14.06.2017

Der Abend war ausgesprochen vergnügt. Die 22-jährige Mexikanerin hatte den Abend des 30. Januar 2017 mit zwei Landsleuten verbracht. Gegen 23 Uhr fuhren sie noch in einen Bonner Nachtclub. Die Männer spendierten dem bildschönen Au-pair-Mädchen die Getränke; es wurde getanzt, geflirtet, gelacht.

Irgendwann jedoch veränderte sich die 22-Jährige auffällig: Sie wurde kraftlos und schläfrig und wollte nach Hause. Das übernahm einer der beiden Begleiter. Der 37-jährige Familienvater nutzte ihren dösigen Zustand aus, fuhr in einen abgelegenen, düsteren Feldweg, öffnete die Beifahrertür, zerriss ihre Kleider und vergewaltigte sie. Das Weinen der jungen Frau, sie sich nicht wehren konnte, überhörte er.

Das Landgericht hat den 37-jährigen Mitarbeiter der Vereinten Nationen in Bonn wegen Vergewaltigung zu drei Jahren Haft verurteilt. Der ursprüngliche Vorwurf, er habe der Landsmännin zuvor K.o.-Tropfen ins Getränk gegeben, konnte das Gericht nicht sicher feststellen. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde er freigesprochen. Die Richter der 3. Großen Strafkammer hatten jedoch keinen Zweifel, dass ihm die Schläfrigkeit und auch starke Alkoholisierung der jungen Frau (1,5 Promille) nicht verborgen geblieben war.

Dennoch habe er sie für sein sexuelles Begehren ausgenutzt. Erst als die 22-Jährige, die als Kind bereits missbraucht worden war, flüsterte: „Nicht schon wieder!“, hörte er auf, entschuldigte sich wiederholt, hoffte, dass es ihr auch gefallen habe, und brachte sie nach Hause. Dort kollabierte Maria S., die noch per SMS eine Freundin alarmieren konnte. Sie musste in eine Klinik gebracht werden.

Seit dieser Nacht sei die Mexikanerin nicht mehr dieselbe, hatten ihre Gasteltern als Zeugen geschildert. Zuvor sei sie lebenslustig und immer fröhlich gewesen, heute „ernst, zurückgezogen, ja ängstlich“. Sogar dem Prozess musste sie sich stellen, weil der Angeklagte ihr die Aussage nicht erspart hatte. Der 37-Jährige hatte behauptet, dass der Sex einvernehmlich gewesen wäre. Das jedoch wurde dem UN-Mitarbeiter nicht geglaubt.

Kammervorsitzender Klaus Reinhoff im Urteil: Der Angeklagte sei zwar nicht der typische Vergewaltiger, der im Wald auf ein Opfer wartet. Vielmehr habe er, weil er das attraktive Mädchen begehrt hatte, eine „furchtbare, falsche Entscheidung“ getroffen. Ein Fehlverhalten jedoch, das inakzeptabel sei.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/UN-Mitarbeiter-in-Bonn-vergewaltigte-Au-pair-M%C3%A4dchen-article3580617.html


14.06.17, 15:42 Uhr

Bonn – Es ist eine Horror-Vorstellung für jede junge Frau: Beim Feiern mit K.o.-Tropfen betäubt zu werden und anschließend einem Sex-Täter zum Opfer zu fallen. Genau das hat María F. (22, Namen geändert) durchgemacht. Die junge Mexikanerin, die als Au-pair in Bonn arbeitet, wurde in einem City-Club mit einem Schlafmittel betäubt. Später verging sich dann noch ein Bekannter an ihr.

Sie feierte, tanzte, flirtete: Es hätte ein toller Abend für María werden sollen. Sie hatte in der Disco einen jungen Mann kennengelernt, knutschte auch mit ihm.

Ihrem Landsmann Luis N. (37) war das ein Dorn im Auge: „Ihm passte es nicht, dass María mit einem deutschen Mann herummacht“, so Richter Klaus Reinhoff.

Der Verdacht liegt auf der Hand: UN-Mitarbeiter Luis N. (37) mischte der 22-Jährigen das Schlafmittel Lormetazepam ins Getränk, um sich später an ihr vergreifen zu können. Doch das ließ sich vor Gericht nicht beweisen.

Klar wurde aber: N. hat die 22-Jährige vergewaltigt! Er hatte María – von Alkohol und den Tropfen völlig benommen – in sein Auto verfrachtet, war mit ihr an einen Feldweg gefahren und hatte sie dort missbraucht.

Das Au-pair-Mädchen war zu schwach, sich zu wehren. Als María weinend bat „Nicht schon wieder“,  war der 37-Jährige plötzlich wieder zur Besinnung gekommen und hatte von der jungen Frau, die schon als Kind missbraucht worden war, abgelassen.

Vor Gericht behauptete Luis N., der Sex sei einvernehmlich gewesen. Dass das nicht stimmt, beweist nicht nur Marías Zeugenaussage, sondern auch, dass sich der 37-Jährige mehrfach bei seinem Opfer entschuldigt hat. Unter anderem – nur eine Stunde nach der Tat – auch per Whats-app-Nachricht.

Drei Jahre schickten die Bonner Richter den Mann in den Knast. Seine Familie, die schon vor Beendigung des UN-Projektes von N. wieder heim nach Mexiko ging, wird noch eine ganze Weile auf die Heimkehr des dreifachen Vaters warten müssen.

http://www.express.de/bonn/un-mann-vergewaltigte-die-22-jaehrige-mar%C3%ADa-in-der-disco-mit-k-o–tropfen-betaeubt-27795526

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