19.05.2017 – 10:49 Uhr , aktualisiert am 19.05.2017 – 13:08 Uhr

München – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat sich ein Mann auf dem Marienplatz in der Nähe der Mariensäule selbst verbrannt. Er starb wenig später in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

Der 54-Jährige soll, so berichtet die Polizei am Freitagmorgen, gegen 3:10 Uhr auf den Marienplatz gegangen sein, sich dann mit mehreren Litern Benzin übergossen und danach selbst angezündet haben.

Das Motiv ist noch völlig unklar. Allerdings gibt es Hinweise, dass der Mann eine politische Motivation gehabt haben könnte. Der in Ostdeutschland geborene 54-Jährige lebte in Freimann und arbeitete als Sicherheitskraft. Auf seinem Pkw hatte er mit Filzstift einige politische Botschaften angebracht. Dort stand unter anderem: „Nie wieder Krieg aus Deutschland“, „Amri ist nur die Spitze des Eisbergs“ und „Nie wieder Krieg von deutschem Boden“.

Der Mann war verheiratet und ist bislang noch nie polizeilich in Erscheinung getreten. Nachdem er sich selbst entzündet hatte, löschten Passanten mit Jacken, Decke und Feuerlöscher die Flammen. Beim Eintreffen von Feuerwehr und Rettungsdienst lag der Mann schwerst verletzt auf dem Platz. Nach einer Erstversorgung wurde der Patient unverzüglich unter Begleitung des Feuerwehr-Notarztes in eine Spezialklinik gebracht. Dort verstarb er in der Nacht an den Folgen seiner großflächigen Verbrennungen.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.mitten-in-der-nacht-mann-zuendet-sich-auf-dem-marienplatz-selbst-an.5d8267c9-3787-4955-a3dd-e4eff8b9a3a3.html

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