1. Juni 2017

Auf die Prügelei zwischen jungen Kurden und Türken in Brambauer am Montagabend folgte am frühen Dienstagabend ein weiterer Polizeieinsatz in dem nördlichen Lüner Stadtteil. Die Dortmunder Polizei, die (anders als nach der Schlägerei am Montag) diesmal aus eigener Initiative von dem Vorfall berichtet, schildert, dass die Einsatzkräfte um kurz vor 18 Uhr zur Waltroper Straße gerufen worden seien. Eine größere Personengruppe (20 bis 30 Personen) sei dort vor einem Geschäft aneinandergeraten und prügele sich.

„Beim Eintreffen mehrerer Streifenwagen vor Ort konnten weder eine Schlägerei noch irgendwelche Konfliktparteien auf der Straße festgestellt werden“, heißt es heute (Donnerstag) im Polizeibericht dazu. Nach ersten Ermittlungen vor Ort stellte sich heraus, dass ein Passant und ein Autofahrer wegen dessen Parkverhaltens in Streit geraten waren.

Im Laufe des Streites soll der Autofahrer dann auf den Passanten eingeschlagen haben und ihn mit einem Messer bedroht haben. „Da der Autofahrer einer anderen Volksgruppe zugehörig war als der Passant, kam es zu sofortigen Solidarisierungseffekten der vor Ort befindlichen Volksgruppen“, schildert die Polizei die heraufziehende Eskalationsgefahr.

Zivilfahnder konnten im Nahbereich jedoch keine größeren Personengruppen mehr feststellen.

Den aggressiven Autofahrer konnten Einsatzkräfte im Rahmen der Nahbereichsfahndung in seinem Fahrzeug stoppen. Er war in seiner ersten Einlassung geständig. Die Beamten ließen ihm eine sogenannte „Gefährderansprache“ angedeihen. D. h. sie redeten ihm persönlich ins Gewissen mit der Aufforderung, jegliche weitere gewalttätige Aktivitäten zu unterlassen.

Verletzte konnten glücklicherweise ebenfalls nicht festgestellt werden.

Polizeikräfte behielten den Nahbereich dennoch auch im Nachgang im Auge.

http://rundblick-unna.de/erneute-auseinandersetzung-zwischen-volksgruppen-in-brambauer/

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