Eine unglaubliche Tat: Eine 79-jährige Frau wird am frühen Sonntagmorgen während eines Besuchs auf dem Friedhof vergewaltigt. Der 40-jährige Verdächtige wurde von der Polizei während der Tat erwischt.

Eine 79-Jährige aus Ibbenbüren ist am Sonntagmorgen auf dem Friedhof vergewaltigt worden. Ein Zeuge hatte gegen sechs Uhr Hilferufe vernommen und die Polizei verständigt.

Als die Beamten eintrafen, erwischten sie laut Polizeimitteilung den Beschuldigten während der Tat. Es soll sich um einen 40-jährigen anerkannten Flüchtling aus Eritrea handeln, der seit 2013 in Deutschland lebt.

Er wurde noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt, welcher einen Haftbefehl erließ.

Die Frau konnte am Dienstag das Krankenhaus verlassen.

Münster. Im Prozess um eine Vergewaltigung auf dem Zentralfriedhof von Ibbenbüren hat das Landgericht Münster einen 40-Jährigen am Dienstag zu vier Jahren Haft verurteilt.

Der Fall war überregional bekannt geworden – nicht nur wegen des Tatortes, sondern auch, weil das Opfer eine 79-jährige Seniorin gewesen war und weil der Täter aus Eritrea stammt und als Flüchtling anerkannt ist.

„Die Beweislage ist erdrückend“, fasste der Staatsanwalt in seinem Plädoyer zusammen. Zwei Polizisten hatten den Täter dabei erwischt, wie er die alte Dame vergewaltigte. Die Vertreterin der Nebenklage verwies auf psychische Schäden, die das Opfer davon getragen habe.

Weiterlesen: 40-Jähriger gesteht Vergewaltigung von Rentnerin auf Friedhof

Das Gericht sprach den Angeklagten schuldig und blieb mit der verhängten Freiheitsstrafe sechs Monate unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Der Vorsitzende Richter verwies in seiner Urteilsbegründung wie auch schon zu Beginn des Prozesses darauf, dass der Fall nicht zu verallgemeinern sei. Es handele sich nicht um eine Tat, die typischerweise von einem Flüchtling oder von einem Ausländer begangen werde.

Darüber hinaus stellte der Richter fest, dass der Eritreer allenfalls leicht angetrunken, aber nicht betrunken gewesen sei. Der Verteidiger hatte zuvor versucht zu begründen, dass der Angeklagte bei seiner Festnahme teilnahmslos gewesen sei, weil er alkoholisiert war. Dieser Argumentation folgte das Gericht nicht. Der Mann „schämt sich offensichtlich für seine Tat“, sagte der Richter. So sei auch die Teilnahmslosigkeit zu erklären. Außerdem hatte sich der Angeklagte während der Aussage zu seinem Alkoholkonsum in immer größere Widersprüche verstrickt.

Der Verteidiger hatte zudem auf die „zermürbende Langeweile“ eines Angeklagten verwiesen, der während der Verhandlung erzählt hatte, dass sein Alltag in Deutschland vor allem darin bestanden habe, in seinem Zimmer zu sitzen und nichts zu tun.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hat die Möglichkeit, Revision einzulegen.

http://www.noz.de/deutschland-welt/nordrhein-westfalen/artikel/824409/vier-jahre-haft-fuer-vergewaltigung-auf-friedhof-in-ibbenbueren#


Münster/Ibbenbüren – Regungslos nahm gestern ein 40-jähriger Mann das Urteil des Landgerichts in Münster auf: Weil er eine 79-jährige Frau auf dem Zentralfriedhof Ibbenbüren vergewaltigte, geht er für vier Jahre ins Gefängnis. 

Der Mann hatte nach eigenen Angaben die Nacht vom 23. auf den 24. Juli zum Tag gemacht, als er in der Innenstadt Ibbenbürens die Frau beobachtete. Diese war an diesem frühen Morgen schon gegen 6 Uhr auf dem Weg zum Grab ihrer Mutter.

Der Angeklagte verfolgte die Frau auf dem rund 800 Meter langen Weg zum Friedhof. Dort, auf einer Wiese, schubste er die Frau und vergewaltigte sie. Ein Zeuge, der die 79-Jährige rufen hörte, rief die Polizei, die den Täter in flagranti erwischte.

Das Gericht schenkte dem Angeklagten, der erklärte, viel Alkohol getrunken zu haben, keinen Glauben. Seine Steuerungsfähigkeit sei nicht eingeschränkt gewesen. Der Mann stammt ursprünglich aus Eritrea und wohnte in einer Flüchtlingsunterkunft in Hörstel. Seine Herkunft habe aber nichts mit der Tat zu tun, betonte der Vorsitzende Richter.

Er sei ein Einzelfall, die Tat „kaum erklärbar und nicht entschuldbar“.  

http://www.wn.de/Muensterland/2638910-Urteil-79-Jaehrige-vergewaltigt-Taeter-muss-ins-Gefaengnis