23.05.2017

Die deutsche Bundespolizei hat Montag auf dem Salzburger Hauptbahnhof 34 Syrer nach Österreich zurückgewiesen. Sie hätten mit einem Zug nach München fahren wollen. Noch ist unklar, was mit der Gruppe weiter geschieht.

Seit vielen Monaten gibt es auch auf dem Salzburger Hauptbahnhof vorgelagerte Grenzkontrollen der deutschen Bundespolizei. Am Montag verweigerten die Beamten 34 Syrern die Weiterreise, die mit einem Zug von Salzburg in Richtung München fahren wollten.

Die Mitglieder der Gruppe hätten keine gültigen Papiere bei sich gehabt, teilen die Ermittler mit. Sie sprachen „Einreiseverweigerungen aus und leiteten Ermittlungen wegen des Verdachtes der versuchten unerlaubten Einreise ein“, heißt es in einer Aussendung der deutschen Bundespolizei. Anschließend wurde die syrische Gruppe der österreichischen Polizei überstellt.

Laut Auskunft der Polizei übernahmen Salzburger Beamte auf dem Hauptbahnhof die Zurückgewiesenen von den deutschen Kollegen und brachten sie in das Polizeianhaltezentrum in Salzburg. Dort wird geprüft, ob die Syrer bereits in einem anderen EU-Land einen Asylantrag gestellt haben. Meistens sei das nicht der Fall, berichtet eine Polizeisprecherin aus der Praxis. In der Regel würden sie dann einen Asylantrag in Österreich stellen.

http://salzburg.orf.at/news/stories/2845031/


24.05.2017

Gegen 20.30 Uhr wurde eine Polizeistreife im Stadtgebiet von Laufen zunächst auf eine vierköpfige Familie in der Tittmoninger Straße und anschließend auf weitere elf Personen in der Freilassinger Straße aufmerksam. Die Personen waren zu Fuß mit auffälligem Gepäck unterwegs. Wie sich herausstellte, handelte es sich um syrische Staatsangehörige, denen am Vortag von der Bundespolizei im Rahmen der Grenzkontrolle am Hauptbahnhof Salzburg die Einreise verweigert worden war. Nach ersten Ermittlungen dürften die Personen von Salzburg mit der Lokalbahn nach Oberndorf gereist sein und anschließend zu Fuß die Grenze nach Deutschland passiert haben.

Zuständigkeitshalber erfolgte nach der Erstaufnahme durch die PI Fahndung Traunstein eine Überstellung aller Personen an die Bundespolizei in Freilassing. Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen unerlaubter Einreise wird über den weiteren Verbleib entschieden.

http://www.berchtesgadener-anzeiger.de/home_artikel,-15-Syrer-wollten-illegal-nach-Deutschland-einreisen-_arid,335008.html


24.05.2017, 23:30

Sie gaben nicht auf: Bereits Montag wollten 34 Syrer mit einem Zug vom Salzburger Hauptbahnhof aus nach Deutschland einreisen. Prompt wurden sie zurück gewiesen. Nun versuchten es 15 der Syrer erneut. Sie gingen zu Fuß von Oberndorf aus über die historische Brücke nach Laufen die deutsche Polizei war wieder da.

Die Flüchtlinge aus dem Kriegsland Syrien sollen zum Teil über Griechenland, zum Teil über die Balkanroute bis nach Salzburg gekommen sein. Um überhaupt so weit reisen zu können, hatten einige unter ihnen auch eine Familie mit zwei Kindern falsche Papiere erworben. Die Gruppe wähnte sich am Montagabend schon am Ziel ihrer Träume, in Deutschland. Doch bevor sie den Zug nach München besteigen konnte, wurde sie von den deutschen Grenzpolizisten gestoppt, die am Salzburger Bahnhof weiterhin im Einsatz sind.

Die Beamten erkannten die teilweise gefälschten Dokumente, den Syrern wurde die Einreise untersagt.

Auf der Polizeiinspektion am Salzburger Bahnhof wurde versucht, die wahre Identität der 34 Fremden zu klären. Die Gruppe wurde schließlich ins Polizeianhaltezentrum in der Alpenstraße gebracht.

„Dort wurde den Menschen ein Fingerabdruck abgenommen. So kann man klären, ob sie schon in einem anderen EU- Land um Asyl angesucht haben“, erklärt Polizeisprecher Thomas Messner.

Die Syrer wurden dann wieder entlassen. „Sie haben ein Schreiben mitbekommen. Darin steht, dass sie sich beim Bundesamt für Asylwesen in der Münchner Bundesstraße melden sollen“, so Messner.

Doch nicht alle dürften das auch gemacht haben. Denn elf Menschen aus der Gruppe sowie die vierköpfige Familie, machten sich erneut auf den Weg zum Hauptbahnhof.

Dort stiegen sie in die Lokalbahn nach Oberndorf. Von wem sie den Tipp für diesen Weg hatten, ist unklar. Von Oberndorf aus marschierten sie schließlich zu Fuß über die Brücke nach Laufen.

Eine bayrische Polizeistreife griff zuerst die Familie, dann die elf weiteren Syrer auf. Alle wurden festgenommen und ins Erstaufnahmezentrum nach Freilassing gebracht. Sie werden nun in einer Asylunterkunft untergebracht, wie Rainer Scharf, Sprecher der Bundespolizei aus Rosenheim bestätigt.

In der Nacht zum Dienstag wurden zudem ein Afghane und seine minderjährige Tochter in einem Nachtzug aus München angehalten. Die beiden hatten griechische Asyldokumente und gefälschte japanische Pässe in ihrem Gepäck. Der Vater gab an, er habe für die Pässe 4000 € bezahlt.

Damit konnten er und seine Tochter bis nach Deutschland gelangen. Ihr Ziel war aber Linz, weil dort schon ein Familienmitglied wohnt.

http://www.krone.at/salzburg/odysee-von-syrischer-gruppe-fluechtlinge-story-571040

Advertisements