07.06.17 14:00

München – Am 15. Mai wurde die Leiche eines Irakers in München-Fürstenried entdeckt. Schnell war klar: Es war Mord!

Nachbarn entdeckten am 15. Mai, gegen 22 Uhr, dass es in einer Wohnung in einem Fürstenrieder Mehrfamilienhauses brennt. Die alarmierte Feuerwehr entdeckte in der Wohnung einen Toten. Bei den Ermittlungen und der Obduktion stellte sich heraus, dass der 35-jährige deutsch-irakische Unternehmer schon vor dem Brand durch mehrere Schüsse getötet wurde.

Die weiteren Recherchen der Brand- und Mordermittler ergaben, dass der Mann bereits am Tag vor dem Brand, gegen 22.45 Uhr, umgebracht worden war. Zu diesem Zeitpunkt hatten mehrere Anwohner Geräusche wie von Schüssen gehört.

Außerdem waren insgesamt drei in der Wohnanlage unbekannte Männer im direkten zeitlichen Zusammenhang beobachtet worden. Diese drei Männer konnten zunächst nicht identifiziert werden.

Nach intensiven Ermittlungen konnten zunächst zwei Tatverdächtige, ein 51-jähriger irakischer Geschäftsmann, und dessen 45-jähriger Bruder, ein irakischer Friseur, ermittelt und am 1. Juni in München festgenommen werden.

Am Freitag wurde dann noch der dritte Tatverdächtige, ein 43-jähriger irakischer Gelegenheitsarbeiter, ebenfalls identifiziert und in Reutlingen (Baden-Württemberg) festgenommen. Der Mann wurde noch am gleichen Tag nach München gebracht.

Motiv: Ehrenmord?
Gegen alle drei Tatverdächtigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen der Beteiligung an einem Mord und der schweren Brandstiftung erlassen.

In ihren Vernehmungen machten die drei Männer teils widersprüchliche Angaben, keiner räumte bislang eine Tatbeteiligung ein.

Zum Tatmotiv können nur Vermutungen angestellt werden, möglicherweise handelt es sich um einen Mord zur Wiederherstellung der Familienehre eines der Tatverdächtigen, mutmaßt die Polizei. 

Bei der Tatwaffe handelt es sich vermutlich um eine Pistole mit dem Kaliber 7,62 x 25, einem in Ost- und Südosteuropa gebräuchlichen Kaliber.

Zeugen gesucht
Zur Aufklärung der Hintergründe, der Motivlage und des genauen Tathergangs bitte die Mordkommission auch die Bevölkerung um Unterstützung ihrer Arbeit.

Wer hat im angegebenen Zeitraum (14.05. oder 15.05.2017 in der Zeit von 20 Uhr bis 23 Uhr) im Luganoweg, der näheren Umgebung oder am U-Bahnhof Fürstenried-West Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Wem sind die drei Männer aufgefallen?
Wer ist den Männern an diesem Tag, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in einem Taxi, begegnet oder kann Angaben zu deren Aufenthalt machen?
Auf Wunsch können die Hinweise auch vertraulich behandelt werden.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Telefonnummer 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

https://www.rosenheim24.de/bayern/muenchen-fuerstenried-drei-iraker-nach-mord-festgenommen-opfer-erschossen-feuer-gelegt-8383369.html


08.06.2017 – 09:41 Uhr

München – Der brutale Mord am deutsch-irakischen Geschäftsmann Salam S. († 35) in Fürstenried steht vor der Aufklärung!

Zwei Wochen nach dem Gewaltdelikt hat die Mordkommission München drei Verdächtige festgenommen. Offenbar handelte es sich bei der Tat um einen Racheakt.

►Um eine Affäre des Familienvaters Salam S. mit der Frau eines der Tatverdächtigen zu bestrafen?
Laut Polizei sollen die drei Iraker den Kurden Salam S. am Sonntag, 14. Mai, gegen 22.45 Uhr in seiner Wohnung erschossen haben. Gefunden wurde die Leiche erst, als es dort tags darauf brannte. Die drei Tatverdächtigen waren am Tag nach dem Mord offenbar in das Anwesen im Luganoweg zurückgekehrt, hatten in der Wohnung im zweiten Stock Feuer gelegt, wohl um Spuren zu verwischen, erklärte Herbert Linder von der Münchner Mordkommission.

►Nach BILD Informationen wurde Salam S. durch mehrere Schüsse in den Rücken getötet. Seine Leiche wurde durch den Brand ­entstellt.

Jetzt die Festnahme der vorbestraften Iraker. Ein Geschäftsmann (51, seit 2000 in Deutschland) und sein Bruder, ein Friseur (46, seit 1998 in Deutschland), wurden in München gefasst. Deren Neffe, ein Gelegenheitsarbeiter (43), wurde in Reutlingen (BaWü) festgesetzt.

Die Tatwaffe, eine Tokarew oder ein Nachbau (Kaliber 7,62 x 25 mm), konnte bisher nicht sichergestellt werden. „Bei ihren Vernehmungen machten die Männer widersprüchliche Angaben, eine Beteiligung räumte keiner ein“, erklärte Linder.

Warum musste Salam S., der 2002 nach Deutschland kam, seit 2010 eine Firma mit neun Angestellten führte und mit einer Russin (39) einen Sohn (6) hatte, sterben?

Wer kennt die Tatverdächtigen, hat sie im Tatzeitraum gesehen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in einem Taxi? Die Ermittler bitten um Hinweise an 089/2910-0.

http://www.bild.de/regional/muenchen/polizei/brand-polizei-fahndung-52082042.bild.html


 

 

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