Kronshagen (ots) – Mittwochvormittag hat ein Mann eine Frau auf offener Straße in Kronshagen angezündet. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Aus noch unbekanntem Motiv soll der Mann die Frau gegen 09 Uhr auf dem Gehweg an der Einmündung Eckernförder Straße / Eichkoppelweg mit einer noch unbestimmten Flüssigkeit übergossen und anschließend angezündet haben. Die Frau kam mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus. Über ihren Zustand können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden. Der Tatverdächtige wurde in Tatortnähe festgenommen und befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam.

Die Kieler Mordkommission hat mit Unterstützung anderer Kriminal- und Schutzpolizisten aus Kiel und Kronshagen und der Staatsanwaltschaft Kiel die Ermittlungen aufgenommen. Aussagen zu Hintergründen und Motiven der Tat sowie einer Beziehung zwischen Opfer und Tatverdächtigem oder personenbezogene Angaben können derzeit nicht gemacht werden. Es wird unaufgefordert nachberichtet.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/3504560


Kronshagen (ots) – Die Ermittlungen zu dem versuchten Tötungsdelikt in Kronshagen laufen nach wie vor auf Hochtouren. Derzeit kann folgender Zwischenstand bekannt gegeben werden:

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 41 Jahre alten Mann, der vor rund 20 Jahren aus Afrika nach Deutschland eingereist ist und einen unbefristeten Aufenthaltstitel hat. Die 38 Jahre alte Geschädigte ist die getrennt lebende Ehefrau des Mannes, die kurze Zeit nach ihm aus dem gleichen Land nach Deutschland eingereist ist. Beide haben ihren Wohnsitz seit vielen Jahren in Kiel.

Die Frau hat bei der Tat schwere, lebensbedrohliche Verbrennungen erlitten. Ihr Zustand ist nach wie vor äußerst kritisch. Sie wurde zwischenzeitlich von einem Kieler Krankenhaus in eine Spezialklinik eingeliefert.

Hintergründe und Motive stehen noch nicht abschließend fest. Hierzu werden weiterhin Vernehmungen durchgeführt. Eine Beziehungstat kann jedoch angenommen werden.

Es stehen zum jetzigen Zeitpunkt mehrere Zeugen namentlich fest, die von der Kriminalpolizei befragt werden. Den Zeugen wurde das Angebot einer Betreuung durch ein Kriseninterventionsteam unterbreitet, was teilweise auch angenommen wurde.

Vor Ort wurden umfangreiche Tatortarbeiten und Spurensicherungen durch das Kommissariat 6 der Kieler Kriminalpolizei durchgeführt.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/3504859


Kronshagen (ots)Die 38 Jahre alte Frau ist gegen 17:30 Uhr in einem Krankenhaus aufgrund ihrer schweren Verbrennungen verstorben.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/3505178


Kronshagen (ots) – Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel wurde der 41 Jahre alte Tatverdächtige Donnerstagmittag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen 17 Uhr antragsgemäß Untersuchungshaftbefehl wegen Mordes gegen den weitgehend geständigen Mann. Der Haftbefehl wurde umgehend vollstreckt.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/3506203


Delali Assigbley
Delali Assigbley

Die 38-Jährige war eine Kämpferin – seit ihrer Jugend setzte sie sich für die Verbesserung der Rolle der Frau in der togolesischen Gesellschaft ein. „Die Ungerechtigkeit in der Erziehung zwischen Mädchen und Jungen in ihrer Heimat ärgerte sie schon, da war sie noch im Vorschulalter“, erinnert sich ihre Familie. 1978 wurde Delali geboren, in Kara, im Norden Togos. Sie wuchs in Tsévie auf dem elterlichen Hof auf, gemeinsam mit zwei Schwestern und vier Halbgeschwistern. Der Vater, so berichten Vertraute, habe seine Kinder zu starken und selbstbewussten Charakteren erzogen, ermöglichte ihnen den Schulbesuch. Delali wusste, dass dies nicht selbstverständlich war. 1998 machte sie ihr Abitur, studierte Jura an der Universität in der Hauptstadt Lomé. „Schon in dieser Zeit engagierte sie sich für Frauen- und Mädchenprojekte, über ein Stipendium des Goethe-Instituts kam sie 2004 nach Deutschland“, berichtet Regine Paschmann.

Die Liste ihres gesellschaftlichen Engagements ist lang: Delali Assigbley war Betreuerin im Verein „Die Brücke“, Referentin beim Flüchtlingsrat, Projektleiterin beim „Bündnis Eine Welt“ und eine der Koordinatorinnen des interkulturellen Frauenprojekts Sisters. All ihr Herzblut investierte sie in die Migrations- und Flüchtlingspolitik – im Januar hätte sie als Mitarbeiterin beim Flüchtlingsbeauftragten des Landes anfangen sollen.

„Sie war bekennende und aktive Christin und hat sich auch in der Freien Christengemeinde Kiel eingebracht, engagierte sich wie selbstverständlich für die Spendenaktionen von Brot für die Welt“, erinnert sich Regine Paschmann.

http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Kiel/Sie-hatte-noch-so-viel-vor

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