02.06.17, 15:02 Uhr

Verbrechen am S-Bahnhof Jungfernstieg: Ein Mann (37) soll ein 13-jähriges Mädchen in einen leerstehenden Raum gezerrt, sie zu Boden gedrückt und vergewaltigt haben. Am kommenden Donnerstag beginnt vor dem Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Sex-Täter.

Laut Anklage soll der Mann aus dem Irak die 13-Jährige in der Nacht zum 6. November 2016 auf dem Bahnsteig von hinten gepackt haben. Er soll das Mädchen, das mit einer Gruppe von Freunden unterwegs war, zuvor bereits auf dem Rathausmarkt angesprochen und nach ihrem Alter gefragt haben.

http://www.mopo.de/hamburg/polizei/am-s-bahnhof-13-jaehrige-am-jungfernstieg-vergewaltigt-27026426


02.06.17

Ein 37 Jahre alter Mann soll ein junges Mädchen in einem leeren Raum im S-Bahnhof sexuell missbraucht haben. Nun kommt er vor Gericht.

Hamburg. Die grausame Tat soll sich direkt im S-Bahnhof Jungfernstieg ereignet haben: Eine 13-Jährige war nach einem Treffen mit Freunden am späten Abend gerade auf dem Heimweg. Doch dann wurde sie plötzlich von hinten angegriffen, in einen leeren Raum gezerrt und dort sexuell missbraucht.

Vom kommenden Donnerstag an steht nun der mutmaßliche Täter, ein 37 Jahre alter Mann, vor dem Hamburger Landgericht. Er muss sich unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern verantworten.

Nach der Tat, die sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag bereits Anfang November vergangenen Jahres ereignete, sei der Tatverdächtige zunächst untergetaucht. Das Mädchen konnte flüchten. Nach internationaler Fahndung wurde der 37-Jährige schließlich im März in Ungarn festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article210780559/13-Jaehrige-im-S-Bahnhof-Jungfernstieg-vergewaltigt-Prozess.html


08.06.17, 11:59 Uhr

Die Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens am S-Bahnhof Jungfernstieg wird voraussichtlich nicht als Kindesmissbrauch bestraft. Das haben Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung in Verständigungsgesprächen zu Prozessauftakt zur Sprache gebracht.

Begründung: Der Angeklagte Ali D. (29) habe möglicherweise nicht gewusst, dass das Opfer unter 14 Jahre alt war. 

Bei einem Geständnis kündigte die Vorsitzende Richterin nach vorläufiger Einschätzung eine Strafe von maximal dreieinhalb Jahren wegen Vergewaltigung an. Die Staatsanwaltschaft besteht auf mindestens drei Jahren und zehn Monaten.

Das Mädchen hatte in der Nacht zum 6. November 2016 zusammen mit Freunden am Jungfernstieg Alkohol getrunken. Dabei hatten die Jugendlichen die Gruppe von Männern kennen gelernt, zu der auch der Angeklagte gehörte.

Gegen 3 Uhr morgens hatte Ali D., der unter falschem Namen nach Deutschland eingereist war, das Kind auf dem S-Bahnhof gepackt, in einen leerstehenden Raum gezerrt und vergewaltigt.

Die Staatsanwältin spricht von einer „Überfalltat in der Öffentlichkeit“. Die Vorsitzende Richterin hingegen nennt die Tat „schändlich, aber kein Überfall“, da Opfer und Täter zuvor gemeinsam getrunken hätten. 

Der Verteidiger des 29-Jährigen hat ein Geständnis angekündigt. Der Prozess ist bis nachmittags unterbrochen.

http://www.mopo.de/hamburg/13-jaehrige-vergewaltigt-gericht–tat-am-jungfernstieg-war-kein-kindesmissbrauch-27760198


8.6.2017 14:58 Uhr

Die Partymeile Jungfernstieg ist inzwischen auch zu einer Meile der Straftaten geworden. Ein gemeines Verbrechen fand dort am 6. November statt. Die erst 13-jährige Mona L. (Name geändert) wurde auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Jungfernstieg brutal vergewaltigt.

Der Täter, Ali D. (30), stammt aus dem Irak. Er flüchtete nach der Tat nach Ungarn. Dort wurde er nach internationaler Fahndung festgenommen. Am 2. März lieferten die ungarischen Behörden Ali D. nach Deutschland aus. Seit Donnerstag muss er sich wegen der Vergewaltigung eines Kindes vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

Täter und Opfer kannten sich. Sie hatten vorher zusammen in einer Gruppe von Jugendlichen gefeiert und Alkohol getrunken. Es war lange nach Mitternacht, etwa gegen 3.00 Uhr morgens, als sich die Gruppe auflöste. Die 13-Jährige machte sich auf den Heimweg. Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs griff der Angeklagte sie plötzlich von hinten an. Er hielt ihr den Mund zu und schleppte sie in einen leeren Raum. Dort soll er das Mädchen zu Boden gedrückt haben. Dann zog er die Hosen des Mädchens herunter und führte gewaltsame sexuelle Handlungen durch.

Das inzwischen 14 Jahre alte Opfer leidet bis heute unter der Tat. Ein Auftritt des Mädchens vor Gericht, bei dem es dem Täter erneut begegnen würde, sollte ihm möglichst erspart werden, erklärte der rechtliche Vertreter des Mädchens.

Das scheint möglich zu sein. Der Verteidiger von Ali D. kündigte an, dass er im Verlauf der Verhandlungen eine geständige Einlassung des Angeklagten vortragen werde. Allerdings müsse vom Gericht berücksichtigt werden, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat stark alkoholisiert gewesen sei. Außerdem habe er nicht erkennen können, dass es sich bei dem älter wirkenden Opfer um ein erst 13 Jahre altes Mädchen gehandelt habe.

Auch über das mögliche Strafmaß wurde schon zu Beginn der Verhandlung gesprochen. Die Vorsitzende Richterin erklärte, dass eine Strafe zur Bewährung nicht infrage käme. Das Strafmaß könne sich in einem Bereich zwischen drei Jahren und dreieinhalb Jahren bewegen. Die Vorstellung der Staatsanwaltschaft: eine Strafe von drei Jahren und zehn Monaten. Der Nebenklagevertreter wäre mit einer geringeren Strafe zufrieden, wenn es gelingen sollte, seiner Mandantin den Auftritt vor Gericht zu ersparen. Der Prozess wird fortgesetzt. Die Urteilsverkündung ist für den 26. Juni vorgesehen.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165341272/Habe-nicht-erkannt-dass-das-Maedchen-erst-13-war.html

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