Essen. Schrecklicher Fund! Am Dienstag entdeckten Rettungskräfte einen toten Syrer (23) in seiner Wohnung in Essen-Holsterhausen.

Laut Polizei war schnell klar, dass er wahrscheinlich umgebracht wurde. Nach ersten Erkenntnissen lebte der 23-Jährige seit Januar 2015 in Deutschland.

Leiche des Mannes lag schon länger in Wohnung

Jetzt ist klar: er starb durch brutale Gewalt. Die Polizei berichtet, tödlich sei eine „massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf des Mannes“ gewesen.

Womöglich lag die Leiche des Mannes schon länger in der Wohnung. Laut Polizei wurde der 23-Jährige wohl am vergangenen Wochenende (2. Dezember bis 4. Dezember) umgebracht. Eine Mordkommission ermittelt.

http://www.derwesten.de/staedte/essen/toetungsdelikt-in-essen-holsterhausen-syrer-23-starb-durch-brutale-gewalt-id208913721.html


Essen. Brutaler Mordfall: Am Montagabend wurde die Leiche eines Syrers (23) in Holsterhausen gefunden. Dem Mann wurde der Schädel eingeschlagen.

Nun hat die Polizei den Fall aufgeklärt. Am Donnerstag wurde ein anderer Syrer (30) festgenommen. Die beiden hatten sich auf der Flucht kennengelernt.

Das Motiv: Habgier. Offenbar ging es um ausstehende Schulden.

Der Richter erließ Haftbefehl wegen Mordes.

http://www.derwesten.de/staedte/essen/er-soll-den-raubmord-an-dem-23-jaehrigen-syrer-aus-essen-begangen-haben-polizei-nimmt-30-jaehrigen-fest-id208925409.html


Zwei Männer aus Syrien lernen sich auf der Flucht nach Deutschland kennen. Sie bekommen eine befristete Aufenthaltsgenehmigung und Unterkünfte in Essen. Anfang Dezember ist einer von ihnen tot.

Ein in Essen tot aufgefundener Syrer soll nach den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft von einem Landsmann umgebracht worden sein. Der 30 Jahre alte mutmaßliche Täter sitze seit Donnerstag wegen Raubmords in Untersuchungshaft, teilten die Ermittler mit.

Das 23 Jahre alte Opfer war zuvor vermisst und nach Hinweisen am Dienstag in seiner Wohnung gefunden worden. Der Mann starb an schwersten Kopfverletzungen.

Noch in der Nacht wurde eine Mordkommission eingesetzt. Die beiden Männer hatten sich den Angaben zufolge auf der Flucht kennengelernt. Beide erhielten nach Polizeiangaben eine zeitlich befristete Aufenthaltsgenehmigung sowie eine Unterkunft in Essen.

Der tatverdächtige Syrer wurde in seiner Unterkunft in Essen-Frintrop aufgespürt. Bei seiner Vernehmung habe er sich in Widersprüche verwickelt. Die Staatsanwältin ließ ihn festnehmen, der Richter ordnete die Untersuchungshaft wegen Raubmordes an.

Nach aktuellem Ermittlungsstand geschah das Verbrechen am frühen Morgen des 3. Dezember in der Wohnung des Opfers.

Die medizinische Untersuchung ergab inzwischen, dass massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf des Mannes zu seinem Tod führte. Als mögliches Motiv nennt die Polizei ausstehende Schulden.

https://www.welt.de/vermischtes/article160132837/Syrer-toetet-Syrer-den-er-auf-der-Flucht-kennenlernte.html


Stand: 24.05.2017, 17:59

Nach dem Tod eines jungen Flüchtlings muss sich ein 31-jähriger Syrer seit Mittwoch (24.05.2017) wegen Mordes vor dem Essener Schwurgericht verantworten.

Der Angeklagte soll seinem Landsmann am 3. Dezember 2016 mit einem Glasaschenbecher den Schädel eingeschlagen haben. Anschließend soll er den 23-Jährigen mit einem Schal gewürgt haben.

Hintergrund sollen Schulden in Höhe von 200 Euro gewesen sein, die der Angeklagte nicht zurückzahlen konnte. Zum Prozessauftakt hat sich der 31-Jährige nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die beiden Männer auf der Flucht aus Syrien kennengelernt haben. Ihre Wege hätten sich zwar zwischenzeitlich getrennt, in Essen seien sie jedoch durch Zufall wieder aufeinander getroffen.

Laut Anklage bekam der 31-Jährige, der weder schreiben noch lesen kann, immer wieder Unterstützung durch seinen jüngeren Landsmann – finanziell und sprachlich. Trotzdem kam der 31-Jährige nicht klar. Er soll sein Geld in Spielhallen verloren und Schulden angehäuft haben.

In der Tatnacht hatten die beiden Männer gemeinsam in der Wohnung des späteren Opfers übernachtet. Für den nächsten Morgen war die Rückzahlung der 200 Euro vereinbart worden. Laut Staatsanwaltschaft wollten sie gemeinsam zu einem Bankautomaten gehen.

Geld hätte der 31-Jährige dort allerdings nicht abheben können. Sein Konto war bereits überzogen. Deshalb soll er zum Mörder geworden sein. Im Falle einer Verurteilung droht ihm nun lebenslange Haft. Das Essener Schwurgericht hat für den Prozess noch Verhandlungstage bis Mitte Juli angesetzt.

http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/prozesse-mord-syrer-fluechtling-100.html


24.05.2017 – 14:52 Uhr

Essen.   Ein Syrer soll in Essen-Holsterhausen einen Landsmann umgebracht haben – weil er 200 Euro Schulden bei dem Opfer hatte. Vor Gericht schweigt er.
200 Euro – das ist laut Anklage der Grund für einen Mord. Vor dem Essener Schwurgericht muss sich seit Mittwoch der 31 Jahre alte Syrer Jowel H. verantworten, weil er im Essener Stadtteil Holsterhausen einen Landsmann aus Habgier heimtückisch umgebracht haben soll. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.

Der Fall hört sich an, als ob die Geschichte von guten und schlechten Menschen erzählt wird, nicht die von Nationalitäten. Beide, der Angeklagte und sein mutmaßliches Opfer sind Syrer, hatten ähnliche Startchancen. Sie haben sich auf der Flucht aus ihrer Heimat im Jahr 2014 in Bulgarien kennengelernt. Beide kamen nach Essen.

Ihr Lebensweg verlief danach unterschiedlich. Bengin I., das Opfer, nahm die Herausforderungen an, lernte Deutsch, half Landsleuten und vermittelte ihnen Wohnungen. Auch der Angeklagte bat immer wieder um Unterstützung, denn er fand sich im fremden Land nicht zurecht. Schulden häufte er auf, trieb sich in Spielhallen herum.

Ende vergangenen Jahres soll er von Bengin I. Geld geliehen haben, 200 Euro. Doch der Geldgeber soll das schnell bereut und den Angeklagten Jowel H. zur Rückzahlung aufgefordert haben.

Jowel H. sagte das zu. Ernsthaft sei das aber nicht gewesen, heißt es sinngemäß in der Anklage von Staatsanwältin Valeria Sonntag, denn das Konto des Angeklagten, der 363,60 Euro monatlich vom Jobcenter erhielt, wies zu Beginn des Dezembers schon wieder ein Minus von 36,45 Euro auf.

Der in Borbeck lebende Jowel H. suchte seinen Landsmann aber am 2. Dezember auf und sicherte die Rückzahlung der 200 Euro für den nächsten Tag zu. Beide vereinbarten, dass er deshalb in der Wohnung von Bengin I. schlafen könne.

Tatsächlich soll der Angeklagte da schon längst den Plan gefasst haben, den er in der Nacht umgesetzt haben soll: Wenn Bengin I. schläft, bringe ich ihn um.

Laut Anklage soll er auf den schlafenden Mann mit einem schweren Glas-Aschenbecher eingeschlagen und ihn danach noch mit dem eigenen Halstuch des Opfers erdrosselt haben. Dann soll er geflüchtet sein, Handy und 160 Euro Bargeld soll er mitgenommen haben.

Dass der Tote schnell gefunden wurde und der Verdacht auf Jowel H. gelenkt wurde, das liegt vor allem an der Verlobten des Opfers. Sie hielt sich noch in der Türkei auf und hatte die Nacht über mit Bengin I. telefoniert und ihn vor dem als aggressiv bekannten Angeklagten gewarnt. Am nächsten Tag alarmierte sie Freunde, die schließlich die Polizei einschalteten, um in der Wohnung nachzusehen.

Am Mittwoch wurde aus Termingründen nur die Anklage verlesen. Der Prozess wird am 14. Juni fortgesetzt.

https://www.waz.de/staedte/essen/200-euro-schulden-syrer-soll-landsmann-erschlagen-haben-id210684509.html