02.06.2017 – 16:08 Uhr

Dortmund – Er flößte seiner Schwägerin (44) KO-Tropfen ein, missbrauchte sie mehrfach und filmte die Vergewaltigung auch noch!

Dafür muss ein Familienvater (35) aus Dortmund fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis – obwohl das Opfer um Gnade für ihn bat …

Der Prozess vor dem Landgericht war am Donnerstag schon nach ein paar Stunden vorzeitig beendet worden. „Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft stimmen, mein Mandant gibt das zu. Er war sauer auf die Familie, nachdem sich seine Frau von ihm getrennt hatte“, sagte Verteidiger Dieter Kaufmann (58) nach einer Verhandlungspause.

Drei Nächte hintereinander hatte Hassan A. Selma G. (Name geändert) im Oktober 2013 betäubt. Staatsanwältin Alina Hildesheim (29): „Er legte sie in ihrem apathischem Zustand auf das Bett und zog das Opfer aus. Dann missbrauchte er es. Seine Taten filmte er jeweils mit der Handykamera.“

Der heimliche Sex wäre möglicherweise nie ans Licht gekommen, die Schwägerin hatte von alledem überhaupt nichts mitbekommen. Doch Hassan A. prahlte mit seinen Verbrechen auch noch im Bekanntenkreis, zeigte die Videos stolz herum!

Das Opfer im Prozess: „Ich arbeitete damals in einer Bäckerei. Ein Kunde sprach mich darauf an. Auch mein Vermieter hatte ein Filmchen gesehen.“

Der hatte sogar das Smartphone des Angeklagten bekommen – als Pfand für Geldschulden. Selma G. ging damit zur Polizei. „Ich hätte damit nie gerechnet, er war doch der Mann meiner Schwester. Ich habe mich nach der Trennung um ihn gekümmert, war für ihn da und kochte ihm Essen“, sagte sie dem Richter.

Sie könne ihm die Vergewaltigung zwar nicht verzeihen, bat aber darum, von einer Strafe abzusehen: „Ich tue das für meine Nichten. Ich möchte nicht, dass sie ohne ihren Vater aufwachsen müssen.“

Diesen Gefallen konnte das Gericht ihr natürlich nicht tun. „Es geht um schwere Vergewaltigung. Der Angeklagte hat die Gutmütigkeit des Opfers ausgenutzt, die als einzige der Familie zu ihm hielt“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer.

Hassan A. sagte in seinem letzten Wort: „Es tut mir von Herzen leid, dazu hätte es nie kommen dürfen.“

http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/vergewaltigung/opfer-bittet-richter-um-gnade-fuer-taeter-52020004.bild.html

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