29.05.2017 – 14:30 Uhr

Darmstadt – Nabila Ü. (39) sitzt im Rollstuhl, ihre mit Brandnarben übersäten Hände ruhen im Schoss. Die Marokkanerin will endlich darüber reden, was ihr Mann ihr angetan hat: „Er wollte mich töten. Er hat nicht damit gerechnet, mich hier zu sehen. Aber hier bin ich.“

Ihr Mann ist Türke Haci Ahmet Ü. (41), er wird Minuten nach diesen Sätzen in Handschellen, grinsend in den Sitzungssaal des Landgerichts geführt. Als Haci Ü. seine Frau sieht, schlägt er die Hände vors Gesicht: „Ich liebe sie immer noch.“

Acht Tage nach Entlassung aus dem Gefängnis soll es immer wieder Krach zwischen Haci Ü. und seiner Frau Nabila im gemeinsamen Haus in Rüsselsheim gegeben haben. Grund für Haci, sich eine Machete unters Ehebett zu legen, so die Staatsanwalt.

Am 20. September geht Haci Ü. laut Staatsanwalt um 8.40 Uhr zur Tankstelle, kauft 3,4 Liter Super-Benzin. Nabila scheint was zu ahnen, schreibt einem Freund eine sms: „Ich weiss nicht, wofür er einen Benzinkanister braucht, vielleicht will er mich killen.“

Als seine vier Kinder das Haus verlassen hatten, soll er um 9.20 Uhr mit der Machete auf seine im Bett liegende Frau eingeschlagen haben. Zuvor soll er eine Plastikplane „wegen der Blutspritzer“ im Schlafzimmer ausgebreitet haben. Sie fleht um ihr Leben, er würgt sie laut Staatsanwalt, bis sie bewusstlos ist. Erst als er denkt, Nabila sei tot, habe er aufgehört. Nach 30 Minuten röchelt sie. Gemeinsam rauchen sie eine Zigarette: „Ich wollte, dass Haci sich beruhigt. Wir waren 17 Jahre verheiratet, das gibt man nicht so schnell auf.“

Doch wieder legt er laut Anklage die Hände um ihren Hals, greift zum vorbereiteten Benzinkanister, übergießt sie, sagt, sie solle sich selbst anzünden. Schließlich zündet er sie an, geht aus dem Zimmer, hält die Tür zu, so die Anklageschrift.

Sie brennt am ganzen Körper, da hat er plötzlich ein Einsehen, löscht mit einer Decke die Flammen, bringt sie in die Dusche, löscht die letzten Flammen auf ihrem Körper, so die Anklage.

Nabila liegt danach mit Verbrennungen dritten Grades fast zwei Monate im Koma, 60 Prozent ihrer Haut verbrannt. Haci Ü. versucht, sich bei Gericht rauszureden: Mit dem Benzin wollte er eine Fahrradkette reparieren. Sie habe sich selbst angezündet, habe Drogenprobleme. Nabila dazu: „Das ist filmreif“.

Nabila sagt: „Eigentlich sollte ich mir leid tun. Aber er tut mir leid. Er hat seinen vier Kindern die Mutter genommen, die sie einmal war.“

Nur eines verbittet sich die Frau im Rollstuhl vehement: „Nenn mich nicht Schatz.“

Prozess wird fortgesetzt.

http://www.bild.de/regional/frankfurt/totschlag/mutter-mit-machete-angegriffen-und-angezuendet-51947216.bild.html


Bei der Urteilsverkündung macht die Bild aus dem Türken einen Marokkaner. Was denn nun?

21.06.2017 – 12:57 Uhr

Mit einer Machete soll ein Haci Ü. (41) seine Ehefrau Nabila Ü. (39) angegriffen, sie gewürgt, mit Benzin übergossen und angezündet haben.

Darmstadt – 14,5 Jahre Knast kassierte der Mann am Mittwoch am Landgericht Darmstadt! Verurteilt wurde der Mann wegen schwerer Körperverletzung und besonders schwerer Brandstiftung.

Der Vorsitzende Richter Volker Wagner: „Die Folgen Ihrer Tat sind fürchterlich. Sie haben ihre Frau so zugerichtet, weil sie es nicht haben konnten, dass sich Ihre Frau von Ihnen trennt.“

Der Marokkaner ging laut Staatsanwalt zur Tankstelle, kauft 3,4 Liter Super-Benzin. Als seine vier Kinder das Haus verlassen hatten, soll er mit der Machete auf seine im Bett liegende Frau eingeschlagen haben. Sie fleht um ihr Leben, er würgt sie laut Staatsanwalt, bis sie bewusstlos ist. Erst als er dachte, Nabila sei tot, habe er aufgehört.

Doch wieder legt er laut Anklage die Hände um ihren Hals, greift zum vorbereiteten Benzinkanister, übergießt sie, sagt, sie solle sich selbst anzünden. Schließlich zündet er sie an, geht aus dem Zimmer, hält die Tür zu, so die Anklageschrift.

Sie brennt am ganzen Körper, da hat er plötzlich ein Einsehen, löscht mit einer Decke die Flammen, bringt sie in die Dusche, löscht die letzten Flammen auf ihrem Körper, so die Anklage.

Nabila liegt danach mit Verbrennungen dritten Grades fast zwei Monate im Koma, 60 Prozent ihrer Haut verbrannt.
Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend den Ausführungen der Staatsanwaltschaft, die die Höchststrafe von 15 Jahren gefordert hatte. Der Verteidiger des Mannes hatte hingegen auf Freispruch plädiert, da es zu viele Zweifel an der Schuld seines Mandanten gegeben habe. Während des Prozesses hatte der 41-Jährige die Tat bestritten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

http://www.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-am-main/lange-haftstrafe-fuer-frauenqualer-52262820.bild.html


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