04.07.2017

Ein Unbekannter hat am Freitagabend in Weißenhorn offenbar versucht, eine 58-Jährige zu vergewaltigen. Wie die Polizei berichtete, war die Frau gegen 18 Uhr auf einem Feldweg entlang der Roth im Stadtteil Grafertshofen spazieren, zwischen Mooswiesen- und Quellenstraße. Dort bemerkte sie einen Mann, der sich über ein Fahrrad beugte. Wenig später kam der Radler auf die Frau zu und verlangte Sex. Als die 58-Jährige den Unbekannten aufforderte, zu verschwinden, riss der Mann die Frau zu Boden. Er versuchte, den Träger ihres Kleides herunterzuziehen, berührte sein Opfer auch im Schambereich. Die 58-Jährige schrie um Hilfe, woraufhin der Täter plötzlich von der Frau abließ und mit seinem Fahrrad in Richtung Lohmühle wegfuhr.

Bei dem Gesuchten soll es sich laut Polizei um denselben Mann handeln, der einen Tag  zuvor in Weißenhorn zwei andere Frauen belästigt haben soll. Zunächst fasste der bislang Unbekannte in der Bärengasse auf einem Fahrrad sitzend im Vorbeifahren einer 74-Jähigen  an die Brust. Er fuhr dann in Richtung Hauptstraße weiter. Wenige Minuten später schlug der Mann  im Bereich des Freibads zu. Dort fasste er einer 72-jährigen Frau an den Oberschenkel. Als die Frau um Hilfe schrie, rannte der Täter zu seinem Fahrrad und fuhr davon.

Die Polizei fahndet nun mit Hochdruck nach dem gefährlichen Mann. „Die Vorfälle bereiten uns schon Sorgen“, sagte Christian Eckel, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Die Ermittler suchen in diesem Zusammenhang ein Paar als Zeugen, das zur Tatzeit am Freitagabend ebenfalls an der Roth unterwegs war.

Der Täter soll etwa 20 Jahre alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß und sehr schmächtig sein, überdies dunkle und nach hinten gekämmte Haare haben. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. (07309) 965 50 entgegen.

http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu_ulm/versuchte-vergewaltigung-in-weissenhorn.-mann-reisst-frau-zu-boden-15357336.html

Was für ein ungeheures Lückenblatt…


4.7.2017 15:19 Uhr

In Weißenhorn ist offenbar ein junger Mann unterwegs, der es darauf abgesehen hat, Frauen unsittlich zu berühren. Binnen weniger Tage haben sich in der Fuggerstadt drei Fälle von sexueller Belästigung ereignet – in einem Fall handelte es sich möglicherweise um eine versuchte Vergewaltigung. Die Ermittlungen laufen, die Polizei vermutet, dass es jedes Mal derselbe Täter war.

Der jüngste Fall ereignete sich nach Polizeiangaben am Freitagabend gegen 18 Uhr auf einem Feldweg im Bereich des Stadtteils Grafertshofen, zwischen der Mooswiesstraße und der Quellenstraße. Dort ging eine 58 Jahre alte Frau entlang der Roth spazieren. Sie bemerkte einen Mann, der der sich über sein Fahrrad beugte und den Anschein erweckte, als sei etwas an dem Rad kaputt. Die Frau ging weiter. Etwas später kam der Radfahrer auf die Frau zu und sprach sie laut Polizei in schlechtem Deutsch und auf Englisch an. Er gab ihr offenbar zu verstehen, dass er auf Geschlechtsverkehr aus war.

Die 58-Jährige wehrte sich zunächst verbal dagegen. Dem Polizeibericht zufolge riss der Unbekannte die Spaziergängerin daraufhin zu Boden und versuchte den Träger ihres Kleides herunterzuziehen. Die Frau schrie lautstark um Hilfe. Der Täter fasste unter ihr Kleid und berührte sie dabei auch im Schambereich. Dann ließ er plötzlich von ihr ab und fuhr mit seinem Fahrrad in Richtung Lohmühle davon.

Gegenüber der Polizei beschrieb die Frau den Täter als jungen Mann, etwa 20 Jahre alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß. Er hat demnach eine schmächtige, eher kindliche Figur, dunkle, nach hinten gekämmte Haare, einen dunklen Drei-Tage-Bart und südländisches Aussehen.

Weil die Beschreibung auch auf einen jungen Mann passt, der einen Tag zuvor, also am Donnerstag, zwei Seniorinnen in Weißenhorn belästigt hatte, geht die Polizei davon aus, dass es sich in allen drei Fällen um denselben Täter handelt. Ein unbekannter Radfahrer am Donnerstagnachmittag zuerst in der Bärengasse in Weißenhorn einer 74-Jährigen im Vorbeifahren an die Brust gefasst. Wenig später griff vermutlich derselbe junge Mann im Bereich des Freibads einer 72-Jährigen an den Oberschenkel und an die Badehose.

Bei ihren Ermittlungen erhofft sich die Polizeiinspektion Weißenhorn nun Hinweise von Zeugen. Momentan sucht sie ein Ehepaar, das der 58-Jährigen auf dem Feldweg an der Roth begegnet war, kurz bevor sie von dem Täter zu Boden gerissen und begrapscht wurde. Der Mann und die Frau sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich an die Polizeiinspektion in Weißenhorn zu wenden.

Kontakt: Hinweise nimmt die Polizei in Weißenhorn unter Telefonnummer 07309/96550 entgegen.

http://www.augsburger-allgemeine.de/illertissen/In-Weissenhorn-treibt-ein-Sextaeter-sein-Unwesen-id41935791.html


05.01.2018

Am Freitag stand in Memmingen jener junge Mann vor Gericht, der im vergangenen Sommer „die Kleinstadt Weißenhorn in Unruhe versetzt hat“, wie die Staatsanwältin betonte. Am Ende des Prozesses verurteilte das Schöffengericht den Angeklagten, einen 20-jährigen Iraker, zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft ohne Bewährung – wegen Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Körperverletzung.

Verurteilt wurde der Beschuldigte nach Jugendstrafrecht. Er hatte Ende Juni sechs Frauen attackiert, diese an Brüste, Po und Oberschenkel gefasst. Eine der Frauen griff der Täter auch an ihren Hals, eine andere riss er zu Boden, hielt sie fest und drang mit einem Finger in den After seines Opfers ein – was nach Einschätzung des Gerichts den Tatbestand der Vergewaltigung erfüllte.

Der Angeklagte räumte die Taten vor Gericht ein und gab an, betrunken gewesen zu sein, was ihm die Kammer allerdings nicht abkaufte. „Mein Verstand hat einfach ausgesetzt. Ich weiß, dass ich große Fehler begangen haben“, sagte der 20-Jährige. „Dafür möchte ich mich bei den Frauen entschuldigen.“

Die Opfer erlitten Blutergüsse, Prellungen und Kratzer. Die psychischen Folgen für die Frauen sind mitunter gravierend. „Ich habe um Hilfe geschrien und hatte Todesangst. Ich habe noch immer Herzklopfen, wenn ich daran denke“, sagte eine der Frauen als Zeugin vor Gericht.

Richter Markus Veit attestierte dem Angeklagten „erhebliche Reifedefizite“. Dem Täter sei es darum gegangen, Macht gegenüber Frauen auszuüben. Er habe seine Opfer als Objekte betrachtet und „Straftaten der absoluten Respektlosigkeit“ begangen.

Der junge Iraker war im Mai 2015 als so genannter unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen, hatte Asyl beantragt. Seit seiner Festnahme Ende Juli vergangenen Jahres sitzt er in Untersuchungshaft. Der 20-Jährige bat das Gericht um die Chance, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Ob er dazu die Gelegenheit erhält, ist ungewiss. Sein Antrag auf Asyl ist inzwischen abgelehnt worden. Nun muss er zunächst einmal seine Haft in einem Jugendgefängnis antreten.

http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu_ulm/sechs-frauen-attackiert-_-haftstrafe-fuer-iraker-24483276.html


12. Januar 2018 08:35 Uhr
Weißenhorn / Memmingen

Mehrere Tage hielt eine Serie von Sex-Angriffen auf Frauen Ende Juni Weißenhorn in Atem. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 20-jähriger Iraker identifiziert und festgenommen. Der junge Mann wurde vom Memminger Jugendschöffengericht nun zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Zwei seiner Opfer leiden immer noch unter den Folgen der Übergriffe.

Der Angeklagte machte einen etwas unbedarften Eindruck, als er aus der Untersuchungshaft mit Handfesseln zur Verhandlung gebracht wurde. Nach Angaben der Staatsanwältin radelte er am 28. Juni gegen 14 Uhr am Weißenhorner Freibad an einer 40-jährigen Mutter vorbei und fasste ihr von hinten ans Gesäß. Nur eine Stunde später schlug er bei einer 48-Jährigen so fest zu, dass diese auf ihrem Gesäß einen „schönen Abdruck“ hatte, wie sie aussagte. Noch am selben Abend gegen 21.45 Uhr griff der Iraker im Stadtpark einer Frau beim Vorbeiradeln an die Brust. Die 66-Jährige sagte vor Gericht, sie sei heute immer noch beunruhigt, wenn sie durch den Park laufe.

Einen Tag später berührte der junge Mann eine 75-Jährige im Stadtzentrum an Haaren und Brust. Bedeutend heftiger war nur eine halbe Stunde später der Angriff auf eine 73-Jährige. „Er kam mir auf dem Rad entgegen“, schilderte sie den Vorfall, als sie in Badeanzug und Kleid auf dem Weg zum Freibad war. Dann spürte sie plötzlich seine Hand an Oberschenkel und Badehose. Mit der anderen Hand drückte er ihren Hals, „sodass ich nicht schreien konnte“, sagte die Frau. Sie habe Angst gehabt, trotzdem gelang es ihr, den „kleinen, schmächtigen Mann“ wegzuschubsen.

Bereits am nächsten Tag schlug der 20-Jährige erneut zu. In Grafertshofen traf er gegen 18 Uhr auf eine 57-Jährige, der er 100 Euro für Sex anbot. Als die Frau nicht darauf einging, riss er sie zu Boden, legte sich auf sie und fuhr mit einer Hand unter ihren BH. Dann zog er ihr den Schlüpfer herunter und berührte sie unsittlich. Kurz danach ließ er aber von ihr ab und flüchtete. Stockend sagte die 57-Jährige in Begleitung einer Mitarbeiterin der Ulmer Frauennothilfe aus. Als Folge des Angriffs hatte sie deutliche Hämatome an der Brust, Schürfwunden von Fingernägeln am Arm und eine Verletzung am After. Der Vorfall belastet die Frau nach wie vor sehr. Nach eigenen Angaben litt sie schon zuvor unter Depressionen.

Der Angeklagte gestand über einen Dolmetscher die sexuellen Belästigungen und die Vergewaltigung. Er habe in diesen Tagen reichlich Alkohol getrunken, weil er mit seiner persönlichen Situation nicht zurechtgekommen sei. Der Iraker war vor 2015 über die Türkei und Griechenland nach Deutschland gekommen und schlug sich hier mehr oder weniger durch, unter anderem mit kleineren Delikten. Während seiner sechsmonatigen Untersuchungshaft habe er sich geändert und sehe ein, dass „Frauen auch Menschen sind“, wie er auf Nachfrage seines Rechtsanwalts Yalcin Tekinoglu aus Heidelberg sagte. Er entschuldigte sich in der Verhandlung bei den Opfern.

Doch mit seinem Geständnis kam der 20-Jährige nicht durch. In seinem Vorstrafenregister ist bereits im November 2016 in Heidelberg ein Sexualdelikt vermerkt. Ein Sachverständiger hatte zudem festgestellt, dass der Angeklagte zur Tatzeit keinen Rausch hatte und eine verminderte Steuerungsfähigkeit nicht vorliege. Bianca Ullrich von der Jugendgerichtshilfe bescheinigte dem 20-Jährigen erhebliche Reiferückstände und hielt die Anwendung des Jugendstrafrechts für sinnvoll.

Die Staatsanwältin forderte für die Taten drei Jahre Gefängnis. Das war Verteidiger Tekinoglu zu viel. Sein Mandant sei nur wegen der sexuellen Übergriffe zu verurteilen, eine Vergewaltigung im strafrechtlichen Sinne sei nicht erfolgt. Er habe vielleicht etwas anderes gewollt, aber sofort von seinem Versuch abgelassen. Tekinoglu forderte eine Haftstrafe von maximal zwei Jahren, die noch zur Bewährung ausgesetzt werden könne, um ihm eine zweite Chance zu geben.

Im Urteil blieb das Schöffengericht mit zwei Jahren und zehn Monaten knapp unter dem Antrag der Staatsanwältin: „Rauslassen können wir dich nicht“, sagte der Vorsitzende Richter Markus Veit. Der letzte Fall der Serie sei der gravierendste gewesen und für so ein Verbrechen betrage die Mindeststrafe zwei Jahre. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Anwalt Tekinoglu kündigte gegenüber unserer Zeitung an, dass er in Berufung gehen wolle.

http://www.augsburger-allgemeine.de/illertissen/Fast-drei-Jahre-Haft-fuer-Sextaeter-von-Weissenhorn-id43800991.html

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