vergewaltiger-hennef22.05.2017 – 09:42

Hennef (ots) – Nach bisherigen Ermittlungen ist es am Mittwochabend (17.05.2017) gegen 23.30 Uhr zu einem sexuellen Übergriff zum Nachteil eines minderjährigen Mädchens im Bereich des Allner Sees in Hennef gekommen. Das Opfer hatte sich nach der Tat einer Freundin anvertraut, welche die Polizei verständigte. Der Tatverdächtige, ein 26 Jahre alter Mann aus Eritrea, konnte kurz nach Alarmierung der Polizei am Hennefer Bahnhof aufgegriffen und wegen des dringenden Tatverdachts der Vergewaltigung widerstandslos festgenommen werden. In seiner anschließenden Vernehmung bestritt er die Tat. Die Geschädigte befindet sich in der Obhut ihrer Eltern und wird durch Opferschützer betreut. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat gegen den Tatverdächtigen, der sich seit Sommer 2014 in Deutschland aufhält und bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten war, einen Haftbefehl beim zuständigen Amtsgericht beantragt. Am Freitagnachmittag wurde er einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65853/3641431


Hennef (NRW) – Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am vergangenen Mittwoch ein Mädchen (17) in Hennef vergewaltigt worden. Das berichten Polizei und Staatsanwaltschaft Bonn.
Der Täter soll ein anerkannter Flüchtling (26) aus Eritrea sein.
Nach bisherigen Ermittlungen kam es gegen 23.30 Uhr zu dem sexuellen Übergriff im Bereich des Allner Sees. Das Opfer hatte sich nach der Tat einer Freundin anvertraut, die die Polizei verständigte.
Der Tatverdächtige konnte kurz nach Alarmierung am Hennefer Bahnhof aufgegriffen und widerstandslos festgenommen werden. In seiner anschließenden Vernehmung bestritt er die Tat.
Das Opfer befindet sich in der Obhut seiner Eltern und wird durch Opferschützer betreut.
Die Staatsanwaltschaft Bonn hat gegen den Eritreer, der sich seit Sommer 2014 in Deutschland aufhält und bislang strafrechtlich nicht aufgefallen war, einen Haftbefehl beim zuständigen Amtsgericht beantragt.
Am Freitagnachmittag wurde er einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

http://www.bild.de/regional/koeln/vergewaltigung/maedchen-vergewaltigt-51855762.bild.html


22.05.17, 16:17 Uhr

Es war eine laue Sommernacht. Am vergangenen Mittwoch genossen viele Menschen am Allner See die milden Temperaturen, feierten und grillten. Doch für eine minderjährige junge Frau endete der Abend mit einem traumatischen Erlebnis.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen besteht der dringende Tatvorwurf gegen einen 26 Jahre alten Mann, die Jugendliche vergewaltigt zu haben. Der Verdächtige stammt aus Eritrea und hält sich seit September 2014 in Deutschland auf.

Die Vergewaltigung passierte gegen 23.30 Uhr auf einer Schotterfläche unter der Brücke der Autobahn 560 über die Sieg nahe des Zugangs zu der Freizeitwiese an dem beliebten Gewässer.

Das Areal ist etwas abseits des Treffpunkts vieler Spaziergänger und Nachtschwärmer. Der Weg dorthin verläuft etwas tiefer, eine Mauer steht davor. Zufällig vorbeikommende Passanten haben keinen direkten Blick dorthin.

Unter dieser Brücke soll sich der Mann an dem Mädchen vergangen haben.

Das Mädchen und der 26-Jährige hatten sich offenbar zu einem Treffen verabredet. Warum aus der Begegnung dann ein derart massiver Übergriff wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Das Opfer vertraute sich nach der Tat einer Freundin an, die sich sofort an die Polizei wandte. Der mutmaßliche Täter wurde wenig später von einer Streifenwagenbesatzung am Bahnhof in Hennef aufgegriffen.

Polizisten nahmen ihn wegen des dringenden Tatverdachts der Vergewaltigung fest, er leistete keinen Widerstand. Er wurde zur Wache gebracht und in Gewahrsam genommen.

Bei den anschließenden Vernehmungen bestritt er jedoch die Tat. Er war nach seiner Einreise vor fast drei Jahren bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat gegen den jungen Mann einen Haftbefehl beim zuständigen Amtsgericht beantragt.

Am Freitagnachmittag wurde der 26-Jährige einem Richter vorgeführt, der dem Antrag folgte und die sofortige Untersuchungshaft anordnete.

Die Jugendliche, die durch das Geschehen traumatisiert wurde, ist bei ihren Eltern in Obhut. Über ihr genaues Alter macht die Polizei, um die Minderjährige zu schützen, keine weiteren Angaben.

Ausgebildete Opferschützer des zuständigen Kriminalkommissariats kümmern sich ebenfalls um sie. „Das Jugendamt betreut das Mädchen“, bestätigte Pressesprecher Dominique Müller-Grote auf Anfrage die Beteiligung der Stadt.

Die polizeilichen Befragungen seien äußerst behutsam vorgenommen worden, erklärte Pressesprecher Burkhard Rick.

Daraus ergaben sich, neben allen anderen Spuren, die entscheidenden Hinweise, die zu den belastenden Vorwürfen führten. Der Verdächtige wird inzwischen anwaltlich vertreten.

http://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/hennef/hennef-aus-verabredung-wurde-offenbar-vergewaltigung—-verdaechtiger-in-u-haft-26947670


19.12.2017

Im Fall der Vergewaltigung einer 14-Jährigen am Allner See in Hennef hat die Jugendschutzkammer des Landgerichts Bonn am Dienstag ein Urteil gefällt: Der 27-jährige Angeklagte, ein Asylbewerber aus Eritrea, muss für acht Jahre in Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte überraschend auf Freispruch plädiert, weil sie den Tatbestand einer Vergewaltigung nicht als erwiesen ansah.

Mit dem Urteil hatte Lisa M. (alle Namen geändert) schon gar nicht mehr gerechnet. Die 14-Jährige, die sich unter einer schwarzen Wollmütze versteckt hatte, konnte es kaum fassen. Wenige Minuten vor der Urteilsverkündung noch war das Mädchen verzweifelt gewesen, hatte sich in den Armen ihrer Mutter versteckt und geschluchzt. Denn die Staatsanwältin hatte dem Opfer im Bonner Vergewaltigungsprozess gegen den Asylbewerber Ramir T. aus Eritrea nicht geglaubt. Sie hatte Zweifel, ob die Vergewaltigung am Allner See in der Nacht zum 17. Mai sich tatsächlich so abgespielt hat, wie es die 14-Jährige ausgesagt hatte. Die Jugendschutzkammer des Bonner Landgerichts hingegen glaubte der jungen Schülerin ohne Einschränkungen.

„Es kann nur so gewesen sein, wie das Mädchen es geschildert hat“, betonte Kammervorsitzender Wolfgang Schmitz-Justen in seiner ausführlichen Urteilsbegründung. Ihre Aussage sei besonders detailliert, psychologisch stimmig und glaubwürdig gewesen. Von einem „freiwilligen Schäferstündchen“, wie der Angeklagte es behauptet hatte, könne keine Rede sein: Der Tatort unter einer Autobahnbrücke an der Sieg sei ein „reines Kampffeld gewesen“. Überall wurden später Utensilien der 14-Jährigen verstreut gefunden: Zigaretten, Tabak, eine Haarspange. „Was das Opfer in dieser Nacht erlebt hat“, so Schmitz-Justen, „war ein ganz massiver brutaler Übergriff mit Gewaltszenen und gleich mehreren Sexualpraktiken. Zusätzlich noch das Entsetzen über einen Vertrauensmissbrauch“, so Schmitz-Justen.

Denn Ramir T. war zwei Jahre lang ihr bester Freund gewesen, dem sie sich anvertraut hatte. Beim Chillen und Kiffen hatte sie ihn am Allner See kennengelernt und ihm sogar ein Geheimnis anvertraut. Ein Jahr zuvor war Lisa M. schon einmal Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Aber diese Geschichte hatte die damals 13-Jährige selbst provoziert, weshalb sie sich schuldig fühlte. Gemeinsam mit zwei Freundinnen hatte sie sich in einem Portal als 20-jährige Asiatin ausgegeben, die zum Sex bereit sei. Aber dieser Spaß pubertierender Mädchen wurde missverstanden. Einer der Freier verfolgte Lisa M., lauerte ihr an der Schule auf und missbrauchte sie. Seither mied sie die Nähe zu Männern. Das wusste auch der verliebte Ramir T., den sie immer wieder zurückgewiesen hatte.

„Lisa M. ist keine Schauspielerin“, hieß es im Urteil. Im Gegenteil: Sie habe ein wahres Geschehen geschildert. Allein die Verletzungen der 14-Jährigen durch den Kampf mit Ramir T. seien objektiver Beweis genug. Auch hatte nicht sie die Polizei in der Tatnacht alarmiert, sondern eine Freundin, der sie die Geschichte „völlig aufgelöst, zitternd und bleich“ erzählt hatte. Die Folgen für das Mädchen: Angstzustände, Selbstvorwürfe, Schulversagen. Vor dem Prozess war sie im Oktober vier Wochen in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie. „Ein ganz typisches Indiz für ein Vergewaltigungsopfer“, so Schmitz-Justen: Es mache sich hässlich, zeige nicht, dass es ein Mädchen ist. So auch Lisa M., die sich ihre langen Haare kurzgeschoren hat und eine schwarze Wollmütze tief im Gesicht trägt.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/hennef/Acht-Jahre-Haft-f%C3%BCr-Vergewaltigung-von-Jugendlicher-in-Hennef-article3728982.html

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