Achtung – dieser „Einzelfall“ besteht aus mehreren Episoden, die mit einem geradezu lächerlichen Urteil geahndet werden! 5 Sexualdelikte, davon mindestens 2 Vergewaltigungen + ein versuchter Mord = lächerliche Jugendstrafe von 5 Jahren. Wo ist das möglich? In Freiburg!

  • 10/2015 Freiburg: Versuchte Vergewaltigung in der Nähe des „White Rabbit“ – Phantombild des Gambiers – Anklage fallengelassen
  • 6/2016 Bad Krotzingen: Würgen und berauben einer Frau im Kurpark, sexuelle Absicht des Gambiers, Opfer kann fliehen
  • 12.06.2016 Bad Krozingen: Gambischer Asylbewerber vergewaltigt 55-Jährige im Kurpark
  • 21.06.2016 Bad Krozingen: Weitere Vergewaltigungstat im Kurpark – Opfer unbekannt – DNA des Gambiers an Kleidungsstücken
  • 02.07.2016 Freiburg: Gambischer Asylbewerber begeht Sexattacke (Urteil) / Vergewaltigung (Anklageschrift) auf 28-Jährige in Diskothek-Toilette – Festnahme
  • 04.12.2016: Feuer in Zelle gelegt – versuchter Mord an 55-jähigem Mithäftling – noch nicht angeklagt

Fünf Jahre Jugendstrafe lautet das Urteil des Landgericht Freiburg als Jugendkammer für einen 21-Jährigen Mann wegen zweier Sexualdelikte in Südbaden.

Brutale Vergewaltigung in Bad Krozingen

Der Asylbewerber gestand bei Prozessbeginn am Dienstag in einem durch seinen Pflichtverteidiger Michael Markert verlesenen Aussage die Vergewaltigung einer 55-Jährigen in Bad Krozingen. Am 12. Juni vergangenen Jahres war der Mann seinem späteren Opfer auf dem Heimweg vom Bahnhof durch den Kurpark gefolgt. Nachdem er die Frau mit „Hey Du, ich will Liebe“ angesprochen hatte, versuchte sie zu fliehen. Er überwältigte die Frau jedoch kurz vor ihrem Zuhause, einer betreuten Wohneinrichtung, und vergewaltigte sie brutal auf dem Gehweg.
Der Mann unterbrach seine Tat lediglich kurz, um aus dem Rucksack der Frau zehn Euro zu stehlen, und würgte sein Opfer so stark, dass sie Todesangst hatte, bis sie sich befreien und nach Hause flüchten konnte.

Außerdem gab er zu, drei Wochen später eine 28-Jährige in Freiburg attackiert zu haben. Am frühen Morgen des 2. Juli war der Täter seinem Opfer auf die Damentoilette des Clubs „White Rabbit“ in der Freiburger Innenstadt gefolgt und hatte sich hinter ihr in die Kabine gedrängt. Dort würgte er sie und bedrohte sie mit einer Schere, um den Geschlechtsakt zu erzwingen. Auch hier litt das Opfer an Todesangst. Der Vollzug der Tat wurde nur verhindert, weil eine andere junge Frau die Toilette betrat und die Tat bemerkte. Sie holte weitere Clubbesucher zur Hilfe; diese konnten den Täter festhalten, bis die Polizei kam.

Die ins Protokoll aufgenommenen Aussagen der Opfer und DNA-Spuren belegten die Taten zudem. In Bad Krozingen hatte der Mann persönliche Gegenstände zurückgelassen, auch an der Unterwäsche des Opfers fand sich verwertbares Spurenmaterial. Nach seiner Festnahme in Freiburg konnte der DNA-Abgleich erbracht werden.

DNA-Spuren deuten auf eine weitere Vergewaltigung im Kurpark hin

Zu Beginn der Verhandlung präsentiere Staatsanwältin Nikola Nowak die überraschende Nachricht, dass der Mann wohl auch der Täter einer weiteren mutmaßlichen Vergewaltigung im Bad Krozinger Kurpark ist. Wenige Tage nach der ersten Tat hatte ein Zeuge bei strömendem Regen einen gewaltsamen Geschlechtsakt auf einer Wiese beobachtet. Der Zeuge ging dazwischen, doch sowohl Täter als auch Opfer verließen den Tatort. Der Täter ließ auch hier Kleidungsstücke zurück, an denen seine DNA gefunden wurde.

Mit gesenktem Kopf und den Händen in Handschellen saß der 21-jährige Täter weitgehend unbeeindruckt und seinem Übersetzer zugewandt auf der Anklagebank. Er stammt aus Gambia, kam im Oktober 2015 über Italien nach Deutschland und war seit Mai 2016 in einer Gemeinschaftsunterkunft in Bad Krozingen untergebracht. Erst als Staatsanwältin Nowak eine Gesamtstrafe von acht Jahren und anschließende Sicherungsverwahrung forderte, zeigte er eine Regung.

Opfer leiden noch immer unter den Folgen der Tat

Die kommentierte Claudia Oertel, Vertreterin der Nebenklägerin aus Freiburg in ihrem Plädoyer: „Da hat er das erste Mal gemerkt, dass das, was er getan hat, so hart bestraft wird.“ Die Kammer unter dem Vorsitz von Richter Wolfgang Kronthaler entschied sich jedoch, den Angeklagten nach Jugendstrafrecht zu verurteilen. Zur Tatzeit war er 20 Jahre alt, ein Altersgutachten hatte das bestätigt. „Wie es mit Ihnen weitergeht, weiß niemand“, sagte Kronthaler in der Urteilsverkündung. „Lernen Sie in der Haft Deutsch. Machen Sie eine Ausbildung, die Ihnen im weiteren Leben hilft, egal wo das sein wird.“

Beide Opfer leiden massiv unter den Folgen der Taten. „Es gab ein Leben vor der Tat und es gibt eins nach der Tat“, sagte Claudia Meng, Vertreterin der Nebenklägerin aus Bad Krozingen. „Das nach der Tat wird für immer anders sein.“

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Auf den Mann kommen jetzt noch weitere Verfahren zu. In der JVA Freiburg hatte er im Dezember ein Feuer in seiner Zelle gelegt, in der sein Mithäftling schlief. Die Staatsanwaltschaft erwägt die Anklage wegen versuchten Mordes.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 21-Jährigen zunächst noch wegen einer versuchten Vergewaltigung in der Freiburger Innenstadt im Oktober 2015 angeklagt. Hier wurde das Hauptverfahren jedoch wegen nicht hinreichender Verurteilungswahrscheinlichkeit nicht eröffnet. In seinem Statement zu Prozessbeginn gab der Angeklagte an, zum Tatzeitpunkt noch nicht in Südbaden gewesen zu sein.

Mehr zum Thema:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/fuenf-jahre-jugendstrafe-fuer-21-jaehrigen-wegen-sexualdelikten-in-freiburg-und-bad-krozingen–132788343.html


BAD KROZINGEN. Nach einem bislang noch unklaren Vorfall in der Nacht zum gestrigen Dienstag, 21. Juni, im Kurpark Bad Krozingen fahndet die Polizei sowohl nach einem unbekannten Mann als auch nach einer ebenfalls unbekannten Frau, die möglicherweise Opfer einer Sexualstraftat wurde.

Gegen 00.10 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei, dass er soeben beobachtet habe, wie zwischen Neumagenstraße und Kurhausstraße ein Mann auf einer Frau gelegen habe. Die Frau habe um Hilfe geschrien. Als der Zeuge auf den Mann zuging, habe dieser von der Frau abgelassen und sei zunächst in Richtung Bahnhof-Westseite weggerannt. Nach kurzer Zeit habe er den Unbekannten einholen und vorübergehend festhalten können. Er sei dann aber erneut geflüchtet, wie die Polizei berichtet.

Bei der Flucht verlor der vermeintliche Täter ein Basecap und eine Jacke. Beides wurde von der Polizei sichergestellt. Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: Etwa 1,70 Meter groß, schlanke Statur, dunkelhäutig, kurze schwarze Haare, eventuell mit einem Drei-Tage-Bart. Er sprach deutsch.

Noch vor Eintreffen der Polizei hatte sich auch die Frau von der Örtlichkeit entfernt. Ihre Identität ist ebenfalls noch unbekannt. Eine Beschreibung von ihr liegt nicht vor.

Die Polizei schließt eine Sexualstraftat nicht aus und bittet insbesondere die Frau, die von dem Unbekannten angegangen wurde, sich beim Polizeiposten Bad Krozingen,  07633/938240 oder beim rund um die Uhr besetzten Polizeirevier Müllheim unter  07631/17880 zu melden.

21.9.2016
Die Staatsanwaltschaft vermutet hinter zwei Sexualstraftaten im Umfeld des Freiburger Clubs „White Rabbit“ denselben Täter. Der Gambier soll in Bad Krozingen ein drittes Opfer attackiert haben. Jetzt wurde gegen ihn Anklage erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat Anklage gegen einen 20 Jahre alten Asylbewerber aus Gambia erhoben. Ihm wird Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, Raub und besonders schwere sexuelle Nötigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Erst jetzt mit der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass es sich bei zwei sexuell motivierten Attacken im Umfeld des Clubs White Rabbit am Leopoldring im Oktober 2015 und im Juli 2016 um ein und denselben Täter gehandelt haben soll. Eine dritte Frau soll er im Juni im Bereich einer Klinik im südlichen Breisgau in sexueller Absicht angegriffen und mehrfach gewürgt haben.

Nach der Vergewaltigung auf dem Disko-Klo wurde der Mann festgenommen

Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Er war Anfang Juli in der Diskothek White Rabbit festgenommen worden. Der Mann soll einer Diskobesucherin auf die Toilette gefolgt sein und sie in der WC-Kabine vergewaltigt haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Das Opfer konnte schließlich fliehen und Hilfe holen. Der Täter konnte von anderen Gästen überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden.

Dem Metallarbeiter werden noch zwei weitere schwere Straftaten vorgeworfen. So soll er es auch gewesen sein, der im Oktober 2015 eine Diskobesucherin, die zum Geldautomaten am Münsterplatz wollte, vom White Rabbit aus gefolgt ist. Er soll die damals 23-jährige Studentin in eine Seitengasse der Kaiser-Joseph-Straße gezerrt haben. Er versuchte die Frau zu küssen und zu entkleiden. „If you don’t do that, I will kill you“ – wenn du das nicht tust, werde ich dich töten – habe er laut einem Bericht des Opfers immer wieder zu der Frau gesagt. Sie konnte sich jedoch befreien und weglaufen.

Nach der Anzeige bei der Polizei wurde mit ihrer Hilfe ein Phantombild angefertigt, der Täter jedoch nicht gefasst. Diese versuchte Vergewaltigung war auch der schlimmste Vorfall in einer Reihe von sexuellen Belästigungen in der Diskothek White Rabbit, die zu einer vorübergehenden Änderung der Einlasspolitik an der Tür geführt hatten, was bundesweite Schlagzeilen auslöste.

Angriff auf eine Frau in Bad Krozingen

Laut Darstellung der Staatsanwaltschaft soll der Tatverdächtige dann in einer Nacht im Juni 2016 eine weitere Frau angegriffen haben. Dieser Übergriff hatte sich im Bereich einer Klinik im südlichen Breisgau ereignet. Auch hier sieht die Staatsanwaltschaft eine „sexuelle Absicht“ beim mutmaßlichen Täter. Auch hier konnte das Opfer sich losreißen und fliehen, nachdem sie gewürgt worden war. Aus dem Gepäck der Frau soll der 20-Jährige noch einen geringen Bargeldbetrag entnommen haben.

Der dritte Fall spielte dann Anfang Juli im White Rabbit, wo der Tatverdächtige auch schon sein erstes Opfer gefunden haben soll. Bei der Vergewaltigung in der Toilette hörte eine andere Diskobesucherin die Hilfeschreie der Frau. Ein 34-jähriger Zeuge kam hinzu, der mutmaßliche Täter versuchte noch zu flüchten, wurde aber von mehreren Menschen festgehalten. Der Fall soll vor der Jugendkammer des Landgerichts verhandelt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.

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In einer Zelle im Krankentrakt der Freiburger JVA ist ein Feuer ausgebrochen. Ein 55-Jähriger wurde bei dem Brand verletzt, ein 20 Jahre alter Mann schwebt in Lebensgefahr.

Wie die Polizei mitteilt, wurde sie am Sonntagabend gegen 18.10 Uhr alarmiert. Als die Rettungskräfte eintrafen, drang bereits starker Rauch aus einem Gebäudeflügel des Gefängnisses. Wie sich herausstellte, brannte es laut Polizei im Krankentrakt, eine Zelle stand in Flammen.

Der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen. Bei dem Feuer wurden ein 55-Jähriger und ein 20 Jahre alter Mann verletzt. Der Jüngere der beiden schwebte laut Polizei am späten Sonntagabend noch in akuter Lebensgefahr. Die Verletzten wurden in eine Klinik eingeliefert.

Was den Brand ausgelöst hat, sei derzeit noch unklar, so die Polizei. Auch die Schadenshöhe könne noch nicht genauer beziffert werden. Die Kripo Freiburg ermittelt.