Frankfurt (ots) – (mc) In der Straße An der Litzelwiese kam es am gestrigen Vormittag, den 05. Januar 2017, zu einem dreifachen versuchten Tötungsdelikt unter Familienmitgliedern.

Gegen 11.15 Uhr traf sich die Familie mit tschechisch-bulgarischen Wurzeln am Haus der verstorbenen Großmutter, um Haushaltsarbeiten zu erledigen. Der 39-jährige Sohn wartete auf seinen 67-jährigen Vater, der in Begleitung der 37-jährigen Stiefmutter und 20-jährigen Stiefschwester erschien. Es war eine gewöhnliche Zusammenkunft ohne Anzeichen auf den späteren Kampf.

Dieser begann im Badezimmer, als der Sohn unvermittelt mit einer Axt auf seine Stiefmutter und -schwester einschlug. Beide wurden am Kopf verletzt, konnten jedoch ein weiteres Einwirken des Beschuldigten verhindern, indem sie die Tür zuhielten. Daraufhin ließ er von ihnen ab und widmete sich seinem Vater. Mit einem Messer und der Axt setzte er diesem heftig zu. Er ging mit massiven Kopfverletzungen zu Boden. Den beiden Frauen gelang es den Sohn von weiteren Angriffen abzuhalten. Daraufhin setzte er zur Flucht an und rannte aus dem Haus. Vor der Haustür konnten die Frauen und weitere Passanten den Sohn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Der Sohn versuchte sich gegen die Festnahme zu widersetzen, wurde jedoch durch die Beamten schnell unter Kontrolle gebracht.

Alle drei Geschädigten wurden stationär ins Krankenhaus aufgenommen. Allerdings befinden sich keine der Familienmitglieder mehr in Lebensgefahr.

Nach bisherigem Ermittlungsstand ist der Grund für die abscheuliche Tat noch ungeklärt.

Der Sohn wird wegen des brutalen Angriffs am heutigen Tag dem Haftrichter vorgeführt.

Die Frankfurter Kriminalpolizei (K11) hat die Ermittlungen übernommen.

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