07.07.2017 – 00:01 Uhr

München – Er vergewaltigte eine Frau, machte im Gefängnis eine Therapie, kam raus – und vergewaltigte wieder eine Frau.

Thailänder Tinnapop K. (26) vor Gericht über sich selbst: „Ich bin eine Zeitbombe!“

2013 vergewaltigte er eine Tänzerin, musste zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Seine Ausrede damals: „Ich war besoffen und geil.“ Heute sagt er: „Ich habe eine Therapie gemacht.“

Genützt hat’s nichts. Obwohl Tinnapop K. nach seiner Entlassung eine tolle Job-Chance bekam, als Azubi im Lokal „Pageou“ von Starkoch Ali Güngörmüs. Doch er ruinierte das Leben einer weiteren Frau.

In der Nacht auf den 27. November 2016 besoff er sich trotz gerichtlich verhängten Alkoholverbots in der Karaokebar „Manam“ in Haidhausen.

Im Hinterhof vergewaltigte er eine 53-jährige Thailänderin, die er beim Rauchen angesprochen hatte. „Bis heute habe ich Albträume“, sagt sie.

Tinnapop K. bot der Frau jämmerliche 300 Euro an. Angeblich sein ganzes Geld. Ihre Antwort: „Ich will keinen Cent von ihm.“

Dem Wiederholungstäter droht eine lange Haft. Dann will er Deutschland verlassen. „Hier hält mich nichts.“ Nicht mal seine Mutter kommt ihn noch im Knast besuchen…

http://www.bild.de/regional/muenchen/vergewaltigung/prozess-vergewaltigung-karaokebar-hinterhof-52456896.bild.html


07.07.2017 – 19:00 Uhr

Haidhausen/München – Der 26-jährige Koch-Azubi kann von Glück reden, dass er nicht noch härter bestraft wird. Weil er bereits einmal wegen der Vergewaltigung einer Tänzerin zu einer knapp dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden ist, drohte ihm jetzt sogar die Sicherungsverwahrung.
Doch die Strafkammer des Landgerichts unter dem Vorsitz von Frank Zimmer sieht davon ab, beließ es am Freitag bei einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten. Sie honoriert damit das Bemühen des Angeklagten, sich bei seinem Opfer, einer 53-jährigen Putzfrau, zu entschuldigen und eine Art Wiedergutmachung von 300 Euro zu leisten. Die Frau lehnte allerdings beides ab. Strafmildernd kommt zudem ins Spiel, dass er durch sein umfassendes Geständnis der Frau ersparte, die schrecklichen Minuten der Vergewaltigung am frühen Morgen des 27. November noch einmal vor Gericht durchleben zu müssen.
Die Anklägerin hatte zuvor geschildert, wie der 26-Jährige im Hof der Karaokebar an der Rosenheimer Straße mit der Frau ins Gespräch gekommen war und die 53-Jährige noch als „Oma“ bezeichnete. Sie habe sich eine Zigarette von ihm anzünden lassen wollen, als er unvermittelt auf sie losgegangen sei. Er packte sie, zog ihr die Hose herunter und vergewaltigte sie. Ihre Bitten, doch aufzuhören, weil sie keinen Sex wollte, ignorierte er.
Ein Nachbar, der rauchend auf seinem Balkon stand, wurde auf das Geschehen aufmerksam und ging in den Innenhof. Dort sprach er die Beiden an. Der Täter sprang daraufhin auf, ließ von der Frau ab und zog sich die Hose hoch.

Dem Zeugen raunte er noch zu, er solle „dieser Schlampe und Hure kein Wort glauben“. Der rief dennoch die Polizei, die den Täter schnell stellte. Tinnapop K. weiß, dass er unter Alkoholeinfluss gewalttätig wird, hatte sich bei seinem ersten Knastaufenthalt auch therapieren lassen. Genutzt hat nichts. Nach seiner Haft will der Thailänder in seine Heimat zurückkehren.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.tat-im-november-2016-ueber-sechs-jahre-knast-fuer-vergewaltiger-26.efa906ff-08e2-49db-ab52-054e9a5b1ea2.html


07.07.17 20:42

München – Er hat Besserung gelobt, sich therapieren lassen und nur ein Jahr später wieder zugeschlagen. Jetzt geht Tinnapop K. (26) für weitere sechs Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Der Thailänder ist ein rückfällig gewordener Vergewaltiger und am Freitag knapp an der Sicherungsverwahrung vorbeigeschrammt – auch, weil er seine Tat gestanden hat.

„Sollten Sie noch einmal bei mir landen, müssen Sie Ihr Leben lang ins Gefängnis“, sagte der Richter nach dem Urteilsspruch zu Tinnapop K. Der Koch hatte am 26. November 2016 die 54 Jahre alte Putzfrau Anuthida P. (Name geändert) vor einer Karaokebar in der Rosenheimer Straße vergewaltigt. Gegen fünf Uhr morgens waren Täter und Opfer vor die Tür in einen Hinterhof gegangen, um zu rauchen. Sie kamen ins Gespräch, erzählten sich ihre Lebensgeschichte.

Dann kam es zur Umarmung. Fatalerweise interpretierte Tinnapop K. diese Geste als Freifahrtschein zum Geschlechtsverkehr. Mit etwa 1,3 Promille Alkohol im Blut fiel er über die Frau her, fixierte ihre Hände und vergewaltigte sie minutenlang. Die verzweifelten Schreie der Thailänderin machten einen Nachbarn aufmerksam. Erst da ließ er von der Frau ab. Bei seiner Festnahme gestand er alles.

Der psychiatrische Gutachter Cornelis Stadtland sagte: Es ist alles gemacht worden, was man anbieten kann. Auch weitere Therapien werden keine Besserung bringen.“ Spätestens in sechs Jahren und drei Monaten wird sich zeigen, ob er Recht behält. Auch Tinnapop K. selbst weiß um seine Gefährlichkeit. „Ich bin ein Pulverfass und kann jederzeit hochgehen“, sagte er am Donnerstag beim Prozessauftakt.

https://www.tz.de/muenchen/stadt/vergewaltiger-wird-als-wiederholungstaeter-zu-sechs-jahren-und-drei-monaten-haft-verurteilt-8468034.html

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