26.05.2017

Um gegen Kriminalität vorzugehen will die Stadt Cottbus den Alkohol verbieten.
Das Verbot betrifft den Stadthallenvorplatz, den angrenzenden Bereich sowie den Bereich rund um das Staatstheater.
Die Regelung sei zunächst unbefristet. Nach einer gewissen Zeit wolle man prüfen, ob sich die Lage entspannt.

Wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch ein Verbot. Dieser Ansicht ist man zumindest in Cottbus. Denn dort tritt am 1. Juni ein Alkoholverbot in Kraft – zumindest vorerst.

Mit dem Alkoholverbot hat die Stadt ein ganzes Maßnahmenpaket, bestehend aus einer eigenen Ermittlungsgruppe und mehr Polizeipräsenz, beschlossen. Stadtverwaltung und Polizei wollen gegen die verstärkte Kriminalität in Teilen der Cottbuser Innenstadt gemeinsam vorgehen.

Das Verbot betrifft den Stadthallenvorplatz, den angrenzenden Bereich Puschkinpark und -promenade sowie den Bereich rund um das Staatstheater, wie der Ordnungsdezernent der Stadt, Thomas Bergner, ankündigte. Die Regelung sei zunächst unbefristet. Nach einer gewissen Zeit wolle man prüfen, ob sich die Lage entspannt.

Die Polizei hat zugleich ihre Streifenkräfte in den Abend- und frühen Nachtstunden vor Ort aufgestockt, wie Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke erläuterte. Mindestens zehn Beamte zusätzlich werden eingesetzt. In einer Ermittlungsgruppe, die sich „Innenstadt“ nennt, arbeiten zudem drei Mitarbeiter, die sich ausschließlich mit den Straftaten an den Brennpunkten beschäftigen.

Laut Mörke wurden seit Jahresbeginn 35 Strafverfahren eingeleitet. Die Polizei in Cottbus wird von einer Hundertschaft der Einsatzpolizei des Landes unterstützt. Mörke betonte, dass – wenn nötig – Platzverweise und Aufenthaltsverbote ausgesprochen und Täter in Gewahrsam genommen würden.

Zudem soll es an einigen Stellen in Kürze eine Videoüberwachung geben, wie es weiter hieß. Die Stadt schickt parallel Streetworker in die Bereiche. Vor der Stadthalle soll es kein freies WLAN mehr geben, um dort die Ballung der Gruppen zu entzerren. Die Kommune habe auch im Puschkinpark einen drastischen Rückschnitt der Pflanzen veranlasst, um alle Winkel besser einsehen zu können.

An den Brennpunkten treffen mehrere Gruppen aufeinander: Trinkermilieu, Drogenszene, Jugendliche, rechte Szene und Zugewanderte. In der vergangenen Zeit kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Es gab auch Konflikte zwischen Deutschen und Ausländern, die teilweise fremdenfeindlich waren, wie es von der Polizei hieß.

Man arbeite mit dem Staatsschutz in diesen Fällen zusammen. Diese Konstellation des Zusammentreffens mehrerer Gruppen an einem Platz sei in Brandenburg einzigartig, sagte Mörke. Auch Ordnungsdezernent Bergner sagte: „So wie jetzt war es noch nie.“

Vor einer Woche hatte es zum Beispiel auf der Straße eine heftige Auseinandersetzung mit Messerstichen am Rande eines Junggesellenabschiedes mit fünf verletzten Deutschen gegeben. Tatverdächtig sind laut Staatsanwaltschaft zwei syrische Jugendliche, die angegeben hätten, selbst angegriffen worden zu sein.

Mörke betonte aber auch, dass bezogen auf die gesamte Kriminalität in der Stadt die Zahlen rückläufig sind. Von Jahresanfang bis Ende April habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 20 Prozent weniger Straftaten gegeben. Auch die politisch motivierte Kriminalität sei um 60 Prozent rückläufig gewesen. Es geht also um Brennpunkte innerhalb der Stadt.

Die Stadthalle ist einer der zentralen Punkte in Cottbus. Unweit davon liegen das Rathaus und der Altmarkt als zentraler Platz in der Stadt.

Die Polizei arbeitet noch an einem anderen Problem – dem der rechtsextremen Teile in der Fanszene von Energie Cottbus. „Die sind nach wie vor im Blickpunkt der Polizei“, sagte Mörke. Er bezog sich dabei auf die Gruppierung „Inferno“, die sich kürzlich aufgelöst haben will.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article164965802/Unbefristetes-Alkoholverbot-in-Cottbus.html


27, 2017
Um gegen die Kriminalität vorzugehen, will die Stadt Cottbus im deutschen Bundesland Brandenburg ein konsequentes Alkohol-Verbot einführen. Wie DIE WELT berichtet, soll von dieser Regelung vor allem die Innenstadt betroffen sein.

Weil keine Aussicht auf Besserung herrschte, greift die Stadt Cottbus nun rigoros durch. Ab dem 1. Juni 2017 tritt ein Alkoholverbot in Kraft – zumindest vorerst. Zusätzlich zum Verbot hat die Stadt im Bundesland Brandenburg ein umfangreiches Maßnahmenpaket, bestehend aus einer eigenen Ermittlergruppe und erhöhter Polizeipräsenz, verabschiedet.

Das Verbot soll in erster Linie den Stadthallenvorplatz, den Puschkinpark samt Promenade, als auch den Bereich um das Stadttheater und dem Ordnungsdezernent betreffen. Die Regelung soll zunächst unbefristet in Kraft treten.

Erst nach einiger Zeit wollen sich die Verantwortlichen der Stadt ansehen, ob sich die Lage in Sachen Kriminalität durch das Verbot entspannt habe.

Seit Jahresbeginn sind wegen Vorfällen in der Cottbuser Innenstadt 35 Strafverfahren eingeleitet worden. An den betroffenen Brennpunkten seien immer wieder bestimmte Konfliktgruppen aufeinander getroffen. Dazu würden laut Angaben der Polizei Zuwanderer, Drogenabhängige oder auch Alkoholiker zählen.

So soll es erst vor wenigen Wochen eine blutige Messerstecherei am Rande eines Junggesellenabschiedes gegeben haben. Dabei sind fünf Deutsche verletzt worden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut Angaben der Staatsanwaltschaft um zwei junge Syrer.

http://www.unsertirol24.com/2017/05/27/stadt-fuehrt-alkohol-verbot-ein/


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Cottbus: Syrer treiben ihr Unwesen auf dem Stadthallenvorplatz – Belästigung und Körperverletzung

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