11.05.2017 – 23:46 Uhr

„Ich hatte Todesangst vor ihm“

Reiner D. (61) am Steuer seines Audi. Er leidet noch immer unter Schmerzen von der Prügel-Attacke

Woltmershausen – Was für ein Albtraum im Morgen-Verkehr! Ein aggressiver Radler flippte plötzlich aus, zog Autofahrer Reiner D. (61) aus seinem Wagen und verprügelte ihn.

Der hat sein Handy in der Hand, will die Polizei rufen – und macht ein Foto des Täters!

Morgens, 5.20 Uhr. Tankstellen-Kassierer Reiner D. ist auf dem Weg zur Arbeit, will von der Simon-Bolivar-Straße in die Woltmershauser Straße einbiegen, kreuzt den Radweg: „Ich hielt an. Von links kam ein Radfahrer, er hatte genug Platz. Doch er pöbelte, warf sein Rad vor meinen Wagen und flippte völlig aus.“

Autofahrer Reiner steigt aus, will den tobenden Radler beruhigen: „Doch er beschimpfte mich mit übelsten Worten. Ich wollte die Polizei rufen. Da stürzte er sich auf mich.“ Im Fallen reißt er sein Handy hoch und drückt auf den Auslöser: „Ich stürzte zu Boden. Er trat in meinen Leib, brüllte: ,Ich mach‘ dich tot.‘ Ich hatte Todesangst!“

Kurz darauf hört er Sirenen, sieht den Streifenwagen: „Erst da ließ er von mir ab.“ Der Täter greift sogar die Beamten an. Polizeisprecher Nils Matthiesen: „Der 44-Jährige versuchte eine Beamtin zu würgen und einen Kollegen zu beißen. Wir überwältigten ihn mühsam.“

Direkt nach dem Angriff: Prellungen im Gesicht, Wangen und Nase blutig zerschlagen

Anzeige u. a. wegen schwerer Körperverletzung. Reiner D. erholt sich. Die Ermittlungen laufen!

http://www.bild.de/regional/bremen/ueberfall/ich-hatte-todesangst-vor-ihm-51695470.bild.html


05.01.2018 – 23:36 Uhr

Fahrrad-Prügler drückt sich vor Prozess
John J. (44, r.) marschiert neben seinem Anwalt unverrichteter Dinge aus dem Gericht
Woltmershausen/Mitte – Es war eine Szene, wie sie jeden Tag vorkommt: Man hält mit seinem Wagen kurz an und blockiert den Radweg.
Nicht schön, klar. Aber deshalb prügelt man als Radler nicht auf den Autofahrer ein.

Genau das soll John J. aber getan haben und musste sich dafür Freitag vor Gericht verantworten. Zum Prozess kam es dann aber doch nicht. Der 44-Jährige erklärte der Richterin, dass er krank und nicht verhandlungsfähig sei.
Wegen eines Rückenleidens könne sein Mandant nur stehen – und das sei ihm nicht zuzumuten, so der Pflichtverteidiger.
Der Prozess soll nun beginnen, wenn der Angeklagte von seinem Rückenleiden genesen ist…

Übrigens: Die Prügelei ist nicht das einzige Delikt des Mannes. Nach BILD-Informationen hat John J. knapp 40 Verfahren beim Amtsgericht laufen. U. a. Körperverletzungen, Drogendelikte, Diebstähle, Beleidigungen, Widerstand.

http://www.bild.de/regional/bremen/prozess/dreister-fahrrad-pruegler-drueckt-sich-54385964.bild.html

 

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