22.12.2017 – 10:33

Oldenburg (ots) – In einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber am Pophankenweg hat sich am Donnerstag um 20 Uhr eine Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern ereignet, bei der einer der Beteiligten unter anderem durch einen Schnitt mit einem Messer schwer verletzt wurde.

Zwischen den beiden Bewohnern der Unterkunft, einem 18-jährigen afghanischen Staatsangehörigen und einem 25-jährigen Nordafrikaner, soll es nach den ersten Ermittlungsergebnissen in den vergangenen Tagen immer wieder zu Streitigkeiten gekommen sein. Am Donnerstagabend seien die beiden Männer in einer Gemeinschaftsküche erneut aneinandergeraten. Der Streit soll sich dann über den Flur der Unterkunft in das Zimmer des Opfers verlagert haben. Dort sei es dann schließlich zu einer massiven körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Der 25-Jährige steht dabei im Verdacht, seinem Mitbewohner zunächst Gegenstände gegen den Kopf geschlagen und dann mit einem Messer Verletzungen im Gesicht zugefügt zu haben.

Anschließend sei das Opfer über das Treppenhaus ins Erdgeschoss geflüchtet. Der schwer verletzte 18-Jährige wurde auf dem Boden liegend von den alarmierten Einsatzkräften vorgefunden. Die Polizei konnte den 25-jährigen Tatverdächtigen noch auf dem Gelände der Unterkunft stellen und vorläufig festnehmen.

Das Opfer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg beabsichtigt, gegen den 25-jährigen Tatverdächtigen noch am heutigen Tag beim Amtsgericht einen Antrag auf Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung zu beantragen.

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