08.06.2017
Mannheim. Die Strafkammer des Mannheimer Landgerichts hat den 44-jährigen Jani F. wegen bandenmäßigen Handeltreibens von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Bereits zu Beginn des Prozesses hatte der Angeklagte ein vollumfänglichen Geständnis abgelegt und angegeben, Teil einer Drogenbande gewesen zu sein, die im großen Stil Kokain in Cafés im Raum Mannheim/Ludwigshafen verkaufte. Gemeinsam mit fünf anderen Mittätern war F. für die Streckung, Verpackung und Portionierung der Ware zuständig und sollte die Rolle des zweiten Anführers Tini K. übernehmen.

Weil der im Juli 2016 verhaftete Albaner Jani F. jedoch erst kurz vor seiner Festnahme nach Deutschland kam, bisher nicht vorbestraft und vollumfänglich geständig war, sah Richterin Mack einen minderschweren Fall gegeben und blieb deshalb deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die fünf Jahre und 10 Monate Haft gefordert hatte.

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Ausländische Angeklagte werden vor Gericht verhätschelt

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