21. Juni 2017 13:49

Dieser Mann soll seine Schwester vergewaltigt und die Mutter krankenhausreif geschlagen haben: Arbi G. (32) aus Tschetschenien. Am Mittwoch begann der Prozess wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Beischlaf zwischen Verwandten vor dem Landgericht.

Die Vorwürfe der Anklage gegen den abgebrochenen Ökonomiestudenten sind unfassbar:
„Mach, sonst steche ich dich ab“

Es ist der 20. Dezember 2016 morgens gegen 7 Uhr, als er seiner Schwester Elina *(23) auf dem Betriebsbahnhof Rummelsburg auflauert, sie gegen ihren Willen in seine Wohnung in Lichtenberg zerrt, ihr ein Tuch auf Mund und Nase drückt, dass sie zu ersticken droht und fordert: „Los, zieh deine Hose aus.“ Das Flehen des Mädchens von seinem Vorhaben abzulassen, beantwortet er, das aufgeklappte Messer in der Hand, mit: „Mach, sonst steche ich dich ab.“ Dann missbraucht er sie.

Die Schwester flüchtete nach Hause zur Familie. Zwei Stunden später klingelt er an der Tür seiner Familie, hinter der sich auch die Schwester verbirgt. Als sich die Mutter schützend vor ihre Tochter stellt, schlägt er ihr so heftig die Faust ins Gesicht, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden muss.

Mit der Drohung, sie im Weigerungsfalle „abzuschlachten“, zwingt er die Schwester dann erneut in seine Wohnung. Diesmal ist ihr Widerstand gebrochen. Der Bruder vergewaltigt sie mit den Worten:

„Du bist ein Stück, mit dem ich machen kann, was ich will.“ Und er droht, sollte sie zur Polizei gehen, werde er die gesamte Familie töten.

Dass das keine leeren Worte waren, wusste Elina sehr wohl. Schließlich hatte Arbi G. im Januar 2011 schon einmal einen Menschen getötet. Damals, er war wegen zunehmender Aggressivität gegen die Familie in einem anderen Heim untergebracht, hatte er sich mit einem Mitbewohner (23) ums Reiskochen gestritten und in der anschließenden Schlägerei sein Messer gezogen.

Das Urteil damals: Vier Jahre Haft wegen Totschlags. Nach seiner Entlassung 2015 stand er unter Führungsaufsicht. Trotzdem überwand Elina diesmal ihre Angst und rief die Polizei.

Den Kopf mit der Beatles-Frisur gesenkt, hörte Arbi G. der Staatsanwältin bei der Anklageverlesung zu. Ob er etwas zu den Vorwürfen sagen wird, ist offen. Möglicherweise war er mit den Männerbekanntschaften seiner Schwester nicht einverstanden. Fortsetzung: 10. Juli

*Name geändert

http://www.bz-berlin.de/tatort/menschen-vor-gericht/mann-soll-schwester-vergewaltigt-und-mutter-in-klinik-gepruegelt-haben


21.06.2017 – 15:06 Uhr

Berlin – Dieser Mann soll seine Schwester vergewaltigt und die Mutter krankenhausreif geschlagen haben: Arbi G. (32) aus Tschetschenien. Am Mittwoch begann der Prozess wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Beischlaf zwischen Verwandten vor dem Berliner Landgericht.

Die Vorwürfe der Anklage gegen den ehemaligen Ökonomiestudenten sind unfassbar:

► Es ist der 20. Dezember 2016 morgens gegen 7 Uhr, als er seiner Schwester Elina (Name geändert, 23) auf dem Betriebsbahnhof Rummelsburg auflauert, sie gegen ihren Willen in seine Wohnung in Lichtenberg zerrt, ihr ein Tuch auf Mund und Nase drückt, dass sie zu ersticken droht und fordert: „Los, zieh deine Hose aus.“

Das Flehen des Mädchens von seinem Vorhaben abzulassen, beantwortet er – das aufgeklappte Messer in der Hand – mit: „Mach, sonst steche ich dich ab.“ Dann missbraucht er sie. Anschließend lief Elina nach Hause zu ihrer Mutter.

Nur zwei Stunden später klingelt Arbi G. an der Tür der Mutter. Als sie sich schützend vor ihre Tochter stellt, schlägt er ihr so heftig die Faust ins Gesicht, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden muss.
Mit der Drohung, sie im Weigerungsfalle „abzuschlachten“, zwingt er die Schwester dann erneut in seine Wohnung. Diesmal vergewaltigt er sie mit den Worten: „Du bist ein Stück, mit dem ich machen kann, was ich will.“ Und er droht, sollte sie zur Polizei gehen, werde er die gesamte Familie töten.
Bereits wegen Totschlags verurteilt

Dass das keine leeren Worte waren, wusste Elina sehr wohl. Schließlich hatte Arbi G. im Januar 2011 schon einmal einen Menschen getötet. Damals, er war wegen zunehmender Aggressivität gegen die Familie in einem Heim untergebracht, hatte er sich mit einem Mitbewohner (23) ums Reiskochen gestritten und in der anschließenden Schlägerei sein Messer gezogen. Das Urteil damals: Vier Jahre Haft wegen Totschlags. Er tötete ihn mit 31 Messerstichen. Die Richter gingen von einer Tat im Affekt aus.

Den Kopf mit der Beatles-Frisur gesenkt, hörte Arbi G. der Staatsanwältin bei der Anklageverlesung zu. Ob er etwas zu den Vorwürfen sagen wird, ist offen. Ein mögliches Tatmotiv könnte sein, dass der Bruder nicht mit den Männerbekanntschaften seiner Schwester einverstanden war.
Der Prozess wird am 10. Juli fortgesetzt.

http://www.bild.de/regional/berlin/prozess/vergewaltigte-totschlaeger-seine-schwetser-52267826.bild.html