15. Juni 2017

Das Verschwinden der russlanddeutschen Lisa (13) hatte im letzten Jahr auch international für Aufsehen gesorgt. Nun steht der Angeklagte Ismet S. wegen schwerem sexuellen Missbrauch und Kinderpornographie vor Gericht.

Am kommenden Dienstag, den 20. Juni, um 9:15 Uhr findet am Amtsgericht Tiergarten die Hauptverhandlung gegen Ismet S. statt. Er soll gewusst haben, dass die ihm bekannte Russlanddeutsche Lisa erst 13 Jahre alt war, als er sexuelle Handlungen mit ihr auf dem Handy aufzeichnete.

In der Ankündigung der Hauptverhandlung am Amtsgericht Tiergarten werden dem 24-jährigen Türken Ismet S. schwerer sexueller Missbrauch von Kindern sowie die Herstellung kinderpornographischer Schriften vorgeworfen. Weiter heißt es:

Der Angeklagte [Ismet S.] soll im Oktober oder November 2015 in einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg sexuelle Handlungen einer ihm bekannten 13-Jährigen an sich vornehmen haben lassen.

Das kindliche Alter der Geschädigten sei ihm bewusst gewesen. Zusätzlich soll er von dem Geschehen ein Video auf seinem Handy angefertigt haben.

Weil das geschädigte Mädchen zunächst der Polizei gegenüber angegeben haben soll, sie sei von drei fremden Männern mit Migrationshintergrund verschleppt und vergewaltigt worden, hatte der Fall bundesweit und sogar international für Aufsehen gesorgt.
Auch wir berichteten damals ausführlich über den Vorfall. Weil Lisa am 11. Januar nicht nach Hause kam, erstatteten die Eltern eine Vermisstenanzeige. Am nächsten Tag tauchte das Mädchen dann wieder auf und erzählte von einer angeblichen Vergewaltigung durch drei Araber.

Zwar konnten die Ermittlungen der Polizei die Erzählung der 13-jährigen Lisa widerlegen. Doch um die Persönlichkeitsrechte des missbrauchten Kindes zu schützen, wollten die Ermittler zunächst keine weiteren Details nennen. Später berichtete das deutsche Staatsfernsehen von „einvernehmlichem Sex“ zwischen dem Mädchen und zwei Türken.

Bundesweit gingen damals tausende Russlanddeutsche auf die Straße. Sie nahmen das Verschwinden der damals 13-jährigen Lisa zum Anlass, um gegen die Willkommemspolitik der Bundesregierung zu protestieren. Sie fürchteten eine weitere Zunahme der Migrantengewalt in Deutschland.

Erst die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Verschwinden des Mädchens führte die Polizei auf die Spur von Ismet S. Diesem werden nun Kindesmissbrauch und Kinderpornographie vorgeworfen. Diese Delikte sollen allerdings schon im Oktober oder November 2015 vorgefallen sein.

https://www.berlinjournal.biz/missbrauch-von-lisa-13-ismet-s/


16:32 18.06.2017

Dieser Fall ist 2016 zu einem Politikum geworden: Eine damals 13-jährige Russlanddeutsche behauptete von drei Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden zu sein. Eine Lüge, die jedoch ein juristisches Nachspiel für den Deutschtürken Ismet S. haben wird, der nun wegen schweren Missbrauchs und Herstellung von Kinderporno vor Gericht kommt.

In der Ankündigung der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Tiergarten, die am 20. Juni stattfindet,  werden dem 24-jährigen schwerer sexueller Missbrauch einer Minderjährigen und die Herstellung kinderpornographischer Schriften vorgeworfen, berichtet das “Berlinjournal”.

Die Aufnahmen hatte die Polizei im Laufe der Ermittlungen im “Fall Lisa” beschlagnahmt, nachdem das Mädchen für 30 Stunden verschwand und danach eine Vergewaltigung erfunden hatte.

Anhand des Videomaterials soll festgestellt worden sein, dass der deutsche Staatsbürger türkischer Abstammung Ismet S. und sein jüngerer Freund noch im Jahr 2015 Oralverkehr mit Lisa gehabt haben und das Ganze auf ein Handy aufnehmen ließen. Der ältere Angeklagte soll nicht glaubhaft machen können, nicht zu wissen, dass Lisa noch minderjährig ist.

Die „Causa Lisa“ hatte im vergangenen Jahr nach dem Eingreifen des russischen Außenministers Sergej Lawrow beinahe einen diplomatischen Skandal zwischen Deutschland und Russland ausgelöst.

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170618316212277-fall-lisa-missbrauch-porno/


18.06.2017 19:45 328

Berlin – Im Januar 2016 verschwand die damals 13-jährige Lisa F. aus Marzahn auf ihrem Schulweg.

Nachdem ihre Eltern sie als vermisst gemeldet hatten, tauchte das Mädchen einen Tag später wieder auf. Sie behauptete, dass sie von drei südländisch aussehenden Männern entführt, verschleppt und vergewaltigt wurde.

Als sie sich in Widersprüche verwickelt, finden die Beamten heraus, dass Lisa bei einem Bekannten war.

Am Dienstag muss sich nun ein 24-Jähriger vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs sowie der Herstellung kinderpornografischer Schriften verantworten. Er soll sexuelle Kontakte zu der damals 13-Jährigen in seiner Wohnung gehabt haben – aber unabhängig vom ursprünglichen Fall.

Er soll vor dem Verschwinden des Mädchens einvernehmliche sexuelle Kontakte zu ihm gehabt haben. Weil die Schülerin jünger als 14 Jahre alt war, ist auch der freiwillige Sex strafbar. Der 24-Jährige soll einen sexuellen Kontakt zugegeben haben. Vorgesehen ist nur ein Verhandlungstag.

Nachdem Bekanntwerden der ersten Aussagen des Mädchens, dass sie von drei ausländischen Unbekannte vergewaltigt wurde, kam es zu heftigen Demonstrationen, bei denen auch ein Ableger der fremdenfeindliche Pegida mit mischte. Ebenfalls kam es zu einem Übergriff auf ein Asylbewerberheim in Berlin-Marzahn.

Russische Staatsmedien berichteten über den Fall und behaupteten, dass Flüchtlinge die Russlanddeutsche verschleppt hätten und die deutschen Ermittlungsbehörden die Tat nicht verfolgten.

https://www.tag24.de/nachrichten/fall-lisa-24-jaehriger-wegen-kindesmissbrauch-vor-gericht-274308


18.6.2017 20:48 Uhr

Ihre erfundene Geschichte löste wütende Proteste aus und wurde zu einem internationalen Politikum: Eine 13-jährige Russlanddeutsche aus Marzahn behauptete, von „Südländern“ verschleppt und vergewaltigt worden zu sein. Selbst der russische Außenminister Sergej Lawrow mischte sich ein, warf deutschen Behörden Vertuschung vor. Doch alles war anders. 17 Monate später steht am Dienstag ein 24-jähriger Bekannter von Lisa vor Gericht. Es soll zu einvernehmlichem Sex gekommen sein – für den Erwachsenen strafbar, weil Lisa erst 13 Jahre alt war.

Das Mädchen war im Januar 2016 auf dem Weg zur Schule verschwunden. Die Eltern erstatteten Anzeige bei der Polizei und klebten noch am Abend Suchplakate. Als Lisa am nächsten Tag wieder auftauchte, erklärte sie ihr dreißigstündiges Verschwinden mit einem angeblichen Verbrechen. Drei ihr unbekannte „Südländer“ hätten sie in einem Auto entführt und in einer Wohnung mehrfach vergewaltigt. Das Gerücht verbreitete sich rasch in sozialen Medien und löste Empörung aus. Hunderte Russlanddeutsche demonstrierten in Berlin und anderen Städten, mit dabei rechte Gruppierungen. Verschwörungstheorien und Hetze gegen Flüchtlinge wurden im Zusammenhang mit Lisas Geschichte verbreitet. Obwohl die Polizei mitteilte, dass es keine Vergewaltigung gegeben habe, hielten sich Vorwürfe und Propaganda wochenlang.

Lisa rückte den Angaben zufolge in vier verschiedenen Versionen mehr und mehr von ihren Behauptungen ab. Ermittler konnten schließlich anhand der Daten ihres Handys rekonstruieren, dass sie sich in der fraglichen Nacht in der Wohnung eines 19-jährigen Freundes aufgehalten hatte. Dessen Mutter habe es auch erlaubt. Das Mädchen habe sich wohl wegen Problemen in der Schule versteckt, hieß es.

Die intensiven Ermittlungen führten zu einem anderen Verdacht: Wochen vor dem Verschwinden der Schülerin soll sich Ismet S., ein Bekannter von Lisa, strafbar gemacht haben. In einer Wohnung in Kreuzberg sei es zu sexuellen Handlungen gekommen, freiwillig und mit einem Handy gefilmt. Dem jungen Mann sei das kindliche Alter der Schülerin bewusst gewesen. Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch sowie Herstellung von Kinderpornografie vorgeworfen. Der Lehrling soll bei der Polizei gestanden haben. Für den Prozess im Amtsgericht Tiergarten ist ein Tag geplant.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/die-aufarbeitung-im-fall-lisa-19-jaehriger-bekannter-der-schuelerin-vor-gericht/19947606.html


20.06.2017, 12:40

Berlin – Fast eineinhalb Jahre nach Aufklärung des sogenannten „Falls Lisa“ ist ein 24-Jähriger in Berlin zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt worden.
In dem Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde der Angeklagte Ismet S. des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig gesprochen, wie Gerichtssprecherin Lisa Jani am Dienstag sagte. S. erhielt demnach außerdem eine Geldstrafe von 3000 Euro. Die damals 13 Jahre alte Russlanddeutsche hatte im Winter vergangenen Jahres ihre Entführung vorgetäuscht. Der Fall sorgte international für Aufsehen und führte zu diplomatischen Verwerfungen mit Russland. Im Zuge der Ermittlungen stieß die Polizei auf S., der im Herbst 2015 Oralsex mit dem Kind gehabt und diesen gefilmt haben soll.

http://www.bild.de/news/startseite/news/news-16804530.bild.html

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