Auf Druck der Bildzeitung veröffentlichte die Berliner Polizei die Fahndungsbilder der brutalen Verbrecher diesmal schneller!


Nach Auswertung von umfangreichem Videomaterial durch die Ermittler der 4. Mordkommission bittet die Polizei Berlin um Mithilfe bei der Identifizierung der mutmaßlichen Täter. Die sieben Jugendlichen bzw. jungen Männer stehen im Verdacht, in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße einen schlafenden Obdachlosen durch Feuer gefährdet zu haben. Die Flammen waren durch hinzueilende Passanten gelöscht worden, sodass dem 37-jährigen Mann, der alkoholisiert auf einer Bank des U-Bahnhofes schlief, körperliche Schäden erspart blieben.
Die sieben bislang Unbekannten flüchteten anschließend in eine U-Bahn und fuhren davon. Das Vorgehen der Jugendlichen wurde als versuchter Mord gewertet.

Die Polizei fragt:

  • Wer kennt einen oder mehrere Tatverdächtige, die auf den Videobildern zu sehen sind?
  • Wer kann Angaben zu deren Aufenthaltsort oder Identität machen?

Hinweise nimmt die 4. Mordkommission beim Landeskriminalamt in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664- 911 444 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Erstmeldung Nr. 3111 vom 25.12.2016 – Durch Hilfe Schlimmeres verhindert:
Dem sofortigen und beherzten Eingreifen mehrerer Zeugen ist zu verdanken, dass ein Obdachloser vergangene Nacht körperlich unversehrt blieb. Etwa fünf bis sechs bislang Unbekannte haben derzeitigen Erkenntnissen zufolge gegen 2 Uhr Kleidungsstücke eines schlafenden Obdachlosen auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet. Die Passanten löschten sofort die Flammen an dem Papier, mit dem sich der 37-Jährige offenbar zugedeckt hatte. Ein U-Bahnfahrer, der das Geschehen beobachtet hatte, eilte mit einem Feuerlöscher hinzu. Der offensichtlich alkoholisierte Obdachlose blieb dadurch glücklicherweise unverletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen versuchten Mordes übernommen. Die Fahndung nach den Tätern wurde eingeleitet.

https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.545643.php


http://www.bild.de/regional/berlin/mordversuch/fahndung-nach-u-bahn-zuendlern-49486336.bild.html


http://www.n-tv.de/panorama/Berliner-Polizei-veroeffentlicht-Fahndungsfotos-article19414981.html

Video bei nTV:

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Berliner-Polizei-fahndet-nach-Tatverdaechtigen-article19415096.html


Berlin – Sie haben die sieben jungen Männer, die auf einem Berliner U-Bahnhof vermutlich einen Obdachlosen angezündet haben!

Sechs der 15 bis 21 Jahre alten Jugendlichen stellten sich am Montagabend auf verschiedenen Dienststellen, der 21-jährige Hauptverdächtige wurde von Zivilfahndern in der Nähe seiner Meldeadresse festgenommen.

Nach BILD-Informationen waren sechs der Gefassten den Ermittlern bereits vor der Tat wegen verschiedener Delikte bekannt – gegen sie wurde unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt.

Die jungen Männer – von denen sechs aus Syrien stammen und einer Libyer ist – werden derzeit von einer Mordkommission vernommen.

„Für alle Festgenommenen sollen von uns Haftbefehle beantragt werden“, sagt Karen Müller, Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft. Fraglich ist, ob ein Richter dem zustimmt.

Die Männer kamen laut Ermittlern als Flüchtlinge nach Deutschland. Ihr Status sei „höchst unterschiedlich“ – einige hätten einen Aufenthaltsstatus, andere befänden sich in laufenden Asylverfahren. Zwei der Tatverdächtigen sind laut Staatsanwaltschaft seit 2014 in Deutschland, die restlichen fünf reisten zwischen 2015 und 2016 ein. 

Die Männer stehen im Verdacht, in der Nacht nach Heiligabend die Kleidung eines schlafenden Obdachlosen (37) am Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet zu haben. Ermittlungen wegen Mordversuchs wurden eingeleitet.

Die Unbekannten sprangen nach der Attacke in eine U-Bahn und fuhren davon – mit Aufnahmen aus dem Zug suchten die Ermittler seit dem zweiten Weihnachtstag öffentlich nach den Tätern.

Auf dem Video war zu sehen, wie die jungen Männer vor der Abfahrt noch aus der offenen Tür auf den Bahnsteig schauen, sie lachen, feixen und unterhalten sich. Es scheint, als feierten sie in diesem Moment ihre ekelhafte Tat!

Die öffentliche Fahndung wurde am Dienstagmorgen von der Polizei-Homepage gelöscht.

Der obdachlose Mann blieb nahezu unverletzt – laut Ermittlern hat er das dem schnellen Eingreifen mehrerer Zeugen zu verdanken.

http://www.bild.de/regional/berlin/mordversuch/zuendler-haben-sich-nach-fahndung-gestellt-49492976.bild.html


https://www.welt.de/vermischtes/article160619320/Polizei-verhoert-Tatverdaechtige-Ihr-Status-wird-geprueft.html


Ein Bekannter der feigen Feuerzündler hatte nach der Tat Kontakt mit dem mutmaßlichen 21-jährigen Haupttäter. Dieser schilderte ihm am Telefon, was passiert sein soll. Verwandte des 15-jährigen Tatverdächtigen Bashar K. zeichnen ein ganz anderes Bild.

Nach dem Mordversuch an einen schlafenden Obdachlosen im Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße konnten die sieben Tatverdächtigen gefasst werden: Es sind Flüchtlinge aus Syrien und Libyen. Sechs von ihnen sind polizeibekannt. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat am Dienstagnachmittag gegen alle Festgenommenen Haftbefehle beantragt. Der Vorwurf lautet auf gemeinschaftlichen versuchten Mord.

Brennende Serviette in Schlafsack gesteckt?

Nun wurden weitere Details der Feuer-Attacke bekannt. So sollen die feigen Zündler erst versucht haben, ihr schlafendes Opfer mit einer brennende Plastiktüte anzuzünden. Doch damit nicht genug: Als das mit der Tüte nicht funktionierte, hätten sie eine brennende Serviette in den Schlafsack des Mannes gesteckt, berichtet ein Bekannter des mutmaßlichen Haupttäters gegenüber der BILD. Der Hauptverdächtige Noor Al-A. (21) habe ihm demnach das Geschehen so am Telefon geschildert, kurz bevor der 21-Jährige festgenommen wurde. 

Noor Al-A. soll staa­ten­lo­ser Pa­läs­ti­nen­ser mit libyschen Papieren sein und vor ein­ein­halb Jah­ren aus dem Flücht­lings­camp Yar­mouk bei Da­mas­kus nach Deutsch­land gekommen sein.

Die Staatsanwaltschaft will sich erst am Freitag erneut zu dem Fall äußern.

„Mein Bruder ist unschuldig“

Der Spiegel hingegen sprach mit dem Bruder des 15-jährigen Bashar K., der ebenfalls zu den sieben Tatverdächtigen zählt. Emad K. verteidigt seinen jüngeren Bruder. Am Telefon will er ihn aufgefordert haben sich zu stellen. „Ich habe nichts gemacht“, soll der Tatverdächtige zuvor gesagt haben.

Der Bruder des 15-Jährigen schildert eine andere Geschichte als der Bekannte der Feuerzündler. In seiner Version haben die Tatverdächtigen den Obdachlosen weder gezielt noch gemeinsam angezündet. „Mein Bruder ist unschuldig“, so Emad K.. Der 21-jährige hauptverdächtige Libyer soll demnach ein Papiertaschentuch angezündet und dieses auf eine Tüte oder Tasche neben den Obdachlosen geworfen haben, schreibt der Spiegel.

Einem Cousin gegenüber soll Bashar K. außerdem gesagt haben, dass der Obdachlose nicht geschlafen hat, sondern sich zu den Flüchtlingen setzte.

B.Z. beantwortet die wichtigsten Fragen zum Feuer-Angriff von der Schönleinstraße.

Wer war das Opfer?

Der 37-Jährige stammte aus Polen und lebte in Berlin auf der Straße. Zur Tatzeit soll der Mann betrunken gewesen sein. Der Obdachlose wurde bei dem Angriff nicht verletzt. Passanten und ein U-Bahn-Fahrer griffen ein und löschten die Flammen. In der Tatnacht wurde das Opfer befragt. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.

Wer sind die Verdächtigen?

Nach Ermittler-Angaben stammen sechs der Verdächtigen aus Syrien, einer aus Libyen. Sie sollen zwischen 2014 und 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sein. Sie waren demnach in verschiedenen Berliner Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Als Hauptverdächtiger gilt ein 21-Jähriger Syrer.

Welche Strafen haben die Verdächtigen zu erwarten?

Zwei der Männer sind nach Polizeiangaben voll­jäh­rig (18 und 21), die an­de­ren sind 15 bis 17 Jahre alt.

Holger Wirthwein, Fachanwalt für Strafrecht, erläutert der B.Z. die Abstufung der möglichen Strafe nach dem Gesetz bei versuchtem Mord in Abhängigkeit vom Alter: „Dem 21-jährigen Haupttäter droht als Erwachsenem eine lebenslange Haftstrafe. Die jugendlichen Täter zwischen 15 und 18 Jahren müssen mit einer Strafe von bis zu zehn Jahren Haft rechnen.“

► Angeklagte im Alter von 18 bis 21 Jahren gelten als sogenannte Heranwachsende. Bei dem 18-Jährigen hängt es demnach davon ab, ob Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht zur Anwendung gelangt. Ihm würde im Fall einer Verurteilung eine Strafe von maximal zehn Jahren oder aber lebenslängliche Haft drohen.

Der Strafrechtler weiter: „Da es sich um ein versuchtes Delikt handelt, kommt nach dem Gesetz eine Strafmilderung in Betracht, die zur Verhängung einer geringeren Strafe führen kann.“

Warum wurden die Bilder aus Überwachungskameras so schnell veröffentlicht?

Hierbei war die Schwere des Delikts entscheidend: versuchter Mord. Nur Stunden nach der Tat wurden die Bilder öffentlich gemacht. Ein Richter hatte dies genehmigt. Laut Polizei ist Öffentlichkeitsfahndung immer das letzte Mittel. Jeder Einzelfall wird neu verhandelt.

Versuchter Mord: Was ist das Strafmaß?

Versuchter Mord wird in jedem Fall mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter drei Jahren geahndet. In manchen Fällen kann laut Berliner Landgericht sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt werden.

Sind Flüchtlinge häufiger Straftäter?

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik von 2015 gab es keine überproportionale Kriminalitätsrate bei Zuwanderern. Unter den rund 13.400 Straftaten, die Menschen mit dem Status Asylbewerber, Bürgerkriegsflüchtling oder einer Duldung sowie unerlaubtem Aufenthalt zugerechnet werden, ging es vor allem um 5700 Diebstähle, zumeist in Läden.
Registriert wurden auch gut 2000 Vermögens- und Fälschungsdelikte. Es gab 80 Verfahren wegen Sexualdelikten. Die Zahl der Straftaten gegen das Leben lag im einstelligen Bereich. Tote gab es keine.

http://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/obdachlosen-angezuendet-gingen-die-taeter-noch-skrupelloser-vor


Verbrechen wirken sich nach deutscher Gesetzeslage nicht auf ein Asylverfahren aus.


Zeitung schreibt verharmlosend von „Jungen“. Korrekte Altersfeststellung ist offenbar vor dem Prozess im schlamperten Berlin nicht erfolgt. Angegebenes Geburtsdateum offenbar Fake.

9.5.2017 16:56 Uhr

9. Mai 2017, 9.32 Uhr, Landgericht Berlin, Saal B129. Wie in einer Vitrine ausgestellt, kauern die sieben Jungen hinter zentimeterdickem Sicherheitsglas. Als die Tür des Gerichtssaals aufgestoßen wird, dutzende Kameras und Beobachter sich vor die Scheibe drängen und Blitzlicht blendet, halten sie Aktenmappen vor ihre Gesichter. Nur ein paar braune Locken schauen noch hervor.

Nour N., 21, der Hauptangeklagte, ist kaum 1,65 Meter groß. Als die Kameras aus sind, lässt er die Akte sinken. Tränen stehen in seinen Augen, er hält den Kopf gesenkt. So sieht ein Junge aus, der weiß, dass er etwas verbrochen hat, und der nun angsterfüllt darauf wartet, dass der Vater heimkommt. Die anderen sechs schauen sich mit großen Augen um. Eine Frage steht ihnen ins Gesicht geschrieben: Wie bin ich bloß hier gelandet?

25. Dezember 2016, zirca 2.15 Uhr, Berlin-Kreuzberg, U-Bahnhof Schönleinstraße. Nour und seine sechs Kumpels springen in eine einfahrende Bahn. Eine Überwachungskamera filmt sie, die sieben 15- bis 21-jährige Jungen, sechs aus Syrien, einer aus Libyen.Sie lachen, blicken zurück auf den Bahnsteig. Nour hat gerade ein brennendes Taschentuch neben dem Kopf eines schlafenden Obdachlosen platziert.

Irgendwo zwischen diesen beiden Szenen wird sich das Bild festsetzen, das sich die Prozessbeobachter von Nour, Mohammad, Khaled, Ayman, Mohamad, Bashar und Eyad machen. Dummer Streich oder Mordversuch – es sind weit auseinanderliegende Interpretationsmöglichkeiten, die die 13. Jugendkammer in acht Verhandlungstagen prüfen will.

„Flüchtlinge zünden Obdachlosen an“– der Fall hatte zwischen den Jahren Empörung ausgelöst. Ausgerechnet in der Weihnachtsnacht. Ausgerechnet junge Menschen, die in ihrer Heimat so viel Gewalt erfahren haben, nehmen sich einen vor, der noch schwächer ist als sie. Syrer sind im Vergleich zu Flüchtlingen anderer Herkunftsländer in den Kriminalstatistiken unterrepräsentiert ***. Aber ein solcher Vorfall prägt das öffentliche Gedächtnis stärker, als jede geglückte Integrationsgeschichte. Der Obdachlose kam unverletzt davon. Doch spätestens jetzt, im Angesichts des Andrangs im Saal, dürften die Jungen das Ausmaß ihrer Tat begreifen.

Staatsanwalt Martin Glage verliest die Anklage. Sechs von ihnen wirft er einen „heimtückischen und grausamen“ Mordversuch vor. Dem Siebten unterlassene Hilfeleistung. Nour N. habe in jener Weihnachtsnacht zunächst ein Papier angezündet, das er neben den Kopf eines 37-jährigen Obdachlosen aus Polen legte, der auf einer Bank schlief. Da das nicht richtig brannte, habe er noch ein Taschentuch angezündet und es unmittelbar neben den Kopf des Schlafenden geworfen. Den Angeschuldigten sei bewusst gewesen, sagt Glage, dass sich die Flamme in kurzer Zeit auch auf seine Kleidung ausbreiten, und er „qualvoll verbrennen würde“. Fahrgäste aus einer eintreffenden Fahrbahn weckten den Mann und löschten das Feuer. Nur dadurch sei Schlimmeres verhindert worden.

Glage spricht von einem „spontan gefassten, gemeinsamen Tatentschluss“ der Gruppe. Lediglich Eyad habe Abseits gestanden; gleichwohl sei auch er mit davongerannt, anstatt das Feuer zu löschen.

Überwachungskameras zeichneten die Tat auf. Als die Polizei am zweiten Weihnachtsfeiertag gestochen scharfe Bilder veröffentlichte, dauerte es nur wenige Stunden, bis sich sechs von ihnen stellten. Nour konnte wenig später von Zivilfahndern festgenommen werden. Er gab an, betrunken gewesen zu sein, er könne sich an nichts erinnern. Andere sagten, sie hätten ihn abhalten wollen. Das sei auf dem Video aber nicht zu erkennen, sagt Glage.

Was geschehen ist, kann keiner leugnen, die Bilder zeigen es genau. Doch im Verfahren wird es auf die Auslegung der Aufnahmen ankommen. Alexander Wendt, der Verteidiger des Hauptangeklagten, kritisiert, dass der Mordvorwurf „überhaupt nicht eindeutig“ sei. Dass Nour das brennende Taschentuch angezündet habe, hieße nicht, dass er auch den Tod des Obdachlosen in Kauf genommen habe. Staatsanwalt Glage hält dagegen, man habe den Vorfall bei der Bundesanstalt für Materialforschung nachgestellt. Der Versuch zeige, dass es Sekunden später zu einem großen Feuer hätte kommen können.

Das alles erzählen sie in Pausen, von denen es an diesem Tag einige gibt. Bereits die Feststellung der Personalien beginnt schleppend. Nour, der in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Syrien geboren ist, vertut sich mit seinem Geburtsdatum und erinnert sich nicht an die Adresse der Tante, bei der er in Berlin wohnte.

Mohammad und Eyad antworten der Richterin zwar in fließendem Deutsch, aber sie besteht darauf, dass sie die Dolmetscherin nutzen, damit sie wirklich alles verstehen. Diverse Anträge der Verteidiger ziehen die Verhandlung in die Länge. Und dann macht Richterin Regina Alex noch auf einen entscheidenden Fehler der Ermittler aufmerksam: Vier der Aussagen bei der Mordkommission dürfen nicht verwertet werden, weil die Polizisten die Jugendlichen und ihre gesetzlichen Vormünder nicht darauf aufmerksam gemacht hatten, dass sie ein sogenanntes Elternkonsultationsrecht haben: Jugendliche unter 18 Jahren dürfen ihre Eltern oder einen gesetzlichen Vertreter zu ihrer Aussage hinzuziehen.Dies hatten die Ermittler bei Mohammad, Khaled, Bashar und Eyad jedoch nicht erklärt. Schließlich vertagt sich das Gericht.

Sein Mandant wolle am nächsten Freitag eine Aussage machen, kündigt Ingmar Pauli an, der den 16-jährigen Bashar K. vertritt. Bashar sei nach einem Raketenangriff auf seine Schule im Sommer 2015 seinem älteren Bruder nach Berlin gefolgt. Sein Vater, ein Lehrer, sei vom Regime verschleppt worden. Seine Mutter lebe noch in Syrien. Die anderen minderjährigen Flüchtlinge kannte er demnach vom Alexanderplatz, wo sie sich trafen, um die Zeit totzuschlagen. Einen Platz in der Schule habe Bashar nicht bekommen. In der Weihnachtsnacht seien sie vor lauter Langeweile mit der U8 gefahren, bis zur letzten Station und wieder zurück. Nour habe er erst an jenem Abend kennengelernt.

Der Verteidiger findet, man müsse differenzieren zwischen dem, der das Feuer gelegt hat und den anderen, die nur dabei waren. Am nächsten Verhandlungstag will die Richterin die Videos der Überwachungskameras vorführen lassen. Sie sind ohne Ton. Auch deswegen wollen sich die Angeklagten dann dazu äußern: Um der Interpretation ihren eigenen Kommentar beizufügen.

https://www.welt.de/vermischtes/article164417247/Das-Papier-brannte-nicht-Dann-zuendete-Nour-ein-Taschentuch-an.html


*** Die Zeitung lügt.

Herkunft Syrien PKS 2015

  • 22 Tatverdächtige Syrer bei Straftaten gegen das Leben
  • 258 Tatverdächtige Syrer bei Sexualstraftaten
  • 1.974 Tatverdächtige Syrer bei Gewaltstraftaten
  • 5.177 Tatverdächtige Syrer bei Rohheitsdelikten
  • 14.349 Tatverdächtige Syrer insgesamt ohne ausländerrechtliche Straftaten
  • 134.177 Tatverdächtige Syrer insgesamt

https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2015/Standardtabellen/Tatverdaechtige/tb62_TatverdaechtigeNichtdeutscheStraftatenStaatsangehoerigkeit_excel.xlsx?__blob=publicationFile&v=2


12.05.2017 – 12:36 Uhr

Sechs Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren sind wegen versuchten Mordes angeklagt, ein weiterer Verdächtiger wegen unterlassener Hilfeleistung. Die Angeklagten: Bashar K. (16), Mohamad Al J. (19), Mohammad A. (18), Ayman S. (17), Khaled A. (18) der Hauptangeklagte Nour N. (21)

Am Dienstag war der erste Prozesstag im Fall der erschütternden Feuerattacke auf einen schlafenden Obdachlosen in einem U-Bahnhof in Berlin-Kreuzberg.

Berlin – Am Freitag wurde der Prozess gegen die Angeklagten vor dem Landgericht fortgesetzt. Diesmal mit einer Erklärung des Hauptangeklagten – der sich herausredete!

Nour N. (21) ließ am Morgen des zweiten Prozesstags die Erklärung durch seinen Anwalt verlesen. Darin gestand er die Tat, zeigte Reue und redete sich gleichzeitig mit Drogen- und Alkoholkonsum heraus.

„Es trifft zu. Ich war für das Legen des Feuers an der Bank verantwortlich. Unbegreiflich aus heutiger Sicht“, beginnt das Geständnis. Und entschuldigend geht es weiter: „Ich hatte erheblich Alkohol und Drogen zu mir genommen.“

Die Drogen-Beichte

Demnach waren der syrische Flüchtling und seine Begleiter über mehrere Stunden mit verschiedenen U-Bahnen unterwegs.

Bereits am frühen Abend habe er auf dem Weg zum Alexanderplatz zwei „Haschisch-Zigaretten“ geraucht.

Danach habe er auf einer öffentlichen Toilette am Alex zwei Linien Heroin gezogen und Wodka mit Cola getrunken.

Am Kottbusser Tor habe es puren Wodka und weitere Joints gegeben.

Am Hermannplatz eine Ecstasy-Pille. „Ich war stark berauscht und wie aufgeputscht“, heißt es wörtlich in der Erklärung.

Weiter sagte er: „An der Schönleinstraße mussten wir warten, da kam mir die fatale Idee, mich mit dem Mann zu beschäftigen. Irgendwie wollten wir ihm einen Streich spielen, ihn durch ein kleines Feuerchen aufschrecken. Im Lager haben wir das auch manchmal gemacht.

Vielleicht habe er dabei großspurige Bemerkungen von sich gegeben, so der Haupttäter. Er vermutet, der Plan habe sich in seinem Kopf festgesetzt.

Das soll mutmaßlich erklären, warum er nach dem gescheiterten ersten Versuch ein zweites Mal am Kopf des obdachlosen Mannes zündelte.

Nach der Tat habe man sich schnell entfernt und das Geschehen aus der Ferne verfolgt. „Es ist mir bewusst gewesen, wie völlig verroht mein Handeln war. Ich habe mich nach außen cool und lässig gegeben.“ Zu keiner Zeit habe er den Tod billigend in Kauf genommen, so der Angeklagte. Er spricht von „Spaß“ und „Streich“, der aber niemals jemanden in eine echte Lebensgefahr bringen sollte. Er beteuert: „Ich bin nicht so verroht.“

Wider jeder Vernunft habe er darauf vertraut, dass nichts Schlimmes passiert. Nour N.: „Ich schäme mich wirklich sehr und ich bin mir bewusst, welch verheerendes Bild mein Verhalten auf andere Flüchtlinge geworfen hat.“ Seine widersprüchlichen Aussagen bei der Polizei erklärt er so: „Ich war voller Angst, völlig verunsichert.“ 

Fünf der Angeklagten gaben am zweiten Prozesstag Erklärungen ab, die beiden weiteren mutmaßlichen Komplizen wollen sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

In der Aussage eines 18-jährigen Syrers hieß es, er habe „nicht mitbekommen, dass etwas angezündet wurde“. Ein weiterer 18-Jähriger erklärte, der Nour N. habe betrunken gewirkt, die Unterhaltung geführt und ein Stück Papier angezündet. „Ich ging davon aus, dass es nicht brennt.“ Ein 19-Jähriger erklärte, er habe dem Hauptangeklagten „weder aktiv geholfen noch passiv dessen Verhalten unterstützt“. Mehrere erklärten, sie seien vor Gewalt in Syrien geflohen und „froh in Deutschland zu sein“. Ein 17-Jähriger gab den Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung zu.

Darum geht’s in dem Prozess

Sechs der 16- bis 21-Jährigen wird versuchter Mord vorgeworfen. Sie sollen laut Staatsanwaltschaft billigend in Kauf genommen haben, dass der Obdachlose selbst hätte Feuer fangen und verbrennen können. Einem siebten Angeklagten wird unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die Männer einen Menschen bei lebendigem Leib verbrennen wollten – heimtückisch und grausam.

Der Obdachlose (37) aus Polen schlief am ersten Weihnachtsfeiertag 2016 auf einer Bank im Bahnhof, als Nour N. ein Taschentuch anzündete und es gegen den Kopf des Opfers warf. Das Feuer griff bereits auf Rucksack und Plastiktüte über, auf die sich der Mann gelegt hatte. Die Täter liefen weg.

Die Anklage: „Die weitere Ausbreitung des lodernden Feuers überließen sie dem Zufall.“ Das Opfer hätte „qualvoll verbrennen“ können. Passagiere einer einfahrenden U-Bahn löschten die Flammen, bevor der Mann in Brand geriet.

Für den Staatsanwalt handelt es sich um versuchten Mord, für den die Höchststrafe droht: bis zu 15 Jahre Knast für die fünf Heranwachsenden, lebenslang für den erwachsenen Nour N. Wenn es nicht diesen einen Fehler gegeben hätte …

Panne bei der Polizei?

Am ersten Prozesstag am vergangenen Dienstag wurde eine peinliche Polizei-Panne aufgedeckt. Die Aussagen von vier Angeklagten dürfen laut Richterin Regina Alex nicht gewertet werden. Denn bei der Vernehmung der Minderjährigen seien weder Eltern noch gesetzliche Vertreter dabei gewesen. Möglicherweise muss deswegen die Anklage wegen Mordes sogar fallen gelassen werden. 

Am Freitag äußerte sich nun die Polizei zu diesen Vorwürfen. In einer Erklärung hieß es, dass die Mutter eines Angeklagten explizit auf ihr Beisein bei der polizeilichen Vernehmung verzichtet habe. Weiter hieß es: „Ein Vormund, der für zwei weitere Angeklagte verantwortlich ist, verzichtete ebenfalls auf sein Anwesenheitsrecht ebenso wie der Vormund des 4. Jugendlichen, der kurz nach Vernehmungsbeginn mit seinem Schützling gesprochen hatte.“

Ein Jugendlicher habe den Polizisten keine Angaben zu einem Vormund oder einer Betreuungsperson machen können. „Um die Aussagen der Angeklagten als Beweismittel zu werten, hätte die Kammer die vernehmenden Beamtinnen bzw. Beamten hören können, worauf sie verzichtet hat.“

Jeder der Beschuldigten sei unter Hinzuziehung eines Dolmetschers rechtlich belehrt worden. Für eine Verurteilung der Angeklagten lägen dem Gericht weitere Beweismittel vor, darunter drei weitere Aussagen und Videoüberwachungsmaterial.

Abschließend heißt es: „Der Vorwurf des ‚Versagens‘ unserer Mordkommission ist haltlos.“

Das Urteil soll am 13. Juni gesprochen werden.

http://www.bild.de/regional/berlin/mordversuch/so-redet-sich-der-obdachlosen-anzuender-raus-51706804.bild.html


9.6.2017 16:52 Uhr

Im Prozess um eine Feuerattacke auf einen schlafenden Obdachlosen hat das Berliner Landgericht die Haftbefehle gegen fünf Verdächtige aufgehoben. Damit gab es am Freitag Anträgen der Verteidiger statt. Bislang saßen sechs Verdächtige in Untersuchungshaft. Sie kommen jetzt zunächst auf freien Fuß, der Prozess gegen sie geht aber weiter.

Der Haftbefehl gegen den 21-jährigen Hauptverdächtigen bleibe bestehen, hieß es. Alle sechs sind wegen versuchten Mordes angeklagt. Am Freitag gab das Gericht den rechtlichen Hinweis, dass auch mildere Strafen in Betracht kämen.

Zum Ende der Beweisaufnahme hatten die Richter gesagt, das für den Haupttäter auch eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung in Betracht käme, also maximal fünf Jahre Haft. Zudem könnten die Nebentäter auch wegen Beihilfe zu versuchter gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden, hieß es.

Die 16- bis 21-jährigen Angeklagten aus Syrien und Libyen sollen laut Anklage Heiligabend 2016 im U-Bahnhof Schönleinstraße billigend in Kauf genommen haben, dass der 37-jährige Obdachlose hätte Feuer fangen und verbrennen können. Nur durch das Eingreifen von Fahrgästen sei er unverletzt geblieben.

Mehrere Angeklagte hatten den Vorwurf des Mordversuchs zurückgewiesen. Der 21-Jährige gab zu, ein Taschentuch in Brand gesteckt zu haben. Er habe den Mann aber „nur durch ein kleines Feuerchen aufschrecken wollen“. Zu keinem Zeitpunkt habe er mögliche tödliche Folgen in Kauf genommen.

Die Angeklagten sollen zwischen 2014 und 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sein. Nach ihnen wurde Ende des vergangen Jahres mit Bildern aus einer Überwachungskamera öffentlich gefahndet.

Sechs der Jugendlichen und jungen Männer stellten sich daraufhin selbst der Polizei, der siebte, der 21-jährige mutmaßliche Haupttäter, wurde festgenommen. Ihm droht mit der Anklage lebenslange Haft, den anderen bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Alle Angeklagten saßen seit dem 27. Dezember in Haft. Ein siebter Angeklagter wurde bereits Mitte März wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt. Gegen ihn wurden zwei Wochen Jugendarrest verhängt. Diese hatte er mit der Untersuchungshaft bereits abgesessen.

https://www.welt.de/vermischtes/article165387198/Obdachlosen-angezuendet-Gericht-hebt-fuenf-Haftbefehle-auf.html


9.6.2017 18:40 Uhr

Die fünf jungen Männer versuchen gar nicht erst, ihre Freude zu verbergen. An ihren Verteidigern vorbei suchen sie die Augen der anderen Angeklagten. Kreuzen sich ihre Blicke dann endlich, können sie nicht anders als zu grinsen.

Einige von ihnen lassen ihre Füße unter den Tischen des Landgerichts Berlin zappeln, denn das, was die Richterin so eben verkündet hatte – und was ihnen per Dolmetscherin ins Ohr geflüstert wurde –, bedeutet für sie eins: Sie werden aus der Untersuchungshaft entlassen, ihre nächsten Schritte aus diesem Gerichtsgebäude werden sie als freie Männer tun.

Nach fast sechs Monaten hinter Gittern, ist die Zeit im Gefängnis für die fünf Flüchtlinge jetzt Vergangenheit. Zumindest vorläufig.

Am Vormittag hatte es sich schon abgezeichnet: Richterin Regina Alex gab einen rechtlichen Hinweis, dass sie es in Erwägung zöge, den Tatvorwurf abzuändern. Kein versuchter Mord und die Beteiligung daran mehr, sondern gefährliche Körperverletzung. Dementsprechend würde sich auch das höchste Strafmaß ändern: fünf Jahre anstatt einer lebenslanger Haft. Doch die Richterin machte klar: Das sei zunächst lediglich ein Hinweis.

Was nach der Mittagspause folgte, war ein Eiertanz zwischen den sechs Verteidigern und der Kammer: War das jetzt nun nur ein rechtlicher Hinweis, oder werden bald Tatsachen geschaffen? Soll die Verteidigung noch weitere Beweisanträge einreichen und den Prozess verschleppen? Die Stimmung in Raum B129: genervt. Weder die Beteiligten noch die Prozessbeobachter wurden schlau aus den Ankündigungen der Richterin.

Schließlich hatte sie doch auch verkündet, dass sie den Prozess problemlos bis August weiterführen könnte. Dann zog sich das Gericht zur Beratung zurück, 15 Minuten Pause wurden angekündigt.

Aus 15 Minuten wurde eine halbe Stunde, dann ging es weiter – mit markigen Worten. „Die Kammer macht jetzt Nägel mit Köpfen“, sagte Richterin Alex. Dann verkündete sie das Ergebnis der Beratung: Die Haftbefehle gegen fünf der sechs Angeklagten werden aufgehoben. Lediglich der Hauptangeklagte, Nouri N., müsse weiter in Untersuchungshaft bleiben. Für ihn käme so nun auch eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung infrage, für die restlichen Angeklagten Beihilfe zu ebendieser.

Anschließend bat die Richterin Staatsanwalt Martin Glage, sein Schlussplädoyer vorzutragen. „Jetzt ist die Luft ja eh raus“, kommentierte er die Bitte lakonisch, sein Plädoyer sei doch nun etwas für die Galerie. Trotzdem nutzte er es, um seinem Unmut Luft zu machen. Und um zu zeigen, dass in seinen Augen das, was die sechs jungen Männer am frühen Morgen des ersten Weihnachtstags getan und vor allem unterlassen hatten, alles andere als ein Dummejungenstreich gewesen war.

Minutiös schilderte Glage die Ereignisse jener Nacht, dem 25. Dezember 2016, gegen 2.15 Uhr. Wie sich die Gruppe junger Männer getroffen hatten, am U-Bahnhof Schönleinstraße dann gefeixt hätten, laut gelacht, gerufen. Wie sie auf den schlafenden Obdachlosen aufmerksam wurden, der regungslos auf einer Bank lag. Wie Nour N. mit einem Feuerzeug hantierte, ein Taschentuch anzündete, es neben den Kopf des Schlafenden legte.

Und Glage ging vor allem darauf ein, wie sie dem Obdachlosen den Rücken zukehrten, nachdem sich ein Feuer gebildet hatte, wie niemand auf die Idee kam, einzuschreiten, die Reißleine zu ziehen. Als diese Worte die Ohren der Angeklagten erreichten, grinsten sie nicht mehr, suchten nicht mehr die Blicke der anderen. Die meisten von ihnen schauten auf die Tischplatte vor sich.

„Hätte nur einer ernsthaft gesagt: Wir lassen das – der Angeklagte N. hätte sicher aufgehört.“ Doch niemand hätte das gesagt, so Glage. „Heimtückisch“ nannte er die Tat, abschließend forderte er für den Hauptangeklagten eine Strafe von zwei Jahren und zehn Monaten, für drei Angeklagte, die von Anfang an dabei gewesen waren, zwei Jahre und sechs Monate sowie für die beiden Angeklagten, die erst später dazu kamen, zwei Jahre auf Bewährung.

Die fünf Angeklagten, für die er geringere Strafen gefordert hatte, lassen die Haft nun jedoch vorerst hinter sich, und man spürt bei Glage die Zerknirschung darüber; eben in den Momenten, wenn er in sein vorbereitetes Plädoyer spontan Kritik einbaut und mit ihnen die Entscheidung des Gerichts hinterfragt. „Ich bin auf die Erklärung der Kammer bei der Urteilsverkündung gespannt“, sagte Staatsanwalt Glage gegen Ende seines Plädoyers.

Am kommenden Dienstag wird es dann so weit sein. Dann wird nicht nur die Verteidigung Stellung beziehen, sondern auch Richterin Regina Alex begründen, warum diese Tat kein Mordversuch mehr ist.

https://www.welt.de/vermischtes/article165398798/Warum-ist-diese-Tat-ploetzlich-kein-Mordversuch-mehr.html


13. Juni 2017

BERLIN. Das Landgericht Berlin hat die Urteile über die sogenannten Obddachlosen-Zündler gefällt. Lediglich der 21 Jahre alte Haupttäter Nour N. wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihn eine Gefängnisstrafe von vier Jahren wegen eines gemeinschaftlich begangenen Mordversuches gefordert.

Ein weiterer Mann wurde zu acht Monaten Bewährung verurteilt. Vier andere Angeklagte erhielten Jugendstrafen. Insgesamt sieben Männer zwischen 16 und 21 Jahre waren angeklagt, an Heiligabend 2016 versucht zu haben, einen schlafenden Obdachlosen auf dem Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße anzuzünden. Aufmerksamen Fahrgästen gelang es jedoch, das Feuer zu löschen.

Staatsanwalt Martin Glage sah das Mordmerkmal der Heimtücke gegeben. „Das war alles andere als ein aus dem Ruder gelaufener Dumme-Jungen-Streich“, zitiert die Berliner B.Z. aus dem Plädoyer. Bereits am Freitag waren fünf Angeklagte aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Männer sollen aus Libyen sowie Syrien stammen und sind alle in Deutschland als Flüchtlinge registriert.

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/obdachlosen-zuendler-nur-haupttaeter-bekommt-haftstrafe/


20. Juni 2017 15:11

Nour N. wurde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft will nun, dass der Bundesgerichtshof das Urteil prüft und legt Revision ein.

Nach der Verurteilung des 21-jährigen Nour N. wegen der Feuerattacke auf einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof solle das Urteil rechtlich überprüfen, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner am Dienstag.

Das Berliner Landgericht hatte den Haupttäter vor einer Woche wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Haft von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wollte hingegen ein Urteil wegen versuchten Mordes erreichen und verlangte eine Haftstrafe von vier Jahren. Dem folgte das Gericht nicht. Die Attacke am Weihnachtsabend 2016 hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Den Flüchtlingen aus Syrien und Libyen war vorgeworfen worden, den Obdachlosen auf einer Bank im Kreuzberger U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet zu haben. Fahrgäste löschten die Flammen, der ahnungslose Mann aus Polen blieb unverletzt. Die Angeklagten hatten im Prozess einen Tötungsversuch zurückgewiesen.

http://www.bz-berlin.de/tatort/menschen-vor-gericht/nach-feuer-attacke-berlin-kreuzberg-revision-eingelegt-staatsanwaltschaft


Syrer sind innerhalb der Gruppe der Orientalen die gefährlichste Herkunft, wie die Falldokumentation auf Crimekalender zeigt.

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