30.04.17 00:44

Polizeieinsatz in Prien: Frau vor Supermarkt niedergestochen – tot

Einen großen Polizeieinsatz hat es am Samstag in Prien (Kreis Rosenheim) gegeben. Eine Frau ist vor einem Supermarkt attackiert und schwer verletzt worden. Sie ist ihren Verletzungen erlegen.

Update 30.04.2017, 00.35 Uhr: Die niedergestochene Frau ist verstorben. „Die Frau ist leider im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen“, musste Fiona Schwarzbraun, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilen.

Die Pressesprecherin erklärt weiter: „Sowohl der Täter als auch das Opfer sind afghanische Staatsangehörige.“ Das Motiv des Täters sowie ihre Beziehung zueinander ist dabei aber weiter noch unklar.

Die Polizei ist gegen 19 Uhr zu dem Lidl-Supermarkt in Prien am Chiemsee alarmiert worden, weil dort eine Frau angegriffen wurde. Zeugen berichteten, das Opfer sei niedergestochen worden. Die Frau sei schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden, so eine Polizeisprecherin gegenüber rosenheim24.de.

Vor Ort habe sich herausgestellt, dass es sich bei dem Täter um einem Mann handelt. Dieser wurde auch verhaftet.

Die Ermittlungen der Kripo Rosenheim laufen. Die aktuellen Entwicklungen erfahren Sie bei rosenheim24.de.

https://www.merkur.de/bayern/polizeieinsatz-in-prien-frau-vor-supermarkt-attackiert-8229957.html


Prien – Am Samstagnachmittag stach ein Mann eine Frau vor dem Lidl-Supermarkt in der Franziska-Hager-Straße nieder. Das Opfer ist am Abend im Krankenhaus gestorben. Der Täter wurde noch vor Ort verhaftet.

Update, 22.35 Uhr: Opfer verstorben
„Die Frau ist leider im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen“, musste Fiona Schwarzbraun, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilen.

Der Täter sei unmittelbar nachdem er die Frau mit einem Messer niedergestochen habe von herbeieilenden Passanten, darunter auch einem Polizeibeamten, der gerade außer Dienst war, überwältigt worden. Sie hätten ihn dann bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. 

„Sowohl der Täter als auch das Opfer sind afghanische Staatsangehörige“, erklärte Schwarzbraun. Das Motiv sowie ihre Beziehung sei noch unklar. Der Kriminaldauerdienst führe die Ermittlungen weiter.

Update, 21.40 Uhr: Bilder vom Tatort

Update, 20.35: Täter verhaftet, Opfer schwer verletzt im Krankenhaus
„Gegen 19 Uhr war die Polizeiinspektion Prien zu dem Supermarkt alarmiert worden, es hieß, eine Frau sei verletzt“, erklärte Fiona Schwarzbraun, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage von rosenheim24.de. Die Frau sei schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden. 

Vor Ort habe sich herausgestellt, dass sie von einem Mann attackiert worden war. Dieser habe auch ausfindig gemacht und verhaftet werden können. 

„Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei Rosenheim übernommen“, erläutert Schwarzbraun, „derzeit können wir sonst noch keine Angaben zu der Tat machen.“ Das Motiv des Täters und seine Beziehung zum Opfer seien noch unklar. Auch ob das Opfer niedergestochen worden sei, könne noch nicht bestätigt werden.

Die Ermittler seien derzeit noch vor Ort tätig. Sie würden Spuren sichern und die Aussagen von Zeugen aufnehmen.

Erstmeldung, 19.55 Uhr:

Am Samstagnachmittag kam es zu einem großen Polizeieinsatz beim Lidl-Supermarkt in der Franziska-Hager-Straße.
Laut Informationen von vor Ort soll eine Frau niedergestochen worden sein. Das Gelände des Supermarkts sei weitläufig abgesperrt. Die Polizeiinspektion Prien wollte dies auf Anfrage von rosenheim24.de jedoch zunächst nicht bestätigen. Die Polizei kündete eine Pressemeldung zu dem Vorfall an.

Leser von rosenheim24.de wurden auf den Einsatz aufmerksam und verständigten die Redaktion.

https://www.rosenheim24.de/rosenheim/chiemgau/prien-am-chiemsee-ort46683/bilder-tatort-lidl-supermarkt-franziska-hager-strasse-prien-8229966.html


01.05.2017 – 10:35 Uhr

Prien (Bayern) – Fassungslosigkeit in Prien am Chiemsee (10 000 Einwohner) nach dem brutalen Mord an einer 38-jährigen Frau.

Vor den Augen ihrer beiden kleinen Kinder (5,11) wurde die Afghanin am Samstagabend um 18.45 Uhr auf dem Parkplatz eines Lidl-Supermarktes brutal niedergestochen. Der mutmaßliche Täter: ein 29-jähriger Asylbewerber, ebenfalls aus Afghanistan.

Die Details der schrecklichen Bluttat machen fassungslos: Der Mann sei mit einem großen Messer von hinten auf die Frau los, habe ihr in den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten. Wie in Trance soll er dann weiter auf sein Opfer eingestochen haben, sagte ein Augenzeuge zu „Chiemgau24.de“.

Eine andere Prienerin sagte dem Portal: „Ich hörte angsterfüllte Schreie wie ,Er hat ein Messer, er will sie abstechen!‘ Das war schlimm.“

Die Frau starb kurz nach dem Angriff im Krankenhaus.

„Dass so etwas auf offener Straße am helllichten Tag passieren kann, das werde ich nie verstehen.“

Ein zufällig anwesender Polizist und mehrere Passanten überwältigten den Killer. Er wurde vorläufig in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Laut Polizei ist derzeit noch unklar, ob sich Opfer und Täter kannten. Beide seien jedoch in unterschiedlichen Flüchtlingseinrichtungen untergebracht gewesen. Ein angeblicher Bekannter der Ermordeten sagte zu „Chiemgau24“: „Das war ein gezielter Anschlag, aber keine Beziehungstat.“

Die Kinder wurden in Obhut genommen. Eine Sprecherin der Polizei: „Natürlich sind die beiden traumatisiert.“

Trotz des schrecklichen Verbrechens fanden am Sonntag und Montag wenige hundert Meter vom Tatort Mai-Feierlichkeiten statt.

http://www.bild.de/regional/muenchen/rosenheim/mord-parkplatz-51536802.bild.html


Prien am Chiemsee – Es waren dramatische Szenen, die sich am Samstagabend vor einem Lidl-Supermarkt in der Franziska-Hager-Straße abspielten. Ein Afghane (29) erstach dabei eine Landsfrau (38). Jetzt schildern Augenzeugen die furchtbaren Details:

So war ein Leser von rosenheim24.de eigentlich gerade beim Einkaufen mit der Familie. Unfreiwillig wurden sie dann Zeuge des fürchterlichen Mordes. „Wir standen gerade an der Kasse und bezahlten, da kam ein Mann herein gerannt und schrie: ‚Da sticht einer auf eine Frau ein!`“ Daraufhin seien alle Anwesenden erst einmal wie versteinert gewesen. „Von draußen hörte man die verzweifelten Schreie der Frau!“

Der Mann hat sich dann mit seiner Familie zunächst in der Toilette des Supermarktes verschanzt. Von dort versuchte er, die Polizei zu verständigen. Allerdings hätte dies nicht funktioniert, weil das Handynetz offenbar kurzzeitig zusammengebrochen war. Als die ersten Polizeistreifen am Tatort eintrafen, sei er nach draußen gegangen. „Die arme Frau war vollkommen blutverschmiert„, berichtet der Zeuge weiter. Andere Augenzeugen wiederum berichten von „blutdurchtränkten Adidas-Turnschuhen“, die ursprünglich mal weiß gewesen seien.

Die Verhaftung des Täters scheint ebenfalls dramatisch gewesen zu sein. „Den Täter hatten einige Leute gepackt und übergaben ihn dann der Polizei.“ Dieser wehrte sich heftig, was auch die Polizei in ihrer Pressemitteilung bestätigte. Andere Passanten seien sichtlich erschüttert wie versteinert dagestanden. „Ich finde es furchtbar, was dieser armen Frau geschehen ist“, so der erste Augenzeuge weiter: „Das ist alles so schrecklich!“

Eine weitere Userin schrieb zudem, dass ihre Mutter hautnah bei der Bluttat dabei gewesen sei und seither unter Schock stehe. Der Täter sei angeblich mit einer „riesengroßen Machete“ auf das Opfer losgegangen. Glaubt man diesen Schilderungen, dürfte die Frau überhaupt keine Chance gehabt haben.

Derweil beteiligt sich die Polizei an keinerlei Spekulationen und spricht vielmehr von „laufenden Ermittlungen, die sich nicht einfach gestalten – auch aufgrund von Sprachbarrieren„. Das sagte Polizeisprecherin Fiona Schwarzbraun bereits am Morgen gegenüber rosenheim24.de. Das Tatmotiv sowie Beziehung zwischen Täter und Opfer seien noch völlig unklar und müssten erst durch die Kriminalpolizei ermittelt werden, hieß es weiter.

Die 38-Jährige war kurz nach der Attacke am Samstagabend im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen verstorben. Um ihre beiden Kinder (5 und 11), die die Bluttat live miterleben mussten, kümmert sich seither ein Kriseninterventionsteam.

Anmerkung der Redaktion: Über Nacht haben wir die Kommentarfunktion deaktiviert, da wir die eingehenden Kommentare in diesem Zeitraum nicht moderieren können. Am Montagvormittag wird die Kommentarfunktion wieder freigegeben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

https://www.chiemgau24.de/chiemgau/chiemsee/prien-am-chiemsee-ort46683/berichte-augenzeugen-nach-mord-prien-chiemsee-lidl-supermarkt-8230460.html


Fest steht nur, dass beide als Asylbewerber in der Region gemeldet waren. „Über eine mögliche Vorbeziehung können wir derzeit nichts sagen. Das muss alles genau ermittelt werden, was sich angesichts der Sprachbarriere jedoch nicht einfach gestaltet“, erklärte Fiona Schwarzbraun vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Nachfrage von rosenheim24.de. Demzufolge sei auch das Motiv für die fürchterliche Tat noch total unklar.

Auch zum Tathergang und zur Tatwaffe gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Auch das sei Gegenstand der derzeitigen, umfangreichen Ermittlungen, so die Sprecherin weiter. Den Hinweis eines Users von rosenheim24.de, wonach es sich bei der Tatwaffe angeblich um eine Machete handeln solle, wollte die Polizei nicht bestätigen. Zudem ist unklar, wie oft der Täter mit seiner Waffe zugestochen hat. Zeugen sprachen gegenüber rosenheim24.de von einem „blutüberströmten Opfer“ oder in „Blut getränkten Turnschuhen“.

https://www.chiemgau24.de/chiemgau/chiemsee/prien-am-chiemsee-ort46683/prien-brutaler-mord-lidl-supermarkt-franziska-hager-strasse-opfer-stirbt-krankenhaus-8230404.html


02.05.2017 um 13:01 Uhr

Nach einem tödlichen Messerangriff auf eine zweifache Mutter am Samstag im Priem am Chiemsee geht die Polizei auch einem religiösen Tatmotiv nach. Wie die „Bild“-Zeitung erfuhr, soll die 38-Jährige zum Christentum konvertiert sein. Das könnte laut der Schwester des Opfers das Motiv für die Tat sein.

Die Afghanin war am Samstagabend vor den Augen ihrer Kinder auf dem Parkplatz eines Supermarkts niedergestochen worden. Sie flüchtete vor sechs Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Ein 29-jähriger Asylbewerber, der ebenfalls aus Afghanistan stammt, wurde am Tatort festgenommen und in eine Nervenklinik eingewiesen.

Der mutmaßliche Täter habe die Tat zuvor angekündigt, sagte die Schwester des Opfers der Zeitung. Er sei wütend gewesen, weil er abgeschoben werden sollte. Der Sohn der 38-Jährigen ist aber davon überzeugt, dass sich der Afghane und seine Mutter nicht kannten.

https://www.welt.de/vermischtes/article164165417/Familie-des-Opfers-vermutet-religioeses-Motiv.html


2. Mai 2017

PRIEN/CHIEMSEE. Im Fall der erstochenen Fatima S. in Prien am Chiemsee prüft die Polizei Christenhaß als mögliches Mordmotiv. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber der JUNGEN FREIHEIT entsprechende Ermittlungen. Zeugen zufolge war das Opfer bereits vor mehreren Jahren zum Christentum konvertiert.

Die 38 Jahre alte Afghanin, die seit rund sechs Jahren in Deutschland lebte, war am Samstag von einem Landsmann vor einem Supermarkt getötet worden. Die vierfache Mutter kam gerade mit ihren beiden jüngsten Kindern von einem Einkauf, als sie von einem 29 Jahre alten Asylbewerber angegriffen und tödlich verletzt wurde. Der Mann wurde noch am Tatort von Passanten und einem zufällig anwesenden Polizisten überwältigt.

Ein Feuerwehrmann faßt gegenüber chiemgau24 Zeugenberichte zusammen, demnach der Mörder Fatima S. aufgelauert habe. „Er sei dann von hinten auf die Frau los, habe ihr in den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten.“ Der Mann habe dann „wie in Trance“ weiter auf sein Opfer eingestochen. „Eine unfaßbar grausame Bluttat!“ Laut Polizei mußten die beiden 5 und 11 Jahre alten Kinder den Mord mit ansehen. Ihre Mutter erlag noch am Abend den schweren Verletzungen.

Die Schwester von Fatima S., Somi A., ist von einem christenfeindlichen Motiv des Täters überzeugt. Demnach habe sich die Afghanin bereits vor acht Jahren evangelisch taufen lassen. „Meine Schwester mußte sterben, weil sie Christin wurde“, sagte sie der Bild. Der Mann habe von ihrer Konversion gewußt. „Er hat sie auf dem Weg zur Kirche gesehen.“ Der Mörder habe seine Tat vorher angekündigt, sagte Somi A. „Er war wütend, weil er abgeschoben werden sollte.“ Der Afghane lebte in einem Asylbewerberheim.

Inwieweit sich Täter und Opfer kannten, sei jetzt Gegenstand von Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher der JF. „Die Afghanen in Prien kennen sich alle.“ Gerüchte über eine mögliche Beziehungstat wies der 20 Jahre alte Sohn des Opfers, Peyman S., zurück. „Man hat sich gegrüßt, mehr nicht“, sagte er der Bild.

Nach einem Bericht des Oberbayerisches Volksblatts sei die Frau seit mehreren Jahren von ihrem 50 Jahre alten Ex-Ehemann geschieden. Vor zwei Wochen habe sie eine Beziehung mit einem Deutschen aus Rosenheim begonnen. Der Einkauf im Supermarkt war für ein gemeinsames Abendessen in der Wohnung der Frau bestimmt.

https://jungefreiheit.de/allgemein/2017/afghanin-ermordet-polizei-prueft-christenhass-als-tatmotiv/


3.5.2017 16:08 Uhr

Der gewaltsame Tod einer vom muslimischen Glauben zum Christentum konvertierten vierfachen Mutter aus Afghanistan hat eine kontroverse Debatte über ein womöglich religiöses Motiv der Bluttat ausgelöst. Während die Polizei in ihre Ermittlungen sehr wohl einbezieht, dass das Opfer Christin war und der ebenfalls aus Afghanistan geflüchtete mutmaßliche Täter Muslim ist, verneint die evangelische Kirche einen religiösen Hintergrund.

Der Bürgermeister von Prien am Chiemsee, wo das Verbrechen geschah, will sich indes nicht an der Debatte über das Tatmotiv beteiligen. An diesem Donnerstag wird die Frau auf dem örtlichen Friedhof beerdigt.

Die 38-Jährige war am Samstagabend vor den Augen ihrer kleinen Kinder vor einem Supermarkt in der oberbayerischen Gemeinde niedergestochen worden. Sie starb wenig später im Krankenhaus. Die Mutter von zwei erwachsenen und zwei minderjährigen Söhnen hatte sich in der evangelischen Kirchengemeinde engagiert und galt als mustergültig integriert. Ein 29-Jähriger ist dringend tatverdächtig. Der laut Polizei geständige Mann wird in einer Nervenklinik behandelt.

Priens evangelischer Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth sucht das Motiv in der seelischen Erkrankung des mutmaßlichen Täters. „Ich tue mich schwer, das Verbrechen an unserem Gemeindemitglied als religiös motiviert zu sehen“, sagte der Seelsorger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Anlass und Motiv der Tat sind beliebig austauschbar.“

In seiner Kirchengemeinde herrsche große Trauer, erläuterte Wackerbarth. „Ich hatte gehofft, dass so etwas nie bei uns passiert.“ Der Pfarrer machte aber auch klar, dass sich die Gemeinde intensiv um die evangelisch getauften Buben der Getöteten im Alter von fünf und elf Jahren kümmere. Nach Polizeiangaben sind die Kinder stark traumatisiert. Zwei erwachsene Söhne sind laut dem Pfarrer Muslime geblieben.

Auch Priens Bürgermeister Jürgen Seifert (parteilos) äußerte sich erschüttert. „Die Tat ist mit menschlichem Vermögen nicht zu fassen“, sagte der Rathauschef des 10.000 Einwohner zählenden Kurortes. Die Getötete „war gelebte Integration“, sagte Seifert. Die 38-Jährige sei ein lebensbejahender positiver Mensch gewesen, der sich in Kirche und Gemeinde einbrachte. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie man einen Menschen offensichtlich deshalb umbringen kann.“

Der Bürgermeister ergänzte, dass besonders im Helferkreis Asyl der Gemeinde große Trauer herrsche. Dies betreffe auch die Betreuer des mutmaßlichen Täters, mit dem es bisher „ein hervorragendes Auskommen gab“. Der seit 2013 in Deutschland lebende Afghane habe den Status eines geduldeten Flüchtlings gehabt. Er war in Prien zusammen mit anderen Migranten in einer Wohnung untergebracht. Erst seit dem Ablehnungsbescheid als anerkannter Flüchtling Ende 2016 habe sich der 29-Jährige seelisch verändert. Er sei seitdem mindestens zwei Mal stationär in psychiatrischer Behandlung gewesen, sagte Seifert.

Der Rathauschef will sich nicht an den Spekulationen zum Tatmotiv beteiligen: „Ich werde mich zu einem möglichen Motiv nicht äußern, solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind.“ Sie dürften noch eine Weile dauern. Die Polizei sprach von schwierigen Ermittlungen, bedingt auch durch Sprachbarrieren. Die Kripo brauche zertifizierte Dolmetscher, um eine höchstmögliche Aussagegenauigkeit zu erzielen.

Der Tatverdächtige habe die tödlichen Messerstiche gestanden, sagte Polizeisprecher Andreas Guske. „Er machte bisher jedoch keine Angaben zu seiner Motivlage.“ Guske ergänzte, dass bei der Aufklärung der Tat „auch intensive Nachforschungen in Bezug auf eine mögliche religiöse Motivation“ angestellt würden. Eine Beziehungstat scheidet für die Kripo aus. Opfer und mutmaßlicher Täter hätten sich nur flüchtig gekannt. Die Mutter – sie kam vor sechs Jahren nach Deutschland – lebte mit ihren kleinen Kindern in einer eigenen Wohnung.

Die 38-Jährige wird am Donnerstag nach einer kirchlichen Trauerfeier auf dem Priener Friedhof beerdigt. Daran nehmen neben dem evangelischen und dem katholischen Pfarrer auch Bürgermeister Seifert und seine Stellvertreter teil.

https://www.welt.de/vermischtes/article164213539/Frau-auf-Parkplatz-getoetet-Sie-war-gelebte-Integration.html


19.01.2018, 14:15 Uhr

Mordanklage Afghane (28) soll Landsfrau erstochen haben

Dem 28-Jährigen wird vorgeworfen, die zweifache Mutter, die zum Christentum konvertierte, aus niederen Beweggründen getötet zu haben.

TRAUNSTEIN/PRIEN Am Dienstag, 23. Januar, beginnt am Amtsgericht Traunstein der Prozess gegen einen 29-jährigen Afghanen, der Ende April 2017 vor dem Lidl Supermarkt in Prien mit einem Küchenmesser eine Landsfrau niedergestochen haben soll.

Die beiden fünf und elf Jahre alten Kinder der 38-Jährigen mussten die Bluttat mit ansehen. Der Angreifer konnte noch vor Ort trotz heftigen Widerstandes überwältigt werden. Die zweifache Mutter, die zum Christentum konvertierte, erlag noch auf dem Weg ins Krankenhaus ihren schwersten Stichverletzungen.

Das Wochenblatt wird sowohl aktuell online als auch in der nächsten Printausgabe am 7. Februar vom Prozess berichten. Für den Mordprozess sind vier Verhandlungstage angesetzt.

https://www.wochenblatt.de/polizei/chiemgau-bgl/artikel/222834/afghane-28-soll-landsfrau-erstochen-haben


21.01.2018
Mordprozess am Landgericht Traunstein
Mutter vor Supermarkt getötet: Messerstecher ab Dienstag vor Gericht
Vor den Augen ihrer Kinder wird eine 38-jährige Mutter auf offener Straße vor einem Supermarkt in Prien am Chiemsee umgebracht. Die Tat soll religiös motiviert sein. Nun wird dem mutmaßlichen Messerstecher der Prozess gemacht.

Prien/Traunstein – Er soll die Frau getötet haben, die vom Islam zum Christentum konvertiert ist. Sie soll ihn gefragt haben, ob auch er den Glauben wechseln wolle. Das belastete ihn laut Anklage – und er griff zum Messer. Vor dem Landgericht Traunstein beginnt am Dienstag der Mordprozess gegen einen 30 Jahre alten Afghanen.

Der Mann hatte die ebenfalls aus Afghanistan stammende 38-Jährige den Vorwürfen zufolge vor den Augen ihrer Kinder im Alter von fünf und elf Jahren bei einem Supermarkt in Prien erstochen. Die beiden kannten sich vom Sehen aus Flüchtlingsunterkünften. Die Mutter der beiden minderjährigen Söhne und zweier erwachsenen Kinder war zum Christentum konvertiert.

Die 38-Jährige war Ende April 2017 aus dem Supermarkt gekommen, als der Mann mit einem Messer auf sie losging. Mehrere Male soll er auf die Frau eingestochen haben. Selbst als ein Einkaufwagen geworfen wurde, hielt das den heute 30-Jährigen nicht auf. Auch ein Bauzaun konnte den Angreifer nicht abwehren. Erst Zeugen stoppten ihn.

Für die Frau kam die Hilfe zu spät. Sie hatte 16 Stiche und Schnittverletzungen unter anderem am Kopf und Hals erlitten und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Sie war in einer evangelischen Kirchengemeinde engagiert und galt als mustergültig integriert.

Der Mann gestand später die Tat und gab zunächst an, er sei aus Frust über seine bevorstehende Ausweisung auf die Frau losgegangen. Die Staatsanwaltschaft betont hingegen die religiösen Motive. Er habe die Frau heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen ermordet. Der Pflichtverteidiger des Mannes, Harald Baumgärtl, sagte, er schließe ein religiöses Motiv nicht aus. Allerdings werde sich sein Mandat zum Auftakt voraussichtlich weder zur Sache noch zur Person äußern.

Der seit 2013 in Deutschland lebende Afghane hatte den Status eines geduldeten Flüchtlings. Er war in Prien mit anderen Migranten in einer Wohnung untergebracht. Nach dem Ablehnungsbescheid als anerkannter Flüchtling Ende 2016 soll er sich seelisch verändert haben und mindestens zwei Mal stationär in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. Auch nach der Tat kam er zunächst in eine Nervenklinik.

An dem Prozess nehmen vier Nebenkläger teil, darunter die beiden minderjährigen Söhne. Vier Verhandlungstage sind bis zum 9. Februar angesetzt.

https://www.traunsteiner-tagblatt.de/startseite_artikel,-mutter-vor-supermarkt-getoetet-messerstecher-ab-dienstag-vor-gericht-_arid,384330.html

30. April/1. Mai: Mutter (38) vor den Augen ihrer Kinder erstochen

3. Mai: Polizei schließt religiöses Motiv nicht aus

4. Mai: Nach Mord in Prien: 200 Trauergäste bei Beerdigung (Mediengalerie)

5. Mai: Mord auf offener Straße: Stand der Ermittlungen

9. Mai: Mord in Prien? Ermittler sind sich sicher


Bericht vom Prozessbeginn:

http://www.pi-news.net/2018/01/chiemsee-prozessbeginn-gegen-den-lidl-schlaechter-von-prien/


09.02.2018 – 11:32 Uhr
Traunstein (Bayern) – Er tötete die vierfache Mutter Fa­rimah S. (†38) mit 16 Mes­serstichen vor den Augen ihrer Kinder, weil sie vom Islam zum Christentum konvertiert war.

Das Landgericht Traunstein hat den abgelehnten afghanische Asylbewerber Hamidullah M. (30) am Freitag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. 

Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Die grauenvolle Tat: Fa­rimah S. hatte im April 2017 mit zweien ihrer Söhne (fünf und elf Jahre) gerade im Lidl-Markt in Prien am Chiem­see ein­gekauft, als der afghanische Landsmann Hamidullah M. ihr mit einem 19,5 Zentimeter langen Mes­ser auflauerte.

Staatsanwalt Oliver Mößner: „Er packte sie von hinten an Schulter oder Haarschopf, zog sie nach hinten oder drückte sie nach unten und stach ihr in Tö­tungsabsicht mehrere Male mit großer Wucht in den Brust- und Bauchbereich.“

Das Motiv hält der Staatsan­walt für „besonders verach­tenswert und auf tiefster Stu­fe stehend“: Das Opfer habe ihn zu einem früheren Zeit­punkt gefragt, ob er nicht wie sie auch zum Christentum konvertieren wolle. Staatsan­walt Mößner: „Dies belastete den Angeklagten schwer, weil es mit seinem Glauben als Muslim nicht vereinbar war.“

Laut Gutachter kam der Angeklagte 2013 zur Wiesn-Zeit über die Balkan-Route nach München. Ha­midullah M. wuchs als Sohn eines wohlhabenden Viehhirten und Militär-Befehlshaber im Norden Afghanistans auf. Schon mit fünf Jahren sei er in Hub­schraubern mitgeflogen, habe miterlebt, wie Mutter und Schwester getötet wur­den. Mit 14 habe er deren Mörder ein Metallrohr über den Kopf geschlagen. Für die­se Tat wiederum habe ihm ein verfein­deter Stamm im Dorf eine Kalaschnikow auf den Kopf geschlagen und seinen Bru­der getötet.

Er habe erst in den Iran, dann nach Deutschland flie­hen müssen. Hier habe er sehr darunter gelitten, dass er keinen Schulunterricht bekommen habe. Die Proble­me hätten begonnen, als er 2013 in der Diakonie in Prien auf das spätere Opfer getrof­fen sei: „Diese Frau hat mei­nen Kopf kaputtgemacht, weil sie mich aufforderte, meine Religion zu wechseln“, sagte Hamidullah M. dem Psychiater nach seiner Fest­nahme. Farimah S. habe ihm versprochen, wenn er heirate und Christ werde, dann be­komme er einen Pass. „Ich bat sie, kein Wort mehr zu sa­gen. Meine Eltern sind Musli­me, ich bleibe Moslem. Ich sagte, lieber verlasse ich Deutschland.“

Der Gutachter schilderte, dass der Angeklagte in den Jahren danach die Stimme die Frau im­mer wieder im Kopf gehört habe. Das habe ihn wütend ge­macht. Mit Jack Daniels und Haschisch habe er versucht, sich zu beruhigen. Am 29. April habe er die Frau, die ihn zuvor immer wieder habe missio­nieren wollen, vor dem Lidl bemerkt. Dann habe er das Messer von zu Hause geholt.

Über den Gutachter hatte Hamidullah M. um die Todesstrafe gebeten. Er wisse, dass er eine Sünde begangen habe, und sei mit Umbringen einverstanden.

http://www.bild.de/regional/muenchen/prozess/afghane-ersticht-christin-urteil-54756628.bild.html


9.2.2018

Die Einzelheiten, die von den Zeugen geschildert wurden, sind grausam. Die Details darüber, wie der heute 30 Jahre alte Hamidullah M. seinem Opfer vor einem Einkaufsmarkt auflauerte und der vierfachen Mutter ein großes Schlachtermesser in Hals und Kopf stieß. Laut Staatsanwaltschaft kam die Tat einer öffentlichen Hinrichtung gleich.

Am Freitagvormittag verurteilte das Landgericht Traunstein nun den Afghanen wegen Mordes an einer zum Christentum übergetretenen Landsfrau zu lebenslanger Haft. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Der Mann hatte die 38 Jahre alte Farima S. im April vergangenen Jahres in Prien am Chiemsee vor den Augen ihrer fünf und elf Jahre alten Söhne erstochen. Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag der Anklagebehörde. Diese hatte dem Mann vorgeworfen, er habe die Frau wegen ihres christlichen Glaubens getötet.

Verteidiger Harald Baumgärtl hingegen hatte beantragt, auf die besondere Schwere der Schuld zu verzichten. Er begründete dies unter anderem mit der „ganz außergewöhnlichen Lebenssituation“ des Angeklagten, der vor drei Jahren nach Deutschland gereist war. Der abgelehnte Asylbewerber sei von klein auf mit Gewalt, Blut und Tod konfrontiert gewesen. Hamidullah M. hätte eigentlich schon ein Jahr vor der Tat abgeschoben werden sollen. Durch Hilfe von Betreuern wurde die Abschiebung jedoch verschleppt. In seinem Schlusswort hatte sich der Angeklagte bei den Hinterbliebenen entschuldigt.

Zeugin Romana M. kaufte gerade im gut besuchten Lidl-Markt in Prien am Chiemsee ein, als auf dem Parkplatz ihre Freundin Farima S. erstochen wurde. Der Täter habe gerufen: „Geht alle weg, ich will nur diese Person“, berichtete Arzthelferin Romana. Sie unterstützt seither den Witwer in der schweren Zeit im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.

Die gebürtige Muslima Farima S. hatte vor neun Jahren in Afghanistan den christlichen Glauben angenommen und kam dann 2011 mit ihrer Familie aus ihrer Heimat nach Deutschland. In dem 10.000-Einwohner-Ort Prien in Oberbayern war sie aktives Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde. Hunderte trauerten mit der Familie, als Farimas Sarg vor dem Gotteshaus aufgebahrt wurde.

„Meine Schwester musste sterben, weil sie Christin ist“, sagte Somi A. Die 31-Jährige aus Essen berichtete, dass man in Afghanistan die Religion nicht wechseln dürfe, ansonsten drohe die Tötung. Romana M. sieht es ähnlich: „Warum hat er denn ausgerechnet die einzige afghanische Christin in Prien umgebracht?“ Im ganzen Ort sitze der Schock bis heute tief: „Der Lidl war brechend voll, es gab 100 Zeugen, die mit ansehen mussten, wie er auf Farima einstach.“

Christen werden in vielen Ländern zunehmend verfolgt. Laut dem Weltverfolgungsindex von Open Doors ist die Situation in Nordkorea am gefährlichsten. Es folgen Afghanistan, Somalia, der Sudan und Pakistan.

Weil der Täter mit einem Küchenmesser bewaffnet war, konnte er erst einige Zeit nach der Tat von Passanten und einem zufällig anwesenden Polizisten überwältigt werden. Mehrere Umstehende hätten sich – mit einem Bauzaun geschützt – auf den Täter zubewegt und ihn so nach und nach unter Kontrolle bekommen, sagt Romana. „Hier sprechen alle von Hinrichtung, was ich ungern tue, aber der Mann hat sie tatsächlich vor dem Lidl geplant und mit klarem Kopf hingerichtet.“

Nach Angaben des Bundeskriminalamts gab es im vergangenen Jahr in Deutschland fast 100 weitere gezielte Angriffe auf Christen. Darunter der Mord in Prien, neun Körperverletzungen und ein Fall von Brandstiftung. Eine solche Statistik wurde von staatlicher Seite erstmalig erhoben, weswegen es keine vergleichbaren Angaben für die Vorjahre gibt.

Es zeige sich, dass „Gewalt gegen Christen auch in Deutschland zunimmt“, erklärte der Politikbeauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz, Uwe Heimowski. Besondere Sorge bereiten den Sicherheitsbehörden und einem Teil der Bevölkerung die zunehmenden islamistisch motivierten Gewalttaten in Deutschland. Einer der vielen Gründe dafür liegt in einer problematischen Koranauslegung.

Laut der Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher „lehren bis heute alle vier Rechtsschulen der Sunniten wie auch die Schiiten“, dass „Schariarecht die Todesstrafe für den Abfall vom Islam fordert“. Allerdings gelte Schariarecht nur im Strafrecht weniger Staaten, etwa in Saudi-Arabien und Iran und Afghanistan, in den meisten arabischen Ländern gelte es nur im Zivil-, Ehe- und Familienrecht. Aber auch dort sei in Teilen der Bevölkerung das Rechtsempfinden so geprägt, dass die Scharia als das eigentliche göttliche Recht empfunden werde, was der menschlichen Gesetzgebung überlegen sei und befolgt werden müsse, sagte die in Bonn lehrende Professorin WELT.

„Deswegen und weil der Abfall vom Islam als Schande für die Familie gilt, kommt es in islamisch geprägten Gesellschaften immer wieder zur Tötung von Menschen, die sich vom Islam abwenden“, so Schirrmacher. „Das ist oft ein Zusammenspiel von alten Stammestraditionen vor allem auf dem Land und der in Moscheen verbreiteten Lehre, dass der Abfall todeswürdig ist.

Viele andere Wissenschaftler gehen hingegen davon aus, dass solche Gewalttaten in keinem oder nur geringem Zusammenhang mit islamischen Überzeugungen stehen. Entscheidend seien vielmehr psychische Leiden oder die materielle und soziale Stellung. Dadurch entstehende Aggressionen würden die Täter dann ausleben, indem sie den Islam als Deckmantel benutzten, um der Gewalt einen Sinn zu geben.

Die Gemeinde Prien hat für die Kinder der Ermordeten ein Spendenkonto bei der Sparkasse Rosenheim eingerichtet. IBAN: DE64 7115 0000 0000 2506 70, Kennwort „Spende, Farimas Kinder“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article173377687/Mord-an-Christin-in-Prien-Afghane-muss-lebenslang-in-Haft.html


Farima aus Afghanistan, 4 Kinder, zum Christentum konvertiert, ermordet von einem Afghanen, gestorben als Märtyrerin im Alter von 38 Jahren

† R.I.P. Farima †

Afghanistan before Taliban: