29.05.2016

26-Jähriger will 17 Jahre altes Mädchen im Straßengraben vergewaltigen

Nach einem gewaltsamen sexuellen Übergriff auf eine junge Frau am Samstagnachmittag in Kersbach im Landkreis Forchheim befindet sich ein 26-jähriger Tatverdächtiger wegen versuchter Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Ein aufmerksamer Zeuge hat dabei Schlimmeres verhindert. Wegen seines Erscheinens ergreift der Straftäter die Flucht, bevor er von Polizeibeamten festgenommen werden kann. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Bamberg ermitteln. Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen kommt das spätere Tatopfer gegen 13.15 Uhr mit dem Zug am Bahnhof in Kersbach an und läuft von dort in Richtung Ortschaft. Der Täter folgt der 17-Jährigen und greift sie dann unvermittelt von hinten an. Die junge Frau wehrt sich und besprüht den Angreifer mit Pfefferspray. Der zeigt sich unbeeindruckt und zerrt das Mädchen im angrenzenden Straßengraben zu Boden.

Auch hier lässt der Mann nicht von ihr ab. Es gelingt ihm, mit Gewalt die Jugendliche teilweise zu entkleiden. Die Hilferufe der Frau hört ein 24-jähriger Mann, der zufällig mit seinem Fahrzeug vorbei fährt. Allerdings kann er zunächst die Situation nicht richtig einschätzen. Geistesgegenwärtig dreht er um und fährt zweimal an der Stelle vorbei. Dies nutzt der Täter zur Flucht. Der Zeuge kümmert sich um die Jugendliche und verständigte sofort die Polizei. Dabei gibt er noch entscheidende Hinweise, die später zur Festnahme des Tatverdächtigen führen.

Die Einsatzkräfte der Forchheimer Polizei nehmen den Flüchtigen in der Nähe des Bahnhofs in Kersbach fest. Der 26-jährige arabischer Herkunft wohnt in Schwabach und hat nach derzeitigem Ermittlungsstand keinen Bezug zur Region Forchheim. Die 17-Jährige wird aufgrund der erlittenen Verletzungen in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bamberg nehmen umgehend die Ermittlungen vor Ort auf, am Tatort werden Spuren gesichert. Dabei stellt die örtliche Feuerwehr wegen des einsetzenden Regens zum Schutz der Spuren ein Zelt auf. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg ergeht gegen den 26-Jährigen am Sonntagnachmittag Haftbefehl wegen versuchter Vergewaltigung. Beamte der Kripo Bamberg liefern den Mann anschließend in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei erbitten weitere Zeugenhinweise zum Verhalten des Tatverdächtigen vor dem Übergriff. Zeugen, denen der etwa 1,70 Meter große, dunkel gekleidete Mann arabischer Herkunft mit schwarzen kurzen Haaren und einem Bart am Bahnhof Kersbach oder auch schon vorher im Zug auf der Strecke zwischen Nürnberg und Forchheim aufgefallen ist, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bamberg unter der Telefonnummer 0951/9129-491 entgegen.

https://www.tvo.de/kersbach-sexgangster-nach-kurzer-flucht-gestellt-191950/


Ende Mai 2016 fasste die Polizei einen damals 26-jährigen Nordafrikaner, der im Forchheimer Ortsteil Kersbach eine 17-Jährige vergewaltigen wollte.

Nach einer kurzen Flucht konnte er in der Nähe des Bahnhofs von der Polizei verhaftet werden und. Er hatte jedoch keinen Bezug zur Region Forchheim.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass der mutmaßliche Täter nicht zum ersten Mal eine Frau überfallen hat. Er soll auch der Vergewaltiger eines 16-jährigen Mädchens aus Mering im (Landkreis Aichach-Friedberg) sein.

Am 6. März muss er sich ab 9 Uhr in der Hauptverhandlung vor dem Landgericht in Bamberg verantworten. Laut „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ werden dem gebürtigen Tunesier eine vollendete Vergewaltigung sowie zwei versuchte Vergewaltigungen zur Last gelegt. Das bestätigte auch Nino Goldbeck, Richter am Landgericht in Bamberg, dem Blatt.

Nach Informationen der Augsburger Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren an die Kollegen in Bamberg abgegeben, da er dort gefasst wurde und sich bereits in Untersuchungshaft befand. „Das spart Ressourcen“, erklärt der Pressesprecher und Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai.

Im September 2015 war damals das 16-jährige Mädchen nachts in der Nähe des Bahnhaltepunkts St. Afra bei Mering überfallen und vergewaltigt worden. Unmittelbar nachdem die Tat angezeigt wurde, schaltete sich ein Großaufgebot der Polizei ein, um den Täter dingfest zu machen.

Eine achtköpfige Ermittlungsgruppe der Kripo Augsburg hatte über 150 Spuren und Hinweise aus ausgewertet sowie 300 Personen im Rahmen eines richterlich angeordneten DNA-Massen-Screenings überprüft. Ein dreiviertel Jahr später, Ende Mai, hatte dann der Asylbewerber nahe Forchheim eine weitere Frau überfallen.

Seit diesem Zeitpunkt sitzt der Mann, der sich zunächst mit anderen Personalien und anderer Nationalität als Asylbewerber registriert hatte, in Untersuchungshaft. Durch den DNA-Abgleich wird er auch in Zusammenhang mit einer zweiten versuchten Vergewaltigung in Schwabach im September 2015 in Verbindung gebracht. Durch den DNA-Abgleich gilt er auch im Meringer Fall als dringend tatverdächtig. Der Tunesier war im Tatzeitraum untergetaucht, hielt sich vermutlich in Österreich auf. Nach den bisherigen Ermittlungen war aber regelmäßig in Bayern unterwegs.

In Mering hatte der Fall hohe Wellen geschlagen. Verdächtigt wurden auch junge Männer, die in einer Flüchtlingsunterkunft unweit vom Tatort untergebracht waren. Doch die Vorwürfe erwiesen sich nach breitangelegten DNA-Screenings als haltlos. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler sprach von einer Atmosphäre der Angst, die durch diese schreckliche Tat nach Mering gekommen sei. Er hatte mit großer Erleichterung auf die Ergreifung des mutmaßlichen Täters reagiert und war vor allem Dingen froh, dass nun jeglicher Verdacht von den in Mering untergebrachten Asylbewerbern abgefallen war.

Im Fall der versuchten Vergewaltigung in Kersbach zeichnete die Oberfrankens Polizeipräsident im Juli einen jungen Autofahrer aus, der Hilfeschreie des Opfers hörte, der Frau zu Hilfe kam sowie sofort die Polizei verständigte.

http://www.infranken.de/regional/forchheim/Prozess-gegen-Vergewaltiger;art216,2455002


12.1.2017

Nach umfangreichen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg wegen einer versuchten Vergewaltigung im Mai in Kersbach, konnten nun zwei Sexualdelikte in Schwaben und Mittelfranken aufgrund der gesicherten DNA-Spuren im oberfränkischen Fall geklärt werden.

Der Mann arabischer Herkunft befindet sich bereits seit Ende Mai 2016 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg in Untersuchungshaft.

Wie berichtet, hatte der Tatverdächtige am frühen Nachmittag des 28. Mai versucht, im Ortsteil Kersbach eine 17-jährige Frau zu vergewaltigen. Er griff sie unvermittelt von hinten an, brachte sie gewaltsam zu Boden und versuchte trotz heftiger Gegenwehr, sie sexuell zu missbrauchen. Ein Zeuge hörte die Hilfeschreie und beobachtete den Tatort genauer. Dies veranlasste den Täter wahrscheinlich, von seinem Opfer abzulassen und zu flüchten. Polizeibeamte fahndeten umgehend nach dem Mann und konnten ihn wenig später festnehmen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg übernahmen die weiteren Ermittlungen. Eine umfangreiche Spurensicherung wurde durchgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erging Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen.

Wie sich nun herausgestellt hat, ist derselbe Mann auch für zwei weitere Sexualdelikte verantwortlich: Am 12. September 2015 kam es in Mering, Landkreis Aichach-Friedberg, zu einer versuchten Vergewaltigung, bei der dem Täter die Flucht gelang. Trotz intensiven Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen der Ermittlungsgruppe der Kripo Augsburg und der Staatsanwaltschaft Augsburg, konnte der Mann zunächst nicht identifiziert werden. Auch bei einer weiteren, versuchten Vergewaltigung am 11. September 2015 in Schwabach, konnte die dortige Kriminalpolizei keinen Durchbruch erzielen.

Anhand der Auswertungsergebnisse der durch die Bamberger Kripo gesicherten DNA-Spuren in Forchheim, gelang es den Beamten in Augsburg und Schwabach nun, den 27-Jährigen auch als Täter der Sexualdelikte in Mering und Schwabach zu überführen.

Des Weiteren erfolgt eine Überprüfung seiner Person im Zusammenhang mit einem weiteren Sexualdelikt am 22. September 2015 im Bereich Mering.

Durch vorbildliches Verhalten hat Thomas Schmitt die Vergewaltigung am Kersbacher S-Bahnhof verhindert. Der 24-Jährige aus Effeltrich hatte die Hilfeschreie gehört des Opfers und war ihm zuhilfe gekommen. Für seinen Mut hat dem Effeltricher Polizeipräsident Reinhard Kunkel seinen ausdrücklichen Dank ausgesprochen.

http://www.infranken.de/regional/forchheim/Sexualstraftaeter-von-Kersbach-war-mehrfacher-Vergewaltiger;art216,2055857#cookie_accepted


06.03.2017

Am Montagvormittag (6. März) begann vor dem Landgericht Bamberg der Prozess gegen einen 1990 geborenen Asylbewerber, angeblich aus Nordafrika. Der Mann soll im Mai 2016 bei Kersbach (Landkreis Forchheim) versucht haben, ein 17-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Wir berichteten! Eine weitere versuchte Vergewaltigung (September 2015 in Schwabach), sowie eine Vergewaltigung in Mering (September 2015) werden ihm ebenfalls zu Last gelegt.

Dem Mann wird zur Last gelegt, am 28. Mai 2016 in der Nähe des Bahnhofes Kersbach, direkt an der Kreisstraße FO25, das 17-jährige Opfer angegriffen und in den Straßengraben gezogen zu haben. Laut Anklageschrift wurde die junge Frau dort mit dem Rücken auf den Boden gerückt. Der Beschuldigte legte sich dann auf sie und äußerte die Worte „Einmal ficken, einmal ficken“. Unter Gewalteinwirkung gelang es ihm, die Jugendliche teilweise zu entkleiden. Die Hilferufe der 17-Jährigen hörte ein Autofahrer (24), der zufällig mit seinem Fahrzeug an dem Tatort vorbei fuhr. Als dieser wendete und sich dem Szenario nähere, fühlte sich der Angreifer ertappt, ließ von der 17-Jährigen ab und flüchtete.

Tatverdächtiger nach kurzer Flucht festgenommen

Die Einsatzkräfte der Forchheimer Polizei nahmen den Flüchtigen nach einer eingeleiteten Fahndung in der Nähe des Bahnhofs in Kersbach kurze Zeit später fest. Die 17-Jährige wurde aufgrund der erlittenen Verletzungen in einem Krankenhaus ambulant behandelt.

Weitere Anklagepunkte

Dem Angeklagten werden neben dem Fall von Kersbach zudem eine Vergewaltigung im schwäbischen Mering im September 2015 sowie eine versuchte Vergewaltigung in mittelfränkischen Schwabach (September 2015) zur Last gelegt. Opfer waren damals ein 16-jähriges Mädchen beziehungsweise eine junge Frau (20).

Angeklagter mit mehreren Identitäten unterwegs?

Laut Anklage handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 26-jährigen Syrer. Zum Prozessauftakt machte der Angeklagte aber ganz andere Aussagen. So sei er ein 27-jähriger Landarbeiter aus Tunesien. In Deutschland habe er sich als Syrer ausgegeben, um Asylleistungen zu erschleichen. Auch in Österreich und der Schweiz habe er demnach falsche Identitäten angegeben.

Das Urteil am Landgericht Bamberg wird für den 3. April erwartet. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Asylbewerber bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess findet teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

VIDEO!!!

https://www.tvo.de/landgericht-bamberg-asylbewerber-26-wegen-vergewaltigung-vor-gericht-232964/