

Nachdem der Störenfried eine Platzverweisung nicht befolgte, sprang er unvermittelt auf die Motorhaube des Dienstfahrzeuges und trat gegen die vordere Kennzeichenhalterung, so dass diese beschädigt wurden. Der Dresdner wurde in Gewahrsam genommen und verbrachte die Silvesternacht in der Haftzelle der Polizeiinspektion Regensburg Süd. Ein Alkoholtest ergab 1,74 Promille. Den jungen Mann erwartet nun ein Straf-verfahren wegen Sachbeschädigung.

http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/19-jaehriger-Afghane-aus-Dresden-demoliert-in-Regensburg-ein-Polizeiauto;art1172,414010


REGENSBURG. Nach der Attacke auf mehrere Polizisten am Wochenende in Regensburg sitzt der mutmaßliche Haupttäter weiter in Untersuchungshaft. Bei dem jungen Mann handelt es sich um einen 17 Jahre alten Asylbewerber aus Afghanistan, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz der JUNGEN FREIHEIT. Bisherige Ermittlungen hätten ergeben, daß das Alter des Verdächtigen korrekt sei.

Ob er als sogenannter unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen sei und welchen Status er innehabe, sei derzeit noch unklar, erläuterte der Sprecher. Nach JF-Informationen ist der Afghane polizeibekannt. Ein Foto zeigt den jungen Mann auf einem Polizeiauto sitzend, das vor den Regensburger Arcaden steht. Wann das Foto aufgenommen wurde, ist nicht bekannt.

Am späten Samstag abend war dort eine Personenkontrolle eskaliert. Polizisten wollten eine Gruppe von rund 15 Jugendlichen kontrollieren, als ein Afghane plötzlich massiv auf einen Beamten einschlug. Während dieser den Angriff abwehrte, trat ein 17jähriger Afghane mehrfach gegen den Kopf des Polizisten. Er und ein Kollege mußten mit teils erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zwar konnten beide das Krankenhaus zwischenzeitlich verlassen, sie sind jedoch weiterhin dienstunfähig.

Ein Ermittlungsrichter hatte wegen des dringenden Tatverdachtes eines versuchten Tötungsdelikts Haftbefehl erlassen. Der andere Afghane wurde am Sonntag abend wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei startete am Montag nachmittag einen Zeugenaufruf. Auch bei drei weiteren Fällen am Wochenende in Regensburg wurden Beamte verletzt.

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2018/regensburg-foto-zeigt-hauptverdaechtigen-auf-polizeiauto/


17.1.2018

Nach mehreren gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten am Wochenende in Regensburg beschäftigt Politiker und Behörden weiter die Ursache für die ungewöhnliche Häufung von Gewalttaten. Über einen der Haupttäter sind jetzt weitere Details bekannt geworden.

Der 17-Jährige, der einen Polizisten mehrfach gegen den Kopf getreten hatte, soll in einer Jugendwohngruppe in Regensburg untergebracht sein, berichtet das „Wochenblatt“. Ein Sprecher des Landratamts bestätigte der Zeitung, dass der unbegleitete minderjährige Flüchtling „vollstationär“ vom Kreisjugendamt versorgt werde.

Der Teenager und sein an der Tat beteiligter Begleiter hatten bei einer Personenkontrolle einen Polizisten so stark attackiert, dass dieser anschließend wegen einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus behandelt werden musste. Gegen den Haupttäter wurde daraufhin ein Haftbefehl wegen versuchter Tötung erlassen.

Gegen einen der jungen Männer soll seit April 2017 ein Abschiebebescheid nach Afghanistan vorliegen, schreibt das „Wochenblatt“. Abschiebungen von Jugendlichen seien jedoch stets schwierig, da zuvor die Eltern des Betroffenen im Herkunftsland ausfindig gemacht werden müssen.

Wie viel Verantwortung an dem Vorfall vom Wochenende das Jugendamt tragen muss, ist fraglich. Minderjährige müssen bis 24 Uhr zurück in ihrer Einrichtung sein, Betreuer kontrollieren Unregelmäßigkeiten mit Anrufen auf dem Handy, erklärt der Sprecher. Das Landratsamt beruft sich auf das Fachpersonal in den Wohngruppen, das erzieherisch auf die Jugendlichen einwirkt. Sollte es Probleme mit Drogenkonsum geben, seien auch die Strafverfolgungsbehörden gefordert.

Nach den Attacken gegen die Polizisten forderte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) harte Strafen für die Täter. „Ich halte ein solches Verhalten natürlich für völlig unerträglich“, sagte der Ministervor einer CSU-Vorstandssitzung in München.

Von Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, werde erwartet, dass sie sich rechtstreu verhalten. Die Täter sollten schnellstmöglich vor Gericht gestellt und hart bestraft werden. Zudem werde geprüft, „inwieweit sie schnell wieder außer Landes gebracht werden können“.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article172556349/Regensburg-17-jaehriger-Schlaeger-lebt-in-Jugendwohngruppe.html