07.02.18, 07:26 Uhr

Siegburg/Bonn –

Sie galten als Traumpaar…

Am 28. August konnte Rasim L. (36) seine Medina (27, Namen geändert) endlich aus dem Kosovo nach Siegburg nachholen, beide waren überglücklich. Doch nur 34 Tage später war die Frau tot!

Sie wurde mit 39 Beil-Hieben niedergemetzelt – von ihrem eigenen Ehemann, da ist sich die Bonner Staatsanwaltschaft sicher. Sie hat jetzt den Antrag gestellt, dass Rasim L. wegen Mordes in der Psychiatrie untergebracht wird.

Es war am 1. Oktober 2017. Gegen 5.30 Uhr kam es in der Wohnung des Paares, das erst ein halbes Jahr zuvor in seiner Heimat geheiratet hatte, zum Streit. Der 36-Jährige wollte wohl das Handy seiner Frau kontrollieren, aus Angst vor Nebenbuhlern. Sie wollte das nicht. Der Streit eskalierte.

Dabei soll Rasim L. die 27-Jährige verprügelt haben. Anschließend, so heißt es in der Antragsschrift, soll er ein Küchenmesser mit 20 Zentimeter langer Klinge sowie ein Beil geholt haben, um seine Ehefrau zu töten.

Mit dem Beil schlug er demnach 39-mal auf Medina ein, in erster Linie auf ihren Hinterkopf. Zudem fügte er ihr mehrere Stichwunden zu. Die 27-Jährige verblutete.

Laut Staatsanwaltschaft tötete Rasim L., weil die vorausgegangene Körperverletzung nicht entdeckt werden sollte. Sie geht allerdings auch davon aus, dass er schuldunfähig ist.

Rasim L. lebt seit 1998 als Kriegsflüchtling in Deutschland und soll an Schizophrenie leiden. Das bestätigte auch ein psychiatrischer Gutachter. Derzeit sitzt L. in U-Haft, er soll aber in Kürze bereits vorläufig in der Psychiatrie untergebracht werden.

https://www.express.de/bonn/streit-um–handy-kontrolle–ehefrau-in-siegburg-mit-39-beil-hieben-niedergemetzelt-29627132