20.05.2017 – 18:46

Kassel (ots) – Am heutigen Samstagnachmittag gingen gegen 15:20 Uhr zahlreiche Anrufe über den Notruf bei der Kasseler Polizei ein, in denen die Mitteiler von einer Auseinandersetzung in einem Hinterhof an der Jägerstraße berichteten. Dabei solle eine Person verletzt worden und möglicherweise auch Schüsse gefallen sein. Bei Eintreffen der sofort dorthin entsandten Streifen trafen die Beamten auf dem Gehweg der Jägerstraße auf einen Mann mit schwersten Verletzungen, die offenbar durch den Einsatz eines Messers verursacht worden waren. Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst brachte das Opfer, ein in Kassel wohnender 38-Jähriger, mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter war vom Tatort geflüchtet. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, bei denen die eingesetzten Polizeibeamten aufgrund konkreter Zeugenhinweise zur Fluchtrichtung auch ein Gebäude in unmittelbarer Nähe an der Unteren Königsstraße durchsuchten, führten bislang nicht zur Festnahme des flüchtigen Mannes. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen sowie die Ermittlungen zum Täter dauern gegenwärtig an. Die weiteren Ermittlungen haben am Nachmittag die Beamten des für Kapitaldelikte zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo übernommen. Sie suchen nun nach Zeugen, die Hinweise zur Tat oder dem Täter geben können.

Der Hintergrund der Tat ist derzeit noch unklar. Auch die Anzahl der an der Auseinandersetzung beteiligten Personen ist momentan nicht abschließend geklärt. Zeugen hatten von mehr als einer Person berichtet, die vom Tatort geflüchtet waren. Nach den ersten Ermittlungen war das Opfer jedoch anscheinend nur von einem Mann mit dem Messer verletzt worden sein. Eine scharfe Schusswaffe war offenbar nicht zum Einsatz gekommen, nach derzeitigem Ermittlungsstand waren vermutlich Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben worden.

Zu dem mutmaßlichen Täter liegt folgende Personenbeschreibung vor:

– männlich, kräftige Statur, ca. 1,70 bis 1,75 Meter groß, etwa 30
Jahre alt, südländisches Äußeres, kurze dunkle Haare; bekleidet
mit dunkler Jacke, schwarzer Hose mit hellen Applikationen im
unteren Bereich und weißen Turnschuhen

Aufgrund der zunächst eingegangenen Hinweise auf den möglichen Aufenthaltsort des Täters sperrten die eingesetzten Beamten den Bereich um diesen Ort sowie den Tatortbereich weiträumig ab. Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um die Stern-Kreuzung und Untere Königsstraße sowie im öffentlichen Personennahverkehr.

Die Ermittler des K 11 bitten Zeugen, die Hinweise zu Tat oder Täter geben können, sich unter Tel. 0561 – 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/3640821


21.05.2017 – 09:28 Uhr

Kassel – Blutiger Angriff am Samstagnachmittag: Ein Mann verletzte sein Opfer (38) lebensgefährlich mit einem Messer am Hals, Zeugen berichten von Schüssen.

Als die Beamten eintrafen, war der Täter bereits aus dem Hinterhof in der Jägerstraße geflüchtet. Zeugen konnten zwar die Fluchtrichtung angeben, jedoch blieb die Großfahndung (zeitweise fuhren weder Busse noch Straßenbahnen in der Innenstadt) vorerst erfolglos.

Erst in der Nacht zum Sonntag stellte sich ein Tatverdächtiger. Es soll noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Schüsse stammten vermutlich aus einer Schreckschuss- oder Reizgaspistole – die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Laut HNA vermutet die Polizei einen Zusammenhang mit Bandenkriminalität. Nicht bekannt sei ebenfalls, wie viele Personen an der Auseinandersetzung nahe dem Kasseler „Stern“ beteiligt waren. 

http://www.bild.de/regional/frankfurt/polizei/kasseler-messerstecher-51839924.bild.html

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