05.06.2017 um 07:46 Uhr

Dubai.  Mehrere Länder der arabischen Welt haben ihre Verbindungen zu Katar gekappt. Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain werfen dem reichen Golfstaat Unterstützung des Terrorismus vor und haben ihr Vorgehen untereinander abgestimmt. Sie stoßen sich daran, dass Katar die islamistische Muslimbruderschaft fördert.

Außerdem wird der Golfstaat beschuldigt, Pläne des Erzrivalen Iran zu unterstützen. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain kündigten am Montag an, die Verkehrsverbindungen nach Katar einzustellen. Bürger aus Katar hätten nun zwei Wochen Zeit, die drei anderen Golfstaaten zu verlassen.

In einer Erklärung der staatlichen saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA hieß es, Katar verbreite die Botschaften zahlreicher Terrorgruppen über seine Medien. Dazu zählten neben der Muslimbruderschaft auch Al-Kaida und die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Damit solle die Stabilität in der Region gestört werden. Die staatliche Nachrichtenagentur Ägyptens warf Katar einen gezielten Plan vor, der sich gegen die Einheit der arabischen Welt richte.

https://www.derwesten.de/politik/arabische-nachbarlaender-kappen-kontakt-zu-katar-id210797869.html


Warum unterstützt Katar den IS?

  1. Weil Leute wie Angela Merkel die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft bis zur Mitte des Jahrhunderts beschlossen haben und erdgasreiche Länder wie Katar bis dahin ihre Bodenschätze noch zu Geld machen wollen.
  2. Weil der syrische Präsident Assad einer katarisch-türkischen Gaspipeline durch Aleppo eine Absage erteilte. Diesen Weg will sich Katar offenbar freibomben und Assad stürzen.

Katar: 25.370.000 Mio. Kubikmeter Erdgas

1997 Katar beliefert Japan seit 1997 mit Flüssiggas LNG, bisher 2500 Schiffe https://www.qp.com.qa/en/MediaCentre/Pages/ViewNews.aspx

Die geplante Pipeline sollte durch das syrische Aleppo gehen. Eine alternative Route führt durch das norirkakische Kurdengebiet. So hätte Katar eine Pipeline via Türkei in die EU gehabt. Nach katarischen Berechnungen soll der Pipelinetransport bis zu einer Länge von 2500 km wirtschaftlicher sein als LNG-Tanker.

10/2005 Prospekt Nabucco mit interessanten Bildern, wer alles an die türkische Pipeline andocken will

2006 IS besetzt Mossul (Pipeline-Region)

3/2007 Hafen Ras Laffan in Katar. Von hier aus stechen sie in See. Riesige Tanker, speziell konzipiert für den Transport von Flüssiggas, auch LNG genannt. (…) Zeebrügge, Belgien. Einer der wichtigsten Häfen für LNG-Tanker in Europa. (…) Im März 2007 kam hier die erste Ladung LNG aus Katar an. Zeebrügge will ein zentraler Knotenpunkt für die Gas-Ströme in Nord-West-Europa werden. Dafür wurden hier riesige Erdgasspeicher gebaut. Und auch in das Fernleitungsnetz, vor allem nach Frankreich, wird kräftig investiert. http://www.focus.de/wissen/videos/transport-von-erdgas-energie-fuer-die-welt-transportiert-im-supertanker_id_5785603.html

07.04.2007 Gaskartell http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-476113.html

2009 Entdeckung riesiger Erdgasfelder im östlichen Mittelmeer, als deren potenzielle Ausbeuter Zypern, Libanon, Israel und Syrien in Frage kommen. Erstmals schien es möglich, die geplante Nabucco-Erdgaspipeline, die die EU mit den Erdgasvorkommen im Kaspischen Meer verbinden sollte, ausreichend auszulasten und deren Umsetzung auch zu realisieren. Syrien war also zu einem wichtigen Faktor am Erdgasmarkt geworden. Für Katar war der Erdgasfund eine unerwartete Chance, seine gigantischen Erdgasvorräte zu kommerzialisieren. Katar verfügt über die weltweit drittgrößten Erdgasreserven. Mangels Pipeline muss das Erdgas in Katar aber erst verflüssigt und dann mit Spezialschiffen über das Meer transportiert werden, was mit hohen Kosten verbunden ist. Zusammen mit der Türkei unterbreitete Katar deshalb Damaskus einen Plan für den gemeinsamen Bau einer Erdgaspipeline in die Türkei. Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad, ein enger Verbündeter Russlands, lehnte den Vorschlag erwartungsgemäß ab um die Interessen des Kremls zu schützen. Nach Informationen der „Financial Times“ soll Katar allein in den zwei Jahren bis Mitte 2013 die Rebellen in Syrien mit rund drei Milliarden Dollar unterstützt haben. Die Verhandlungen Assads über den Bau einer Pipeline, die das gigantische South-Pars-Erdgasfeld im Iran über den Irak nach Syrien und weiter über den Libanon mit Europa verbinden sollte, besiegelten dann das Schicksal des Assad-Regimes. Assad hatte es sich endgültig mit den Golfstaaten verscherzt. Katar, Saudi-Arabien und die Türkei begannen, den syrischen al-Qaida-Ableger Jabhat al-Nusra sowie die Kämpfer der Terrorgruppe ISIS zu finanzieren und mit Waffen auszustatten. Eigentlich undenkbar, dass Saudi-Arabien und Katar für EU-Staaten Partner sein können und deren Streitkräfte von europäischen Rüstungskonzernen mit Kriegsmaterial versorgt werden. Großbritannien hat sich in den vergangenen Jahren mit Waffenlieferungen in die Golfstaaten auffallend zurückgehalten, die Schweiz stoppte im März alle Waffenexporte in die Region wegen des Krieges im Jemen.In die Lücke gestoßen ist Frankreich. Das Land ist politisch, wirtschaftlich und militärisch eng mit Saudi-Arabien und Katar liiert. Katar ist einer der größten ausländischen Investoren in Frankreich. Über den Staatsfonds QIA hat sich das Emirat in Frankreich Immobilien, Industriebeteiligungen und mit Paris Saint-Germain einen großen europäischen Fußballclub zugelegt. Mit Blick auf die Milliarden schweren Rüstungsgeschäfte, die Frankreich in diesem Jahr mit Ägypten und Katar abgeschlossen hat, wird Staatspräsident Francoise Hollande in seiner Heimat, in Anlehnung an Lawrence von Arabien, bereits als “Francois d`Arabie” gefeiert. Die Rolle als Schutzherrin für die Flüchtlinge will Hollande Bundeskanzlerin Angela Merkel aber nicht streitig machen. Paris setzt auf eine europäische Aufgabenteilung. Frankreich will militärisch und politisch handeln, während Deutschland die Hauptaufgabe bei der Flüchtlingsaufnahme übernehmen soll. Und so sieht die Aufgabenteilung konkret aus: Binnen zweier Jahre sollen bis zu 24 000 Flüchtlinge in Frankreich aufgenommen werden. Zum Vergleich: Soviel Flüchtlinge kommen in München innerhalb von zwei Tagen an. http://www.wiwo.de/politik/ausland/fluechtlingskrise-ausloeser-allen-uebels/12310284-2.html

2009 Katar – Türkei Pipeline durch Syrien geplant, Assad sagt nein https://en.wikipedia.org/wiki/Qatar-Turkey_pipeline

15.10.2009 Zweiter Prospekt Nabucco https://www.wko.at/Content.Node/kampagnen/OEGEW/Veranstaltungen/Herbsttagung-2009-Vortrag-03-Mitschek.pdf

3/2010 Türkei und Katar planen Pipeline durch Syrien https://www.pipelinesinternational.com/news/pipeline_projects_in_the_middle_east/040183/

26.05.2010 Deutscher Einstieg ins Flüssiggas, Eon verhandelt mit Katar http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/E-ON-Ruhrgas-verhandelt-mit-Katar-ueber-Gasimporte-800999

03.10.2010 Wulff: „Der Islam gehört zu Deutschland“ (= islamisches Gas gehört zu Deutschland, nicht russisches)

2011 geplanter Baubeginn für Nabucco

2011 Assad wirft Nabucco-Pläne um! Assad gibt neu entdecktes Gasfeld an und will mit Iran und Griechenland eine Pipeline durch das Mittelmeer bauen. Das konkurriert mit den Plänen von Katar und Türkei, die ihrerseite eine Pipeline durch Syrien bauen wollen, die bei Nabucco andocken soll [nebei sollte man auch eine Chronolgie der Griechenland-Tranchen einbauen, denn die Griechen wollten sicherlich eine Entschädigung!] https://lubpak.com/archives/283071

2/2011 Deutschsprachige Werbebroschüre LNG aus Katar http://www.viavision.org/ftp/449.pdf

01.10.2011 Die Europäische Union will sich mit Erdgas aus dem Kaspischen Meer von Russland unabhängig machen doch ob die von Berlin und Brüssel gewünschte Gasleitung wirklich kommt, ist höchst unsicher geworden. Die Nabucco-Pipeline ist dafür laut Merkel von „herausragender Bedeutung“. (…) „Gerade Deutschland wird auf Grund des beschlossenen Atomausstiegs und der sinkenden Inlandsproduktion in Europa einen zunehmenden Erdgasbedarf haben, Nabucco ist hierfür die richtige Antwort.“ https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13636423/Schlechte-Chancen-fuer-Gas-Pipeline-Nabucco.html

26.12.2011 Vertrag über Transanatiische Pipeline zwischen Türkei und Aserbaidschan bootet Österreich aus: Um auf Dauer bessere Preise für Erdgasexporte nach Russland und Asien auszuhandeln, brauchen die zentralasiatischen Staaten die Europäische Union als Kunden. Aus diesem Grund bemühen sie sich um den Ausbau der Infrastruktur nach Europa. Da der Bau der Nabucco-Pipeline immer wieder verschoben wurde, entschied sich Aserbaidschan, sein Schicksal in eigene Hände zu nehmen: Am 26.12.2011 unterschrieben Aserbaidschan und die Türkei eine Absichtserklärung über den Bau der Trans-Anatolischen Pipeline (= neuer Name für Nabucco, soll aber in Europa nicht nach Wien verlaufen, sondern über Balkan, Adria nach Italien TAP), durch die das Erdgas vom Feld Shah Deniz nach Europa fließen soll. http://www.objectivemind.org/wirtschaft/turkmenistan/neue-kunden-mehr-profit/

25.05.2012 britische BP erklärt Nabucco „Classic“ für tot http://www.vol.at/bp-erklaert-urspruenglichen-plan-fuer-pipeline-nabucco-fuer-tot/3262796

2013 steigender Gasverbrauch prognostiziert https://www.welt.de/img/wirtschaft/energie/mobile137554976/8751624087-ci23x11-w680/DWO-WI-Energie-Ausblick-db-Aufm-Kopie-2-jpg.jpg

2013 Nabucco wird beerdigt

16.04.2013 Merkel will Gas aus Katar http://www.energate-messenger.de/news/131905/merkel-will-gashandel-mit-katar-vertiefen

24.12.2014 Israelisch-arabische Pipeline als Konurrenz für russischen Southstream, von dem Projekt hätten Israel und Syrien profitiert, Russland gibt South Stream auf und will mit der Türkei kooperieren: Während seiner Reise in die Türkei verkündete der russische Präsident Wladimir Putin die Entscheidung das South-Stream-Pipeline Projekt aufzugeben, zu Gunsten einer neuen, in die Türkei umgeleiteten Route. Ein wichtiges Ereignis ging dieser Erklärung voraus. Israel hat vorgeschlagen, dass EU-Länder in eine Multi-Milliarden-Euro-Pipeline investieren, um sein Erdgas auf den Kontinent zu transportieren. Auf der internationalen Konferenz «Eine Euro-Mittelmeer-Energie-Brücke bauen», die in Rom Mitte November endete, beschrieb Israels Energie-Minister Silvan Shalom dem Vize-Präsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Energie der Union, Maros Sefcovic, ein Projekt für den Transport von im östlichen Mittelmeer produzierten Gas nach Europa. Shalom versicherte Sefcovic, dass die Erdgasvorkommen der riesigen Offshore-Lager, Tamar und Leviathan (240 bzw. 480 Milliarden m3)zu einem «Sonderpreis» über Zypern und Italien nach Europa transportiert werden könnten. Er erklärte ganz offen, dass das Projekt die Abhängigkeit der EU von russischen Gaslieferungen verringern könne. http://www.voltairenet.org/article186295.html

20.05.2015 Der Kalte Pipelinekrieg: In Europa tobt bereits seit vielen Jahren ein kalter Krieg um die Projektierung und den Bau von Erdgaspipelines, bei dem die Interessen der unterschiedlichen Akteure auch ein maßgebliches Motiv für deren Handlungen in den genannten Konflikten darstellen. Eine Sonderrolle nimmt hier – wie so oft – Deutschland ein, das gegen seine eigenen Interessen handelt. http://www.nachdenkseiten.de/?p=26163

30.07.2015 Auch der Türken-Kurden-Konflikt hat etwas mit Pipelines zu tun. Sämtliche Pipelineprojekte der Türkei laufen über Kurdengebiet. Ab und zu jagt die PKK daher auch mal Pipelines hoch, wie z.B. hier zwei Anschläge auf eine Öl-Pipeline http://www.middleeasteye.net/news/second-oil-pipeline-blown-east-turkey-two-days-744208490

04.09.2015 Den TANAP-TAP-Planern US-Türkei-Iran kommt was dazwischen! Die Pipeline Nord Stream soll um zwei Röhren erweitert werden. Der russische Gaskonzern Gazprom und die BASF-Tochter Wintershall einigten sich auf die Einzelheiten für die Leitung, die Erdgas von Russland nach Deutschland transportiert. Die Nord-Stream-Pipeline für den Erdgas-Transport von Russland nach Europa wird ausgebaut. Die beteiligten Partner unterzeichneten am Freitag einen Vertrag zum Bau von zwei weiteren Leitungssträngen durch die Ostsee, wie Gazprom in Wladiwostok und Nord Stream im Schweizer Zug mitteilten. An Nord Stream beteiligt sind die russische Gazprom, die BASF-Tochter Wintershall, und die Energiekonzerne Eo.n, Shell, OMV aus Österreich sowie Engie aus Frankreich. Die ersten zwei Leitungen der Nord-Stream-Pipeline sind bereits seit Oktober 2012 in Betrieb. Das russische Erdgas landet in Lubmin an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns an und wird über zwei Anschlussleitungen weiter nach West- und Mitteleuropa transportiert. Erst kurz zuvor hatten die deutsche BASF und der russische Gaskonzern Gazprom mitgeteilt, einen Ende 2014 gestoppten Tausch von Firmenanteilen doch wie geplant zu Ende zu führen. Bis zum Jahresende solle die Aktion beendet sein.  http://www.spiegel.de/wirtschaft/nord-stream-erdgas-pipeline-wird-ausgebaut-a-1051485.html

Ein par Stunden nach diesem Spiegel-Artikel hat Frau Merkel die Grenze geöffnet!

12.09.2015 Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise wird es für Berlin höchste Zeit, im Syrien-Konflikt Farbe zu bekennen und die Dinge beim Namen zu nennen. Der Krieg in Syrien ist eben nicht, wie in den meisten Medien behauptet, ein religiöser Krieg zwischen fanatisierten Sunniten und Schiiten, dem der zivilisierte Westen machtlos gegenübersteht. Auch in Syrien geht es in erster Linie um Rohstoffe, vor allen Dingen um Erdgas. Die Flüchtlinge sind so gesehen ein „Kollateralschaden“ dieses Rohstoffkrieges. Wer das einmal verstanden hat, kommt einer Lösung des sich gerade wieder zuspitzenden Syrien-Konflikts und der Flüchtlingskrise vielleicht ein Stück näher. Wer Europa aus dem Nahen Osten mit Erdgas beliefern will, kommt an Syrien nicht vorbei. Das Land liegt wie ein Sperrriegel vor der Türkei und dem Mittelmeer. Große Erdgasvorräte in der Region besitzen der Iran und Katar. http://www.wiwo.de/politik/ausland/fluechtlingskrise-ausloeser-allen-uebels/12310284-2.html

25.09.2015 UNO-KlimagipfelNew York, Merkel Eröffnungsansprache: Ende des Jahres wollen wir in Paris ein ambitioniertes Klimaabkommen beschließen, das alle Staaten zu mehr Klimaschutz verpflichtet. Es soll den Rahmen für einen nachhaltigen Entwicklungspfad setzen, um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Dafür brauchen wir eine gemeinsame Vision, wie eine Dekarbonisierung auf globaler Ebene im Laufe dieses Jahrhunderts erreicht werden kann.https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2015/09/2015-09-28-rede-merkel-eroeffnung-vn-gipfel.html

08.10.2015 Merkel bei Anne Will: „Und jetzt will ich vielleicht noch mal deutlich machen, es liegt ja nicht in meiner Macht, es liegt überhaupt in der Macht keines Menschen aus Deutschland, wie viele zu uns kommen.“

07.11.2015 Die American Herald Tribune schreibt, dass es ein Fakt sei, dass Katar eine Flüssiggaspipeline durch Syrien bauen will: Alleged human rights violations from Syrian government are unproven, but a Qatari effort to build a LNG pipeline through Syria that Bashar al Assad blocked is an absolute fact. (…) According to the 2010Pipelines International article, „Pipelines projects in the Middle East“, „Turkey is in negotiations to discuss the development of the Qatar – Turkey pipeline. The pipeline would run from Doha to Istanbul, a distance of approximately 2,500 km. The pipeline would carry Qatari gas to the Mediterranean Sea, crossing Saudi Arabia, Jordan and Syria, and may link to the proposed Nabucco gas pipeline. “ [WICHTIGE INFO DAZU: Um den europäischen Gasmarkt zu beliefern, sind nur Pipelines von einer Länge bis zu 2500 km wirtschaftlich, alles darüber ist unwirtschaftlich. Außerdem ist es natürlich wirtschaftlicher, Gas über Pipelines zu schicken als Schiffe damit zu beladen und alle Häfen mit besonderen Sicherheitsterminals auszustatten. Trotzdem muss man beachten, dass manche EU Länder solche Terminals planen. In Belgien wurde schon eins gebaut. Als nächstes wollen Polen und die Baltischen Staaten nachziehen. Auch in Deutschland gibt es erste Pläne für LNG-Terminals. Frau Merkel überlegt, ob sie das staatlich fördern will. Die Grünen fordern Diesel-Verbot. Merkel will evt. dem Syrienkrieg Wind aus den Segeln nehmen, indem sie die Katar-Pipeline durch verstärkte katarische Flüssiggasimporte überflüssig macht . Die Zeitung Welt hatte erst vor Kurzem einen großen Artikel mit dem LGN stark beworben wurde als Ersatztechnologie für Diesel. Heißt konkret, es müssten bei uns alle LKWs, Busse usw. noch umgestellt werden (Profite), obwohl für 2040 ein Ausstieg aus fossilen Brennstoffen geplant ist] http://ahtribune.com/world/north-africa-south-west-asia/87-qatar-turkey-pipeline-cause-us-aggression-syria.html 

30.11.bis 12.12.2015 Klimagipfel Paris https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Paris_2015

12/2015 Immer mehr Leute vermuten, dass der Bürgerkrieg eigentlich ein Gaskrieg ist http://www.news.com.au/world/middle-east/is-the-fight-over-a-gas-pipeline-fuelling-the-worlds-bloodiest-conflict/news-story/74efcba9554c10bd35e280b63a9afb74

28.12.2015 Die Zeitung Welt wirbt für die Umstellung von Diesel auf LNG trotz beschlossener Dekarbonisierung: Diesel ist in Verruf geraten, nicht zuletzt durch die VW-Affäre. Weniger bekannt ist: Es gibt eine neue Alternative zum Problem-Sprit. Lastwagen und Schiffe werden weltweit umgerüstet. Bald auch Pkw? (…) Gerade abgelegene Länder wie Katar und Abu Dhabi rechneten sich schnell aus, dass ab einer Transportstrecke von 2500 Kilometern der Gastransport per LNG-Tankschiff billiger war als der Bau von Pipelines. Rund 40 Jahre lang wurde Erdgasverflüssigung nur zu Transportzwecken oder zur Speicherung genutzt – bis Motorenbauer vor wenigen Jahren entdeckten, dass man die eiskalte, farblose Flüssigkeit auch direkt als Kraftstoff in die Tanks von Gas-Ottomotoren pumpen konnte. Zwar ist gekühltes Erdgas ein fossiler Energieträger. Doch die Umweltbilanz fällt so gut aus, dass Branchenexperten glauben, dass der Brennstoff auch nach den Beschlüssen der Weltklimakonferenz von Paris sein Potenzial noch voll entfalten kann: „Erdgas und Dekarbonisierung sind kein Widerspruch“, sagt Timm Kehler, Geschäftsführer der Berliner Agentur „Zukunft Erdgas“. „Denn nur mit Erdgas ist bezahlbarer Klimaschutz möglich.“ (…) Im Schwerlastverkehr auf langen Strecken gebe es bislang keine Alternative zu Diesel, sagt Kehler: „Mit LNG ändern wir das.“ https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article150367273/Der-Supersprit-der-Diesel-ueberfluessig-macht.html

31.12.2016 Tausende arabische Männer greifen Frauen in der Silvsternacht am Kölner Dom an, die Polizei lässt sie gewähren http://www.aliceschwarzer.de/artikel/schwarzer-die-wahrheit-der-silvesternacht-333639

18.2.2016 Gaskrieg http://www.zvw.de/inhalt.rundschlag-syrien-es-geht-um-gas-und-pipelines.62e8362b-d991-403d-9bf2-0d3adbdd8e1f.html

02.04.2016 IS wird NICHT durch Öl finanziert http://www.huffingtonpost.com/luay-al-khatteeb/is-oil-really-financing-i_b_9157506.html

26.04.2016 Die erste LNG-Gaslieferung aus den USA nach Europa fand am 26. April statt. Ein US-Tanker transportierte das LNG-Gas an den südportugiesischen Hafen Sines. Das Gas wurde vom portugiesischen Energie-Konzern Galp Energia gekauft.

26.04.2016 Brunsbüttel will LNG-Terminal: Das verflüssigte Erdgas ist zwar ein fossiler Energieträger, verursacht aber deutlich weniger Schadstoffe als Kohle oder Öl. Das in Deutschland verbrauchte Erdgas wird gegenwärtig zu 40 Prozent aus Russland geliefert. Mittelfristig könnte der Anteil Russlands auf 60 Prozent steigen. „Es gibt bei der Bundesregierung leider kein LNG-Szenario, sondern nur eines für Northstream II, eine weitere Pipeline durch die Ostsee“, sagte Kurt-Christoph von Knobelsdorff aus dem Kieler Wirtschaftsministerium. Man solle zumindest beide Varianten zur Versorgung Deutschlands berechnen. Die Brunsbütteler Häfen bemühen sich bereits seit Jahren um den Aufbau einer LNG-Infrastruktur. „Wir hatten angenommen, dass die strengeren Umweltrichtlinien auf Nord- und Ostsee zu einer höheren Nachfrage für LNG als Schiffstreibstoff führen würde“, sagte Geschäftsführer Frank Schnabel. Wegen der stark gefallenen Ölpreise hätten sich jedoch viele Reedereien für andere Lösungen entschieden. Auch auf anderen Anwendungsfeldern, etwa als Treibstoff im Lkw-Fernverkehr oder zur Energieversorgung von Industriebetrieben, habe sich LNG bislang kam durchgesetzt, weil das Öl und damit auch Benzin und Diesel sehr günstig geworden seien. (…) „Deutschland hat erheblichen Nachholbedarf“, sagte Brackmann. In Europa gebe es bereits 20 Importterminals für LNG, allein vier in Frankreich.Schnabel möchte in Brunsbüttel ein Terminal bauen, an dem einmal pro Woche ein Tanker aus Katar anlegt und 170 000 Kubikmeter LNG entlädt. Das würde genutzt, um Teile der Brunsbütteler Industrie zu versorgen ebenso wie Schiffe.  https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article154744290/Brunsbuettel-ringt-um-LNG-Terminal.html

26.04.2016 In Deutschland ist LNG – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern – bisher kaum verbreitet. (…) „Es ist leider so, dass in anderen europäischen Ländern LNG schon viel stärker genutzt wird als hier. Bei uns hat man eben sehr stark auf das Thema Pipeline-Gas gesetzt.“ (…)  40 Prozent seines Erdgases bezieht Deutschland aus Russland. In Zukunft werde es noch mehr werden, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann auf einer Veranstaltung in >Brunsbüttel: „Auch deswegen ist es für Deutschland insgesamt von herausragender Bedeutung, dass wir hier zu einer größeren Unabhängigkeit kommen.“ Die Fördermittel für LNG-Projekte seien deshalb aufgestockt worden, so Brackmann, der Mitglied im Bundestags-Haushaltsausschuss ist. Flüssiggas mache Deutschland vom russischen Pipeline-Gas unabhängiger, weil Flüssiggas auch von weiter weg, zum Beispiel aus Katar, per Schiff importiert werden kann. Katar ist ein großer Gaslieferant, aber es gibt inzwischen etwa 20 bis 30 Lieferländer weltweit. In Asien, sogar in Afrika gibt es Hersteller, die LNG herstellen, die also Gas verflüssigen und transportabel machen“, sagt Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports. (…) Deutschland hat bisher jedoch noch kein eigenes Import-Terminal. Das Flüssiggas kommt über Umwege mit dem Lkw aus Rotterdam. Schnabel wünscht sich deshalb ein Import-Terminal in Brunsbüttel. Der Bau würde 300 bis 400 Millionen Euro kosten. „Mein Zeithorizont liegt momentan bei fünf Jahren. In fünf Jahren wird sich LNG durchgesetzt haben.“ In der Schifffahrt, bei Industriekunden und als Kraftstoff für Lkw. http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Setzt-sich-Fluessig-Erdgas-in-Deutschland-durch,fluessiggas120.html

12.05.2016 Mit ihrer ersten Flüssiggaslieferung nach Europa leiten die USA ein neues Kapitel im Kampf um den Gasmarkt ein. Doch Russen und Norweger wollen sich nicht geschlagen geben – mit Folgen für den Preis. Ende April erreichte zum ersten Mal ein Tanker mit Flüssiggas (LNG) aus dem Sabine-Pass-Terminal im US-amerikanischen Bundesstaat Texas den portugiesischen Hafen Sines. Es war erst der sechste Tanker überhaupt in der US-Exportgeschichte. Zwei Monate zuvor war der erste Tanker gen Brasilien aufgebrochen. Die Lieferung nach Portugal, die Insider erst viel später erwartet hatten, könnte den Preisverfall auf dem europäischen Gasmarkt nun weiter beschleunigen. Experten vermuten, dass die USA mit der Aufnahme der Exporte vor allem Russland als Europas größten Gaslieferanten in Bedrängnis bringen wollen. (…) Die Folge: Der russische Gasmonopolist Gazprom fürchtet nun, dass die eigenen Marktanteile in Europa fallen. Das Szenario ist für die russische Gasindustrie nicht neu. Bereits Mitte 2014 hatte Alexandr Schochin, Chef des russischen Industrieverbandes, im Interview mit der „Welt“ gesagt, es sei zu „verhindern, dass Amerika oder andere Anbieter die russische Nische in Europas Gas- und Ölmarkt einnehmen“. Die Europäer könnten, auch motiviert durch den Ukraine-Konflikt, versuchen, die Energieabhängigkeit von Russland weiter und schneller zu reduzieren. So hatte man nun die erste US-Gaslieferung nach Europa besonders genau beobachtet – auch medial. (…) Dieser Wettkampf um den europäischen Markt führt nun zwangsläufig auch zu fallenden Preisen. Russisches Gas, das vielfach mit einer Verzögerung von sechs bis neun Monaten an den Ölpreis gekoppelt ist, kostete im März 147,2 Dollar je 1000 Kubikmeter – 56 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das ist ein zehnjähriger Tiefpunkt, wie aus den Daten des russischen Wirtschaftsministeriums hervorgeht. (…) Was momentan auf Europas Gasmarkt stattfinde, trage Anzeichen von einem erbitterten Wett- und Preiskampf zwischen Gazprom und Norwegen, bestätigen Analysten der Bank Société Générale: Die zwei größten Player schwemmten den Markt mit Gas und trieben den Börsenpreis in die Tiefe – genau wie es Saudi-Arabien analog auf dem Ölmarkt seit einiger Zeit mache. Gleichzeitig soll die Konkurrenz aus Katar, dem weltweit größten LNG-Exporteur, klein gehalten werden. Dass die USA nun auch Gastanker nach Europa schicken, vereinfacht die Lage nicht.  (…) Mehrere Flüssiggas-Terminals hat man dafür im Laufe der Jahre errichtet – sogar mehr als nötig. Ihre Kapazität beträgt heute europaweit über 200 Milliarden Kubikmeter. Aktuell wird davon etwa ein Viertel genutzt. (…) Denn bald könnte auch Australien zum großen LNG-Exporteur werden. Und auch in Kanada und Ostafrika entstehen beträchtliche Exportkapazitäten. Australien habe die Nase vorn und „ist auf dem Weg, bis 2020 Katar als weltweit größten LNG-Exporteur abzulösen“, schreibt die IEA in einer Analyse. All das hat zumindest auch indirekte Auswirkungen auf Europa, meint Walter Boltz: „In Summe wird es für alle enger.“ (…) Der Energieriese Gazprom hat zwischen 2009 und 2015 schon 65-mal Lieferverträge mit 30 Abnehmern in Europa revidiert, um seinen Kunden entgegenzukommen https://www.welt.de/wirtschaft/article155249235/Das-Schiff-das-ein-neues-Gas-Zeitalter-einlaeutet.html

21.06.2016 Dekarbonisierung: Was der politisch verordnete Tod des Verbrennungsmotors innerhalb der nächsten zehn Jahre für die deutsche Automobilindustrie, ihre Wettbewerbsposition, ihre Arbeitsplätze und ihre Standortpolitik bedeuten würde, darüber lässt sich die Studie nicht weiter aus. Denn es gibt noch andere wichtige Baustellen, etwa im Immobilienbereich: „Da bei Heizungssystemen von Produktzyklen von bis zu 20 Jahren ausgegangen werden muss, ist ein Verbot des Einbaus neuer Öl- und Gasheizungen sowie KWK-Anlagen ab dem Jahr 2020 erforderlich, um eine vollständige Dekarbonisierung im Jahr 2040 zu erreichen“, heißt es in der Studie wörtlich. https://www.welt.de/wirtschaft/article156381085/Die-absurden-Auswuechse-des-Klimaschutzes.html

10.07.2016 Am 10. Juli wurde die erste LNG-Lieferung am finnischen Hafen Pori an. In den kommenden Tagen soll ein US-amerikanischer LNG-Tanker am Reganosa-Terminal im spanischen Ferrol ankommen. Die erste LNG-Gaslieferung aus den USA nach Europa fand am 26. April statt. Ein US-Tanker transportierte das LNG-Gas an den südportugiesischen Hafen Sines. Das Gas wurde vom portugiesischen Energie-Konzern Galp Energia gekauft. Die Ratingagentur Fitch berichtet, dass sich der Konkurrenzkampf um den europäischen Gasmarkt verstärken wird. Als Folge davon könnte der russische Energie-Riese Gazprom seine Anteile am Markt mittelfristig einbüßen. Gazprom sei ein traditioneller Gaslieferant Europas und stehe aufgrund des LNG-Gasmarkts in Europa unter Druck, zitiert die Nachrichtenagentur Tass Fitch. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/14/konkurrenz-fuer-russland-usa-und-katar-liefern-fluessig-gas-nach-frankreich/

14.07.2016 Am vergangenen Freitag kam erstmals ein Tanker mit LNG-Flüssiggas am Terminal im französischen Dünkirchen an. Der Tanker „Madrid Spirit“ hatte 135.000 Kubikmeter an LNG-Gas aus Nigeria nach Frankreich transportiert. Das neue Terminal in Dünkirchen, das von einem EDF-Konsortium betrieben wird, hat über eine Milliarde gekostet und verfügt über eine Regasifizierungs-Kapazität von 13 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, berichtet Natural Gas Europe. Das Terminal soll künftig vor allem eine Destination von LNG-Gas aus den USA und aus Katar sein. Der Energiekonzern Total, der in Nigeria und Katar aktiv ist, ist ein Equity Partner des Terminals in Dünkirchen. Frankreich verfügt über drei weitere Terminale, die in Montoir an der nördlichen Atlantikküste und in Fos – in der Nähe von Marseille – liegen.  http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/14/konkurrenz-fuer-russland-usa-und-katar-liefern-fluessig-gas-nach-frankreich/

01.08.2016 Die USA sprechen sich gegen Nord Stream 2 aus und bewerben LNG-Häfen: Amos Hochstein is US Special Envoy for International Energy Affairs:  I am the Secretary of State’s Special Envoy for International Energy Affairs. I look at wherever energy intersects with foreign policy, national security, economic security. It could mean anything from denying ISIL the ability to profit from oil in Syria to energy sanctions on Russia or Iran, to helping developing countries reach their targets in renewable energy. And it could also mean how we look at energy security in Europe. And how we look at what could bring about the kind of change in Europe that will allow countries not to be dependent on one supplier and diversify their portfolio. My presentation was about the fact that the world of energy has changed fundamentally and really transformed over the last five, seven years. Now, about the concept of LNG.  If you build a pipeline for billions of dollars between a producer of gas and a consumer, you are not going to buy it from anybody else. Because you don’t have any other infrastructure. You also paid an enormous amount of money for this pipeline, so you have to use it. So, you have no flexibility. You are stuck. LNG came and changed the game. If you build an LNG terminal, you can buy it from anybody who sells LNG. You can negotiate the price. But then another revolution happened. Just in the last four, five years. Instead of building an LNG terminal on your shore that could cost a couple of billions of dollars you can have a floating, storage and regasification unit (FSRU). It only costs a couple of hundred millions of dollars. And this year, companies will say to a country, “We will give you the boat for free, if you agree to buy the gas for five years.” Traders take the LNG and they sell it anywhere in the world. You have to look at not only where the prices are. Also the distances and transportation time cost a lot of money. So, how many days does it take to get to Asia or Europe? The first 12 or 13 cargoes the United States sold went to Brazil, Argentina, Chile, Dubai, Kuwait, Portugal and India. It went far more to Europe, the Middle East and South America, than to China, Japan or Korea. Why is more LNG not going to Europe? That is the question people should ask. It has nothing to do with price. Europe is not united. It has a set-up that doesn’t make a lot of sense. Europe’s problem is that it has plenty of LNG terminals and they are all in the wrong places. You have LNG terminals in Spain and Portugal. But gas cannot make it. There is no pipeline to take gas from Spain into the rest of Europe, from France onwards. There are a couple of LNG terminals in Italy and they work. But in Eastern and Central Europe there are none. Poland has just opened one. They will have plenty of gas coming. And Lithuania. The United States helped Lithuania get LNG, because they were an energy island. They were 100% dependent on Gazprom. Before the LNG ever arrived, just by signing the contract, they were able to renegotiate their contract with Gazprom and lower their price by 20 – 30%. What I advocated in the meeting of energy ministers and why I am going to Greece tomorrow is to put a floating LNG terminal in Greece. Near the border with Bulgaria. To allow LNG to enter into Bulgaria and from there to Romania and Serbia. And to put another floating terminal in Krk Island in Croatia that would supply gas to Hungary, Slovenia and Ukraine. If you just do those things and invest in infrastructure, you won’t free yourself from Russian gas but you don’t need to. There is nothing wrong with Russian gas. But it should not be the only game in town. Russian gas is OK. If it plays by the game, not trying to mess with the game. They have enormous amounts of gas and there is no reason why European consumers shouldn’t have access to it. But there is also no reason, why European consumers shouldn’t be able to get a better price. By competing with Gazprom. So, I believe LNG will arrive in Europe. As soon as the infrastructure is there. And that’s what I am urging and working very hard to try to achieve. (…) There is a role to play for the EU as the governing body. Our relationships with several of the member states are very strong, historic. We also are an energy country. We have companies that I can talk to and understand how we can create the conditions to allow for private sector investment. I cannot tell an American company who to sell gas to. (…) The licences we have given to export are over a 100 billion cubic metres. That is an enormous amount. The total yearly demand of all of Europe is about 400 billion cubic metres. After years of approving the licences, the construction is starting to become complete. This year, we have started exporting from the first terminal in Louisiana 13 cargoes. And by 2020, we will be the second largest exporter in the world. The only thing that stops American LNG from reaching Europe is that European terminals need to buy it. There is no problem with availability, licensing or regulations. The proximity, location and availability will allow American gas to reach Europe. And it already has. The location of the LNG terminals has stopped the gas from coming. And the fact that there are prior contracts that have to be satisfied. (…)  You have half of Europe with an integrated and free gas market. And you have a half of Europe that was – as a result of the Cold War – connected by pipeline to Russia. You have an uneven energy picture in Europe. With Nord Stream 2 and South Stream, you are condemning Eastern and Central Europe to another 30 – 50 years of dependency on one supplier. Look at the price differential today, what people are paying in Bulgaria or Hungary compared to Germany. (…) Germany is a close friend and a close ally of the United States. (…) You created the position of the Vice-President of the European Commission for the Energy Union. And then you do this project?

08.08.2016 Hafen Ras Laffan in Katar. Von hier aus stechen sie in See. Riesige Tanker, speziell konzipiert für den Transport von Flüssiggas, auch LNG genannt. Mit diesem gigantischen dickbauchigen Tanker können mehr als 125.000 Kubikmeter flüssiges Gas transportiert werden. Eine solche Ladung reicht, um über 300.000 Haushalte ein Jahr lang mit Erdgas zu versorgen. Die Seeriesen werden vollautomatisch befüllt – ferngesteuert von einer zentralen Leitwarte. Hightech-Isolierungen in den Tanks sorgen für eine konstante Temperatur. Schließlich soll während des Transportes möglichst wenig von der kostbaren Ladung verdampfen. Die Schiffe: So lang wie drei Fußballfelder, transportieren einen Großteil dessen, was die Welt an Energie verbraucht. (…) Zeebrügge, Belgien. Einer der wichtigsten Häfen für LNG-Tanker in Europa. (…) Im März 2007 kam hier die erste Ladung LNG aus Katar an. Zeebrügge will ein zentraler Knotenpunkt für die Gas-Ströme in Nord-West-Europa werden. Dafür wurden hier riesige Erdgasspeicher gebaut. Und auch in das Fernleitungsnetz, vor allem nach Frankreich, wird kräftig investiert. http://www.focus.de/wissen/videos/transport-von-erdgas-energie-fuer-die-welt-transportiert-im-supertanker_id_5785603.html

01.10.2016 Gaskrieg Syrien / Katar http://www.ansamed.info/ansamed/en/news/nations/turkey/2012/10/01/Syria-new-markets-Qatari-gas-Al-Assad-analyst_7560833.html

10.10.2016 Australien wird als größter LNG Exporteur prognostiziert, was aber dem Staatshaushalt nichts bringt. NGOs fragen bereits, warum man dann überhaupt Australiens Rohstoffe exportiert: Australia is set to become the world’s largest exporter of LNG by 2021, overtaking Qatar in the Persian Gulf. But that year, when both countries are each forecast to export roughly 100bn cubic metres of LNG, Australia’s government is expected to receive just $800m in PRRT revenues, while Qatar’s government is expected to receive $26.6bn in royalties. According to the Treasury, in 2005 the government collected $1.9bn in PRRT and last year that figure fell to $1.4bn. But it is estimated to fall again – to just $800m – when Australia becomes the world’s dominant LNG exporter by 2021. Ward compared the revenues of Australia’s PRRT with Qatar’s LNG royalties for the International Transport Workers’ Federation. He used forecasts by the International Monetary Fund and Qatar government data. He says Qatar either takes a stake in an LNG project or it charges a flat royalty rate on production. A letter cosigned by 21 union and left-leaning organisations, including the Australian Council of Social Service, the ACTU, Greenpeace, the Australia Institute, ActionAid, GetUp and the Uniting church has been sent to Malcolm Turnbull and Scott Morrison calling for a parliamentary inquiry into the PRRT. “The undersigned organisations have major concerns about forecasts of declining or stagnant government revenue from the PRRT coinciding with Australia becoming the world’s largest exporter of LNG,” the letter says. “LNG will soon compete with iron ore to become Australia’s largest export. However, various analyses show that the primary resource tax on this export, the PRRT, will not collect any new revenue for decades to come. “The PRRT system, based on voluntary compliance and self-reporting [by gas companies], operates with limited transparency and inadequate oversight. Australians need greater public confidence that they will benefit fairly from the exploitation of our natural resources.” In 2010 the Henry tax review warned the PRRT “fails to collect an appropriate and constant share of resource rents from successful projects due to uplift rates that overcompensate successful investors for the deferral of PRRT deductions”. https://www.theguardian.com/australia-news/2016/oct/11/fears-australia-losing-billions-in-liquefied-natural-gas-tax-sparks-calls-for-inquiry

17.10.2016 Explosion bei BASF in Ludwigshafen

17.10.2016 Norbert Röttgen fordert Stopp von Ostseepipeline: Mit der Pipeline Nord Stream 2 will Russland die EU direkt mit Gas beliefern. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hält das Projekt für energie- und außenpolitisch falsch. „Polen, Balten und Ukrainer sehen durch dieses Pipelineprojekt ihre Sicherheit bedroht. Die Bundesregierung sollte diese Sorgen anerkennen.“

18.10.2016 Stuttgarter Zeitung bringt Zusammenhang mit Terror: Das Unglück zeigt, wie verwundbar urbane Räume sind, wo Produktionsanlagen in direkter Nähe zu Wohngebieten stehen. Im Zeitalter des Terrors ist es deshalb zwingend, dass Großbetriebe ihre Sicherheitskonzepte noch einmal überprüfen. Für die BASF gilt das ganz besonders, denn offensichtlich hat der Weltkonzern Probleme, auch kleinere Zwischenfälle in den Griff zu bekommen. Die haben sich zuletzt auffällig gehäuft. Die Unternehmensspitze muss sich fragen lassen, ob Sparmaßnahmen auf Kosten der Sicherheit gingen. http://www.presseportal.de/pm/48503/3459685

18.10.2016CDU will zweite Ostseepipline stoppenhttp://www.zeit.de/politik/2016-10/nord-stream-2-gaspipeline-norbert-roettgen-fordert-stopp-russland

18.10.2016 Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen fordert den Verzicht auf den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland. „Die Bundesregierung sollte abrücken von ihrer Position, wonach Nord Stream 2 ein rein geschäftliches und nicht politisches Projekt sei“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland nach Vorabbericht vom Montag. Polen, Balten und Ukrainer sähen durch das Pipeline-Projekt ihre Sicherheit bedroht. „Das Projekt ist energie- und außenpolitisch falsch – es widerspricht allem, was die EU an gemeinsamen Grundsätzen in der Energie- und Außenpolitik verabredet hat„, erklärte Röttgen. (…) Bereits im Sommer hatte Polens Ministerpräsidentin Beata Szydlo gewarnt, das Projekt werde Europa spalten. Zu dem Nord Stream 2-Konsortium gehören auch BASF/Wintershall und E.ON. Der Pipelinebauer Nord Stream 2 treibt unbeeindruckt von der politisch angespannten Großwetterlage zwischen Russland und der EU den Bau einer zweiten Trasse für russisches Erdgas durch die Ostsee voran. Ende Oktober werden die ersten Stahlrohre nach Sassnitz auf die Insel Rügen transportiert, wo sie mit Beton ummantelt und für die Verlegung vorbereitet werden sollen, wie ein Sprecher sagte. „Die Nord Stream 2 AG geht weiterhin davon aus, beide Stränge der Pipeline Ende 2019 in Betrieb zu nehmen.“ Bereits im September hatte das Tochterunternehmen des russischen Staatskonzerns Gazprom Rohre für die Betonummantelung und spätere Verlegung an die finnische Küste liefern lassen.
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/deutsch-russisches-projekt-cdu-politiker-will-auf-gaspipeline-verzichten/14702104.html

20.10.2016 EU-Staaten drohen Assad-Unterstützern mit Sanktionen (für den Gaskrieg bedeutet dies: Drohung geht an die Adresse der Gasanbieter Russland und Iran und fördert damit indirekt den Absatz von LNG aus Katar) http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-10/eu-gipfel-bruessel-assad-unterstuetzer-sanktionen-drohung

20.10.2016 Technische Einwände scheinen keine Rolle mehr zu spielen, etwa die Versorgung mit Strom, wenn allein in Deutschland 40 Millionen Autos mit Sonne und Wind, aber ohne den Saft transportierende Trassen betankt werden sollen. 500 Kilometer Reichweite und Aufladen in zwanzig Minuten bekommen wir bald hin, versprechen die aus der Defensive argumentierenden Autohersteller. Es müsste halt noch der Preis sinken, selbst der fortgeschrittenste E-Werker von Opel wird 35 000 Euro kosten. Die Industrie stehe vor der undankbaren Aufgabe, lange parallel Verbrennungsmotoren, Elektroantriebe und Hybride anbieten zu müssen. Und sie steht davor, diesen Wandel, der Zehntausende Arbeitsplätze bedroht oder verändert, mit der Politik so zu steuern, dass kein Zusammenbruch provoziert wird. Auch nicht durch leichtfertiges Gerede und das Setzen gegriffener Daten. Einen guten Benziner oder Diesel zu bauen, sparsam, umweltschonend und mit Charakter, ist schwierig. Ein Elektromotor samt Batterien ist noch viel teurer, im Vergleich aber keine Kunst. In 130 Jahren haben sich die Motorenbauer ein Fachwissen angeeignet, das als höchste Eintrittsbarriere für neue Marktteilnehmer gilt. So wie es derzeit aussieht: galt. Koste es, was es wolle. http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/elektromobilitaet-kolbenfresser-14483991.html

21.10.2016 Neue Röhren für den Gastransport Von Marie-Thérèse Nercessian | Stand: 01:05 Uhr | Super-Pipelines sollen die Versorgung Europas sicherstellen https://www.welt.de/print/die_welt/article158933943/Neue-Roehren-fuer-den-Gastransport.html + 3 Werbeartikel Erdgas auch von 1.05 Uhr, siehe pdf-Dateien: erdgas-werbung-welt-1, erdgas-werbung-welt-2, erdgas-werbung-welt-3, erdgas-werbung-welt-4

21.10.2016 Türkei greift in Syrien massiv Kurden an – Im irakischen Tikrit führt der „Islamische Staat“ einen Entlastungsangriff, türkische Erdogan-Unterstützer rufen dazu auf, Milizen zu gründen und nach Mosul zu ziehen http://www.heise.de/tp/artikel/49/49764/1.html

21.10.2016 IS Attentat auf Kraftwerk in Kirkuk http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/19-tote-bei-terrorangriff-auf-kraftwerk-im-norden-des-iraks-14491353.html

21.10.2016 Unterdessen nannte die Staatsanwaltschaft weitere Details zum mutmaßlichen Unfallhergang. Eine Fremdfirma sollte ein Teil an einer Rohrleitung austauschen, wie Sprecher Hubert Ströber am Freitag in Frankenthal sagte. Er nahm dabei Bezug auf Aussagen eines Firmenmitarbeiters. „Dieses Rohr soll ohne Inhalt gewesen sein“, so Ströber. Darüber habe es eine schriftliche Bestätigung der BASF gegeben, die Arbeiter hätten sich auch mit einer Probebohrung davon überzeugt, dass sich keine Restprodukte in dem Rohr befunden hätten. Dann sei das Rohr durchtrennt worden. Ob anschließend dieses oder ein anderes Rohr explodiert sei, könne nicht gesagt werden. Fest steht: „Es kam zu einer Explosion, und einer der Arbeiter wurde von Feuer erfasst“, sagte Ströber. Nun müsse weitergeforscht werden, wie dies habe passieren können. Um was für eine Leitung es sich gehandelt habe und wo diese genaue liege, habe der Mitarbeiter nicht eindeutig beschrieben. http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/staatsanwaltschaft-nennt-neue-details-fremdfirma-arbeitete-an-basf-rohrleitung/-/id=1682/did=18352208/nid=1682/1qk2v1r/

24.10.2016 In der EU sind neue, direkte Russland-Sanktionen aktuell nicht durchzusetzen. Dies wurde auf dem EU-Gipfel deutlich. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte am Sonntag in der ARD, dass neue Sanktionen gegen Russland kontraproduktiv wären. Was in der Ukraine funktioniert habe, müsse in Syrien nicht zwangsläufig die richtige Lösung sein. Man brauche Russland, um zu einem Frieden in Syrien zu kommen. Daher richtet sich der Blick derer, die eine Bestrafung Russlands für seinen militärischen Einsatz in Syrien für geboten halten, auf das Pipeline-Projekt Nord Stream 2. (…) Nachdem Anfang Oktober bekannt wurde, dass Gerhard Schröder Verwaltungschef bei Nord Stream 2 wird, äußerten vor allem die Grünen kritisch. (…) Im September 2015 haben Gazprom, BASF SE/Wintershall, E.ON SE, ENGIE, OMV und Royal Dutch Shell in Moskau einen Gesellschaftervertrag zum Bau von Nord Stream 2 unterzeichnet. Gazprom ist mit 51 Prozent an der Projektgesellschaft beteiligt. E.ON, Shell, OMV und BASF/Wintershall sind mit jeweils zehn Prozent und ENGIE mit neun Prozent beteiligt. Im Rahmen von Nord Stream 2 sollen zwei Pipelines von Russland nach Deutschland gebaut werden.   http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/10/24/russland-und-deutschland-muessen-um-pipeline-nord-stream-2-bangen/

27.10.2016 Margret Suckale, Mitglied des Vorstands, gab weitere Details zum Hergang des Unfalls bekannt. In dem Rohrgraben am Hafenbecken Nord hätten sich insgesamt 38 parallel verlaufende Leitungen befunden. An einer leeren Propylen-Leitung hätten schon seit vier Tagen Wartungsarbeiten stattgefunden. In einem direkt daneben verlaufenden befüllten Rohr hat die Staatsanwaltschaft nun aber einen Schnitt gefunden, der von einem Winkelschleifer herrührt. Das darin befindliche Buten-Gemisch hat sich vermutlich entzündet, etwa sechs Minuten später explodierte, vielleicht durch Erhitzung, eine benachbarte Fernleitung mit Ethylen. Alle gefüllten Leitungen seien entsprechend den Sicherheitsvorschriften sehr deutlich gekennzeichnet gewesen, so Kurt Bock. Bei der Explosion war die Feuerwehr bereits etwa drei Minuten vor Ort; es starben zwei Feuerwehrmänner und ein Matrose. Ob es fahrlässig gewesen sei, die Feuerwehr hinzuschicken? Dies sei er bei einer Betriebsversammlung auch gefragt worden, räumte Bock ein. Aber die BASF-Werksfeuerwehr sei die womöglich am besten ausgebildete Feuerwehr in Deutschland, und die Männer hätten sich an die Ablaufpläne gehalten. Die Kritik mancher Fraktionen im Ludwigshafener Gemeinderat, dass die BASF aus Kostengründen zu viele Fremdfirmen mit zu geringer Qualifikation beschäftige, wies Margret Suckale zurück. Jede Firma müsse umfangreiche Nachweise vorlegen, bevor sie einen Auftrag erhalte; und auch dann werde erst durch kleinere Arbeiten geprüft, ob sie sich bewähre. Im konkreten Fall handle es sich um eine Fremdfirma, die seit 25 Jahren für die BASF tätig sei; auch die betroffenen Arbeiter würden schon seit sieben beziehungsweise zehn Jahren Arbeiten im Werk ausführen. „Es gibt für uns keinen Zweifel an der Professionalität dieser Firma“, so Suckale. Derzeit beschäftigt BASF laut eigenen Angaben 400 Fachfirmen mit 8000 Mitarbeitern in Ludwigshafen. Eigene Mitarbeiter hat BASF im Stammwerk in Ludwigshafen rund 34 000.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.toedlicher-chemieunfall-basf-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe.d1605484-8716-4c6e-8dc0-34b76e6b44d2.html

Advertisements