02.10.2014 – 10:30 Uhr
Tönisvorst (Kreis Viersen, NRW) – Der Rentner, der am Mittwoch in seinem Haus getötet wurde, wurde offenbar geschlagen und erwürgt. Das vorläufige Obduktionsergebnis lautet stumpfe Gewalt gegen den Hals. Dann plünderten sie den Tresor von Johannes W. (81) und flüchteten mit der Beute. Das blutüberströmte Opfer ließen sie einfach liegen.

Ein Nachbar fand Johannes W. bewusstlos im Hausflur. Rettungskräfte brachten den Rentner in eine Krefelder Klinik. Dort starb er kurze Zeit später.

Nach Angaben von der Staatsanwaltschaft Krefeld, der Kreispolizei Viersen und der Polizei Mönchengladbach hatte der Nachbar gegen 17.30 Uhr vier Personen beobachtet, die das Reihenhaus seines Nachbarn verließen. Als diese bemerkten, dass sie beobachtet werden, verschwanden hinter einer nahen Straßeneinmündung. Unmittelbar danach hörte der Zeuge einen Wagen mit aufheulendem Motor davonfahren.

Polizisten sperrten das Wohngebiet im Ortsteil St. Tönis weiträumig ab. Die Mordkommission aus Mönchengladbach wurde alarmiert. Mehrere Ermittlerteams sicherten in weißen Schutzanzügen Spuren am Tathaus und auf der Straße, wo die brutalen Räuber offenbar ihren Fluchtwagen, möglicherweise ein Mercedes, geparkt hatten.

Die Nachbarn des Rentners sind erschüttert. Ein Anwohner zu BILD: „Montag wurde in der Nähe auch schon eingebrochen. Da wurden auch drei verdächtige Männer beobachtet.“

Die Fahndung richtet sich zurzeit auf die vier Personen, die der Zeuge beobachtet hatte. Es soll sich um drei Männer und eine Frau handeln. Alle waren dunkel gekleidet. Die Frau hatte auffallend lange schwarze Haare. Alle sollen zwischen 20 bis 30 Jahre alt gewesen sein.

Dem Zeugen war zuvor ein in der Nähe des Tatortes parkender Pkw aufgefallen, der in dem Wohngebiet sonst nicht steht. Es handelt sich möglicherweise um einen dunklen Mercedes W 202, älteres Baujahr (1990er Jahre, alte C-Klasse, Nachfolgemodell des Mercedes 190). In Richtung des parkenden Autos waren die Verdächtigen auch gelaufen, als sie sich beobachtet fühlten.

Die Mordkommission „Grenzstraße“ sucht jetzt Zeugen, die weitere Angaben zu den verdächtigen Personen und dem Mercedes machen können. Dazu werden zurzeit auch die Anwohner gezielt befragt.

http://www.bild.de/regional/duesseldorf/mord/rentner-erschlagen-37985472.bild.html


06.10.2014 – 11:44 Uhr
Tönisvorst – Rentner Johannes W., der am vergangenen Mittwoch in seinem Haus getötet worden war, wurde vor seinem Tod brutal misshandelt. Das teilte die Mordkommission „Grenzstraße“ jetzt mit.

Die Ermittlungen konzentrieren sich zurzeit auf die verdächtigen Personen, die beim Verlassen des Tatortes beobachtet wurden und offensichtlich mit einem dunklen Pkw davonfuhren.

Mittlerweile steht laut Polizei fest, dass diese Gruppe mit bis zu vier Männern und einer Frau bereits in den Tagen vor dem Raubmord auch im weiteren Umfeld in Tönisvorst aufgefallen war. Aus diesem Grunde verteilen Beamte der Mordkommission eine Flugblätter im Umfeld des Tatorts.

Ob die Tatverdächtigen für alle 18 Wohnungseinbrüche, die in den vergangenen Tagen im Bereich Tönisvorst angezeigt wurden, verantwortlich sind, müssen die Ermittlungen ergeben. Sie werden übereinstimmend als 20 bis 30 Jahre alt beschrieben, sollen südländisch aussehen. Die Frau hatte auffallend lange, dunkle Haare.

Auch das gesuchte Auto ist mehrfach aufgefallen. Es könnte sich um einen Mercedes W 202, älteres Baujahr (90er-Jahre, alte C-Klasse, Nachfolgemodell des Mercedes 190) handeln.

Außerdem ergab die Obduktion, dass das Opfer von den Tätern vor seinem Tod brutal misshandelt worden war. Offensichtlich wollte man den Mann so zwingen, Verstecke von Wertgegenständen und Bargeld preiszugeben.

„Es hat alle erschüttert zu hören, wie brutal das 81-jährige Opfer angegangen worden ist. Wir benötigen dringend die Unterstützung der Bevölkerung, um diese Täter festnehmen zu können”, so Ermittler Ingo Thiel.

Die Mordkommission fragt: Wer hat am Mittwoch, 1. Oktober, oder zuvor verdächtige Beobachtungen im Bereich der Grenzstraße in Tönisvorst gemacht? Wer kann Angaben zu der besagten Tätergruppe machen? Wo sind sie noch aufgefallen? Wer kann Angaben zu dem verdächtigen Mercedes machen?

http://www.bild.de/regional/duesseldorf/mord/mord-an-rentner-38027410.bild.html


30.01.15, 13:45 Uhr

Den brutalen Raubmord an dem 81-jährigen Rentner Johannes W. am 1. Oktober 2014 haben vier junge Männer und eine Frau im Alter von 16 bis 22 Jahren begangen. Sie folterten W. zu Tode!

Am Mittwochmorgen klickten in Bergheim, Weeze und Straelen die Handschellen. Der Richter erließ gegen alle einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes.

Die Verdächtigen haben ihre Tatbeteiligung gestanden, lassen sich jedoch unterschiedlich dazu ein, wer was gemacht hat.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Donnerstag in Mönchengladbach die Aufklärung des Verbrechens erläutert. Unter den Verhafteten sind zwei Jugendliche, zwei Heranwachsende, alle männlich und eine 22-jährige Frau. Vier sind Deutsche mit südosteuropäischem Migrationshintergrund, ein Täter ist serbischer Nationalität.

Entscheidend bei der Aufklärung waren, so Ermittlungschef Ingo Thiel, Beobachtungen von Zeugen am Tatort und eine DNA-Spur, die einer der Tatbeteiligten am Tatort hinterließ. Diese Person war polizeibekannt, schon in einer DNA-Kartei erfasst.

Der Mordkommission war es nach monatelanger schwieriger Ermittlungsarbeit gelungen, die Tätergruppe einzukreisen und zu überwachen. Zwei Täter waren vorübergehend ausgereist. Als sie wiederkamen, schlug die Mordkommission zu.

In einer Blitzaktion morgens um 6 Uhr wurden alle festgenommen. Daran war auch eine Hundertschaft der Polizei beteiligt. Die Ermittler mussten an drei Orten gleichzeitig zupacken. Dazu wurde auch eine Ramme benutzt, mit der man Türen knackt.

Ein Ermittler: „Wir klingeln nicht, sondern kommen überfallartig. Wir hatten es hier mit äußerst gewaltbereiten Tätern zu tun.“

Staatsanwältin Sonja Pelka: „Die Täter gingen gezielt vor, sie wollten das Opfer überraschen und überwältigen. Eine Tat aus Heimtücke und Habgier.“

Ingo Thiel: „Sie hatten das Opfer ausgekundschaftet, gezielt gewartet, bis es vor dem Haus erscheint. Das Opfer hat vermutlich zu viel über sein Vermögen erzählt. Die Täter haben das erfahren. Das war eine geplante Tat.“

Thiel lobt seine Mannschaft: „Es war eine große Leistung von 23 Kommissionsmitgliedern.“ An den Maßnahmen waren auch Spezialisten der Landeskriminalämter Nordrhein-Westfalen und Hessen beteiligt.

Die Tätergruppe soll für weitere Straftaten infrage kommen. Alle waren der Polizei bekannt, gingen keiner Arbeit nach. EXPRESS erfuhr, dass sich alle von Straftaten „ernährt“ und mit wechselnder Beteiligung eingebrochen haben sollen.

Über den Wert der Beute, die bei dem Raubmord mitgenommen wurde, wollen die Ermittler derzeit keine Angaben machen. Es wurden bei der Razzia am Mittwoch unzählige Gegenstände beschlagnahmt, die noch zugeordnet werden müssen.

Ingo Thiel erklärte, das Verbrechen hätte schneller aufgeklärt werden können, wenn die Speicherung von Täterdaten länger als derzeit erfolgen würde.

Sogar der Sprecher der Staatsanwaltschaft Krefeld, Axel Stahl, pflichtete Thiel bei: „Man kann sagen, dass Ermittlungen auch erschwert werden können. Es ist Sache des Gesetzgebers, das zu ändern.“

http://www.express.de/duesseldorf/neue-details-zum-mord-in-toenisvorst-vier-junge-maenner-und-eine-frau–22–folterten-rentner-zu-tode-2723356


30.01.2015 – 00:03 Uhr

Tönisvorst – Der Raubmord an Rentner Johannes W. († 81) aus Tönisvorst ist geklärt. Doch wer sind die Täter?

Nach BILD-Informationen wurden in Bergheim, Straelen und Weeze fünf Mitglieder der Folterbande festgenommen. Darunter eine Frau und offenbar ein Jugendlicher. Nach mindestens einem weiteren Täter wird noch gefahndet.

Die fünf Festnahmen erfolgten am Mittwoch. In Weeze wurde ein mutmaßliches Bandenmitglied festgenommen. BILD hakte dort gestern nach, sprach kurz mit dem Vater. Er sagt: „Die Polizei hat das ganze Haus durchsucht und meinen Sohn, der erst 16 Jahre alt ist, mitgenommen. Er soll etwas mit Leuten aus Straelen zusammen gemacht haben.“

Die Ermittler wollten gestern auf Nachfrage das Alter des Jugendlichen nicht bestätigen. Sie werden heute im Rahmen einer Pressekonferenz weitere Informationen über die grausame Tat bekannt geben.

Vor knapp vier Monaten war Rentner Johannes W. in seinem Haus in Tönisvorst von Einbrechern überfallen, gefoltert und erwürgt worden. Die Mordkommission „Grenzstraße“ um Chef-Ermittler Ingo Thiel (Fall „Mirco“) konzentrierten sich auf eine Gruppe mit bis zu vier Männern und einer Frau, die am Tatort beobachtet worden waren und in einem dunklen Mercedes davonrasten.

Ob die nun Festgenommen auch für die 18 Wohnungseinbrüche im Bereich Tönisvorst verantwortlich sind, soll ebenfalls heute bekannt gegeben werden.

http://www.bild.de/regional/duesseldorf/mord/war-einer-der-taeter-erst-16-39557600.bild.html


Am Montag, 7. September 2015, startete vor dem Landgericht Krefeld der Prozess um einen Raubmord in Tönisvorst, bei dem ein 81-jähriger Rentner getötet wurde.

Angeklagt sind vier Männer und eine Frau zwischen 17 und 22 Jahre. Sie sollen am 1. Oktober 2014 in Tönisvorst einen 81-jährigen Rentner getötet haben, als sie versuchten, ihn auszurauben.

Laut Staatsanwaltschaft haben die Angeklagten den Tod des Mannes zumindest billigend in Kauf genommen. Die Angeklagten haben bereits gestanden, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein, den Tod des Mannes hätten sie allerdings nicht geplant.

Zu prüfen wird unter anderem sein, inwieweit die Angeklagten nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden müssen.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/toenisvorst/toenisvorst-raubmord-vor-gericht-in-krefeld-bid-1.5373063


17. Februar 2016 | 18.22 Uhr

Krefeld. Nach über 20 Verhandlungstagen hat das Krefelder Landgericht am Mittwoch das Urteil im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Tönisvorster Rentners gesprochen. Die fünf Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen von sechseinhalb bis zu zehn Jahren verurteilt.

In vier Fällen wurde eine Jugendstrafe verhängt. Anders als die Staatsanwaltschaft ging die Kammer nicht von Mord, sondern von Raub mit Todesfolge in Tateinheit mit Totschlag durch Unterlassen aus. Als vier der fünf Angeklagten den 81-jährigen Rentner Johannes W. im Oktober 2014 in seinem Haus an der Grenzstraße in St. Tönis überfielen und Gewalt auf ihn ausübten, hätten sie leichtfertig gehandelt.

Denn schon aufgrund des Alters und der brutalen Behandlung hätten sie erkennen müssen, dass er dadurch sterben kann. Das Gericht könne aber nicht mit Gewissheit feststellen, dass den Tätern auch bewusst war, dass die Einwirkung auf den Hals tödlich ist.

Todesursache war laut Gutachten, dass der Mann „in den Schwitzkasten genommen” wurde und sein „Kopf nach hinten überstreckt” worden war, während einer der Männer auf seinem Rücken saß. Es sei den Angeklagten aber nicht darauf angekommen, ihn zu töten. Der Tipp war aus dem Rotlichtmilieu gekommen, in dem das Opfer verkehrte und seine Vermögensverhältnisse preisgab.

Schon im September 2014 sei die Angeklagte Madonna R. mit anderen Tätern dort eingebrochen und hatte den Tresor entdeckt. Weil kein Schlüssel zu finden war, habe man geplant, wiederzukommen, wenn der Rentner zu Hause ist. Einige Male hatte man ihn nicht angetroffen. Am Tattag war er gerade von einem Baumarkt zurückgekehrt. Allen sei klar gewesen, dass der Mann gefesselt werden müsse und Gewalt angewendet werde.

Auch der zur Tatzeit 21-Jährige habe das gewusst. Obwohl er nicht im Haus war, müsse er sich die Tat zurechnen lassen. Auch er sollte von der erwarteten hohen Beute profitieren. Die anderen vier hätten allesamt geschlagen, getreten oder den Elektroschocker benutzt, auch als sie schon wussten, dass der Tresor leer ist. Statt mit großer Beute flohen sie mit einer Schachtel Zigaretten und einer Armbanduhr. „Sie ließen den Rentner schwer verletzt, blutend und regungslos zurück”, sagte die Richterin. Als der Rettungsdienst eintraf, musste das Opfer schon reanimiert werden.

Die Richterin sprach von Erziehungsbedarf, der in der Jugendhaft verwirklicht werden soll, und von Eltern, die ihren Aufgaben nicht nachkamen. Madonna R. sei in einer „kriminogenen Familie” aufgewachsen, die sich mit Eigentumsdelikten befasste. Sie habe schon diverse Vorstrafen. Jetzt müsse sie aus dem Einfluss ihrer Mutter genommen werden, mit der sie schon gemeinsam Straftaten verübte.

Misslich sei das Ganze für den zur Tatzeit 21-Jährigen. Er habe den geringsten Tatbeitrag geleistet, sei nicht vorbestraft und dennoch am härtesten verurteilt worden, weil er nicht mehr Heranwachsender war.

Zur Urteilsverkündung waren so viele Zuschauer gekommen, dass nicht alle in den Gerichtssaal passten. Neben den ohnehin anwesenden Wachtmeistern waren am letzten Verhandlungstag Polizeibeamte zur Verstärkung gerufen worden. Besucher kommentierten das Urteil laut und mussten gleich mehrfach zur Ordnung gerufen werden.

Den Beteiligten bleibt noch die Möglichkeit der Revision. Das Gericht war weit über die Anträge der Verteidigung hinausgegangen. Auch der Staatsanwältin folgte es nicht in dem Antrag, die Angeklagten wegen Mordes zu verurteilen. Beide Parteien wollen in Revision gehen.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/haftstrafen-fuer-raub-mit-todesfolge-aid-1.5774570


17.02.2016 – 15:02 Uhr

Krefeld/Tönisvorst – Rentner Johannes W. (81) wurde in seinem Haus in Tönisvorst brutal misshandelt, starb später in der Klinik: Am Mittwoch wurden seine Peiniger vor dem Landgericht Krefeld zu Haftstrafen verurteilt.

Vier der Angeklagten, darunter eine Frau, erhielten nach Jugendstrafrecht Haftstrafen zwischen neun und sechseinhalb Jahren. Der fünfte Mann, der zur Tatzeit bereits 21 Jahre alt war und vor dem Haus des Rentners gewartet haben soll, muss für zehn Jahre hinter Gitter.

Den Vorwurf des Mordes sah das Gericht als nicht erwiesen an. Die Täter hätten, als sie ihrem Opfer den Hals verdrehten, nicht unbedingt in Tötungsabsicht gehandelt, seinen Tod aber leichtfertig in Kauf genommen, sagte die Vorsitzende Richterin am Mittwoch.

Die Urteilsverkündung fand unter Polizeischutz statt. Die Richterin musste die Angehörigen im Gerichtssaal mehrfach zur Ordnung rufen.

Die Angeklagten hatten in dem seit September 2015 dauernden Prozess Teilgeständnisse abgelegt. Ein DNA-Fund am Tatort hatte die Ermittler auf ihre Spur gebracht. Denn einer der Fünf war bereits als Einbrecher aufgefallen und seine DNA war registriert.

Die Obduktion hatte ergeben, dass das Opfer von den Tätern vor seinem Tod mit Fausthieben, Tritten und einem Elektroschocker malträtiert worden war. Offensichtlich wollte man den Mann so zwingen, Verstecke von Wertgegenständen und Bargeld preiszugeben. Statt der erwarteten 80 000 Euro sei im Tresor aber kein Geld gewesen.Die Beute: eine Armbanduhr und Zigaretten. Zwei der Täter waren zur Tatzeit minderjährig.

Die Anklägerin kündigte Revision an.

http://www.bild.de/regional/duesseldorf/raubueberfall/prozess-raubmord-44591858.bild.html


27.04.2017, 17:38

Eine schreckliche Tat wird vor Gericht neu aufgerollt: Ein Rentner starb im Oktober 2014 Jahren in seiner Wohnung in Tönisvorst. War es doch Mord?
Vier Männer und eine Frau sollen ihn dort überfallen und stundenlang gequält haben, weil sie an sein Vermögen kommen wollten. Er starb, während die Täter mit einer Armbanduhr und Zigaretten als Beute türmten.

Das Krefelder Landgericht hatte alle fünf Angeklagten wegen Raubes mit Todesfolge verurteilt – zu Strafen zwischen sechseinhalb und zehn Jahren Haft. Den Anklagevorwurf des Mordes hatte das Gericht als nicht erwiesen angesehen. Die Täter hätten nicht unbedingt in Tötungsabsicht gehandelt. Der Bundesgerichtshof gab nun den Hinweis, dass es sich trotzdem um einen Mord gehandelt haben könnte: Wegen der unterlassenen Hilfe könnte es sich um einen sogenannten Verdeckungsmord gehandelt haben. Prozessbeginn ist am 10. Mai.

http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/ueberfall-toenisvorst-100.html


Tönisvorst/Krefeld. Der Prozess wegen eines tödlichen Überfalls auf einen Rentner im niederrheinischen Tönisvorst muss neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil des Landgerichts Krefeld auf. Am 10. Mai beginne die Neuauflage am Landgericht, teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten Revision eingelegt. Der BGH hatte die Urteilsbegründung daraufhin in mehreren Punkten moniert. So schloss der BGH nicht aus, dass es sich bei der Tat möglicherweise doch um einen Mord gehandelt haben könnte, weil die mutmaßlichen Täter dem 81 Jahre alten Opfer jede Hilfe verweigerten. Der Rentner war in seinem Haus am Niederrhein überfallen und misshandelt worden. Er starb, während die Täter mit einer Armbanduhr und Zigaretten als Beute türmten.

Das Krefelder Landgericht hatte alle fünf Angeklagten wegen Raubes mit Todesfolge verurteilt – zu Strafen zwischen sechseinhalb und zehn Jahren Haft. Den Anklagevorwurf des Mordes hatte das Gericht als nicht erwiesen angesehen. Die Täter hätten nicht unbedingt in Tötungsabsicht gehandelt. Der BGH gab nun den Hinweis, dass es sich trotzdem um einen Mord gehandelt haben könnte: Wegen der unterlassenen Hilfe könnte es sich um einen sogenannten Verdeckungsmord gehandelt haben. Die vier jungen Männer und eine Frau hatten den alten Mann im Oktober 2014 überfallen. Er sollte verraten, wo er seinen Tresorschlüssel versteckt hält. Statt der erwarteten 80 000 Euro sei im Tresor aber kein Geld gewesen.

http://www.wz.de/lokales/krefeld/toedlicher-ueberfall-auf-rentner-landet-erneut-vor-gericht-1.2425073


BGH-URTEIL:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=5dc49dc3bbf063e864d990f83138305f&nr=77802&pos=0&anz=1