Mettmann (ots) – In der Nacht zu Sonntag, 30.10.2016, gegen 02.47 Uhr kam es in Hilden auf der Ellerstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 24-jährigen Hildener und zwei weiteren Personen. Der 24-jährige fiel zu Boden; hier wurde weiter auf den liegenden eingeschlagen und eingetreten. Vor Eintreffen der Polizei flüchteten die zwei Aggressoren unerkannt. Der 24-jährige Verletzte wurde mittels Rettungswagen einem Krankenhaus in Hilden zugeführt. Der Schwerverletzte musste in eine Spezialklinik zur weiteren Behandlung verlegt werden. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen, insbesondere im Kopfbereich, besteht derzeit Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf wurde informiert. Die Kriminalpolizei in Mettmann übernahm die weiteren Ermittlungen.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43777/3469739


Mettmann (ots) – Bereits mit unserer Pressemitteilung vom 30.10.2016/ ots 1610146 berichteten wir zeitnah über eine gefährliche Körperverletzung zum Nachteil eines 24- jährigen Hildeners.

Nach dem Stand bisheriger Erkenntnisse wurde ein 24-jähriger Mann aus Hilden von zwei bislang unbekannten Männern im Einmündungsbereich der Ellerstraße/ Benrather Straße/ Fritz-Gressard-Platz in Hilden körperlich angegriffen und dabei lebensgefährlich verletzt. Die beiden Unbekannten verließen nach der Tat fluchtartig die Örtlichkeit und ließen ihr schwer verletztes Opfer am Boden liegend zurück.

Die Polizei leitete umgehend ihre Ermittlungen ein und sucht nun mit Hochdruck nach den beiden unbekannten Tätern. Nach ersten Zeugenvernehmungen können die bislang unbekannten Männer wie folgt beschrieben werden:

1. Person:

   -	ca. 18- 30 Jahre alt
   -	ca. 170 cm groß
   -	untersetzte, korpulente Statur
   -	südländisches Aussehen 
   -	dunkle Haare, kurze Seitenpartie mit längerem, nach hinten 
gegeltem Haupthaar
   -	Vollbart
   -	trug eine schwarz- rote Kappe

2. Person:

   -	ca. 18- 30 Jahre alt
   -	kleine, schmächtige Statur
   -	südländisches Aussehen 
   -	dunkle kurze Haare
   -	trug eine schwarze Jacke

Die Hintergründe der Tat sowie die Motivlage sind zurzeit noch Bestandteil der Ermittlungen.

Das schwerverletzte Opfer wurde sofort nach der Tat notärztlich behandelt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach aktueller Mitteilung der dort behandelnden Ärzte besteht zurzeit auch weiterhin akute Lebensgefahr für den intensivmedizinisch behandelten 24-jährigen Patienten.

Bisher liegen der Mettmanner Polizei noch keine konkreten Hinweise auf die Täter vor. Maßnahmen zur Spurensicherung und weitere Ermittlungen wurden veranlasst, ein Strafverfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen, die in einem Tatzusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei in Hilden, Telefon: 02103/ 898- 6410, oder jede andere Polizeidienstelle, jederzeit entgegen.

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Am Donnerstag hat Karel (Name geändert) seine Schädeldecke wieder eingesetzt bekommen. Vor drei Wochen hatten ihm die Ärzte am Städtischen Klinikum Solingen den Kopf geöffnet, ein kreisrundes Stück aus der Decke entfernt und für eine Übergangszeit in seine Bauchhaut eingenäht, damit es versorgt bleibt und nicht abstirbt.

Dann haben Professor Thomas Standl und sein Team das überschüssige Blut zwischen Hirn und Schädelwand abgesaugt, das bei der Quetschung entstanden war, haben den Kopf mit Haut geschlossen und gewartet – darauf, dass Karels Gehirn wieder abschwillt. Diese Operation ist gelungen, der junge Mann ist über den Berg.

Soll heißen: „Lebensgefahr besteht nicht mehr. Aber er wird mindestens Merk- und Gedächtnisstörungen zurückbehalten“, so der Chefarzt der Anästhesie und operativen Intensivmedizin am Klinikum, das als überregionales Traumazentrum auf die Versorgung von Schwerstverletzten spezialisiert ist. Der Patient liegt weiter auf der Intensivstation dort, aber nicht mehr im künstlichen Koma. Koma und ein extremes Herunterkühlen des Körpers dürften ihm das Leben gerettet haben, wochenlang galt sein Zustand als „hochkritisch“.

Erst die nächsten Monate werden aber zeigen, ob Karel nicht sprachbehindert oder halbseitig gelähmt bleibt: „Der Vorgang ist, als ob eine Bombe in einer Schaltzentrale gezündet worden wäre und wir noch nicht absehen können, was alles beschädigt ist“, zieht Standl einen Vergleich.

Anfang November hatten zwei bisher unbekannte Männer den 24-jährigen Hildener nachts auf dem Fritz-Gressard-Platz angegriffen, ihn geschlagen und auf ihn eingetreten, als er am Boden lag. Und zwar mit Stiefelabsätzen auf den Kopf und in das Gesicht. Die Tritte waren so massiv, dass sie ihrem Opfer einen Schädelbruch und schwere Hirnquetschungen zufügten, von denen der Arzt sagt, dass sie bei einem älteren Mann unweigerlich zum Tod geführt hätten.

„Unserem Patienten kommt seine Jugend und seine gute allgemeine Verfassung zugute.“ Auch haben sich die Behandlungsmöglichkeiten verbessert: Noch vor zehn Jahren wäre auch der junge, fitte Karel an den Folgen dieser Tritte gestorben. „Diese unfassbare Brutalität erschüttert mich sehr“, sagt der Arzt. „Die Verrohung ist überall zu spüren.“

Die Polizei hat inzwischen einige ernst zu nehmende Hinweise auf die möglichen Täter erhalten und geht diesen gerade nach.

  • Gesucht werden zwei etwa 18 bis 30 Jahre alte Männer, die „südländisch“ ausgesehen haben.
  • Ein Mann wird als etwa 1,70 Meter groß, untersetzt und korpulent beschrieben. Er hatte dunkle Haare, kurze Seitenpartie mit längerem, nach hinten gegeltem Haupthaar. Der Mann trug einen Vollbart und eine schwarz-rote Kappe.
  • Der zweite Täter soll klein und schmächtig gewesen sein. Er hatte dunkle kurze Haare und soll eine schwarze Jacke getragen haben.

Offenbar kannten Täter und Opfer sich nicht. Der 24-Jährige ist Osteuropäer, wohnt bei seiner Großmutter und hat wohl keine weiteren Angehörigen hier. Er war Azubi in einem Betrieb der Hildener Region – ob und wann er seine Ausbildung fortsetzen kann, ist völlig offen.

„Sollten diese unsere Ermittlungen nicht erfolgreich sein“, sagt Polizeisprecherin Claudia Partha, „ist eine öffentliche Fahndung mit allen uns verfügbaren Mitteln nicht auszuschließen.“ Doch so weit sei man noch nicht.

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